Friedrich Becker

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EThC
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von EThC »

...eher belanglos:

2019er Spätburgunder - trocken - [VDP.Gutswein]

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Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Dominik Mueller
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von Dominik Mueller »

2018 Friedrich Becker Pinot Noir Schweigen
Blassrubin mit wässrigem Rand und ziegelroten Reflexen. Die Nase zeigt sich elegant und zurückhaltend (besonders am zweiten Tag) mit filigraner roter Frucht – Kirsche, Pflaume, Johannisbeere – sowie Wacholder und dezentem Rauchholz. Am Gaumen geschmeidige, teils austrocknende Tannine, gestützt durch eine kühle Struktur und frische Säure. Die rotfruchtige Art (Waldbeere, Hagebutte) bleibt präsent, bietet jedoch eine eher mäßige Tiefe. Der Nachhall ist mittellang und kräuterig. Der Wein erscheint mir gereift; besser bald genießen. Ein zweifellos anspruchsvolles, balanciertes Gewächs, dem für eine sehr gute Bewertung aber Konzentration und Tiefe fehlt.
Nora
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von Nora »

Lieber Dominik,

ich finde deine Notizen immer sehr bereichernd und interessant!

Diesmal habe ich ein Verständnisproblem:

Du schreibst: "Am Gaumen geschmeidige, teils austrocknende Tannine, ..."

Für mich ist das eigentlich ein Gegensatz. Geschmeidige Tannine wären für mich nie austrocknend. Kannst du das aufklären?

VG Nora
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Dominik Mueller
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von Dominik Mueller »

Zunächst: Vielen Dank, Nora, das freut mich natürlich sehr.

Mit deiner Nachfrage hast du schon recht. Wenn ich meine Worte jetzt lese, erinnere ich mich aber gut an meine Empfindung, als ich den Wein getrunken habe: Der Wein wirkte weich, speziell am ersten Tag. Dennoch merkte ich schnell, dass das Tannin meinen Mund überraschend stark austrocknete. Die Beschreibung ist wohl der Versuch, dieses Erlebnis in Worte zu fassen. Hätte die Frucht sich besser gehalten, wäre mein Mundempfinden wahrscheinlich anders (positiver) gewesen.

Ich würde auch sagen, dass es eine Qualität von Tannin gibt. Dieses hier war nicht rau oder sandig. Trocknend aber doch.

Sicherlich hätte ich es mit etwas Mühe besser beschreiben können. Macht das so aber Sinn für dich oder bleibt es ein Widerspruch?


Nachtrag: Weiche Textur im Antrunk (erstes Mundgefühl), austrocknend im Finish. Dürfte es besser treffen. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Frucht hinter die Struktur des Weins zurückfällt.
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EThC
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von EThC »

Dominik Mueller hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 00:15 Sicherlich hätte ich es mit etwas Mühe besser beschreiben können.
...ich denke, die spontanen Beschreibungen, die zuallererst mal das eigene Empfinden ungefiltert wahrgeben, sind der beste, weil ehrlichste Ausdruck. Jedes mit Anstrengung verbundene Hinbiegen auf eine vermeintliche Mehrheitsverständlichkeit beschneidet hinsichtlich der selbst wahrgenommenen Nuancen und stellt dann vielleicht nur noch "den kleinsten gemeinsamen Nenner" dar. Und wenn dann bei Interesse Unklarheiten "nachgebessert" werden, ist das für mich der richtige Weg.
Ich selbst konnte die Beschreibung
Dominik Mueller hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 21:48 Am Gaumen geschmeidige, teils austrocknende Tannine
durchaus nachvollziehen...
Viele Grüße
Erich

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Nora
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Re: Friedrich Becker

Beitrag von Nora »

Dominik Mueller hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 00:15 Ich würde auch sagen, dass es eine Qualität von Tannin gibt. Dieses hier war nicht rau oder sandig. Trocknend aber doch.

Sicherlich hätte ich es mit etwas Mühe besser beschreiben können. Macht das so aber Sinn für dich oder bleibt es ein Widerspruch?


Nachtrag: Weiche Textur im Antrunk (erstes Mundgefühl), austrocknend im Finish. Dürfte es besser treffen. Für mich ein Zeichen dafür, dass die Frucht hinter die Struktur des Weins zurückfällt.
Vielen Dank Dominik! Das macht für mich sehr viel Sinn.

Beim Spätburgunder Schweigen 2019 habe ich es auch so empfunden, dass die Tannine von der Menge her zahlreich, von der Qualität und Haptik feinkörnig, aber von der Wirkung her austrocknend waren.

Ich vermerkte damals "...sehr präsente, dabei feinkörnige Tannine, die den oberen Gaumen etwas austrocknen...".

Ich glaube, wir hatten da einen ähnlichen Eindruck. Deshalb habe ich auch konkret nachgefragt.

VG Nora
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