Burgund 2024

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Ralf Gundlach
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Burgund 2024

Beitrag von Ralf Gundlach »

Ich konnte heute nicht widerstehen und habe einen Weißen aufgemacht, den ich mit Markus, dem Ostbelgier samt Gattin nach einem wunderbaren Restaurantbesuch in Volnay gekauft habe, die auch einen kleinen Weinhandel betreiben:

2024 Monthelie „Les Duresses“ blanc Nathalie Gente-Pont

Den habe ich vor einer halben Stunde aufgemacht. Und mit jeder Minute wird der offener. Man, ist das lecker. Da passt alles, trotz des jungen Stadium und dem nicht so leichten Jahrgang. Die feine Frucht wird durch eine dezente Gerbstoffnote abgepuffert. Das gibt Struktur. Und Lebendigkeit mit der feinen Säure. Das ist ein unglaublich delikater Chardonnay mit null Schwere.

93 Punkte.

Gruß

Ralf
Bernd Schulz
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Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55

Re: Burgund 2024

Beitrag von Bernd Schulz »

Ralf Gundlach hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 20:14 ....Da passt alles, trotz des jungen Stadium und dem nicht so leichten Jahrgang....
Ralf, wer weiß, vielleicht passt auch alles wegen des jungen Stadiums? Oder anders gefragt: Was soll da angesichts deiner Beschreibung mit den Jahren noch groß an Aufwertung kommen?

Bis vor ca. 25 Jahren war ich ja überzeugter Jungweintrinker. Danach wurde ich infolge diverser Umerziehungsmaßnahmen ;) :mrgreen: irgendwann zum Altweinfreak, aber mittlerweile kehre ich zumindest in Teilen wieder zu meinen frühen Vorlieben zurück, bei trockenen Weißen sowieso, aber sogar auch bei diversen Roten. Den Reiz, den das alte Zeug haben kann, will ich nicht verleugnen, aber aus der Notwendigkeit des Reifens mache ich bei den meisten Weinen viel weniger ein Dogma als noch vor zehn Jahren. Sprich: Viele interessante Weine haben für mich in ihrer Jugend einen besonderen Reiz, der (vielleicht) später durch andere besondere Reize abgelöst werden kann, aber eben nur abgelöst im Sinne von auf gleichwertige Art ersetzt.

Herzliche Grüße

Bernd
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EThC
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Re: Burgund 2024

Beitrag von EThC »

...na ja, manche Weine sind eben jung voll da und manche nicht. Ich für mich kann da keine verläßliche Regel aufstellen, auch wenn ich feststelle, daß die Mehrheit der ganz jungen Sachen mir "zu grün hinter den Ohren" ist und mir erst nach 2, 3, 4 Jahren ohne Abschläge gefallen. Ich probiere deswegen auch recht wenige der von mir blind gekauften Sachen im Jungstadium, einfach weil ich zuallermeist nur eine oder zwei Flaschen habe. Da kann ein Kistenkäufer natürlich ganz anders agieren...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Ostbelgier
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Re: Burgund 2024

Beitrag von Ostbelgier »

Hallo Ralf,

vielen Dank für Deine Notiz. Ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, so junges Gemüse jetzt schon zu probieren. Aber auch wir werden gelegentlich eine der Flaschen öffnen, vielleicht machen wir kommende Woche mal ein Huhn a la Bresse. Mir ist eingefallen, dass wir dort vor vielen Jahren mal essen waren, und damals einen Pichet (ein kleiner Krug) offenen Rotwein aus Monthelie bestellt hatten. Der Wein war auch sofort "da". Und jetzt rechnen wir mal 2 und 2 zusammen: Es besteht offenbar ein direktes Verwandtschaftsverhältnis zwischen Restaurant und Weingut. Kann es also sein, dass die Weine dieses Gutes "gastronomisch" ausgebaut werden, um direkt "da" zu sein ? Ich weiss es nicht, aber es erscheint mir wahrscheinlich.

Viele Grüße

Markus
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