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Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 10:53
von Matthias Hilse
pessac-léognan hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 10:42
Cos d'Estournel 2025 in der Schweiz zu genau 100 CHF im Verkauf. Hoffentlich ein gutes Zeichen für Montrose...
Cos d'Estournel hat mit ex-negoce @ € 84,- den gleichen Preis gewählt wie im letzten Jahr. Das ist nun eine interessante Vorlage für Montrose, denn im letzten Jahr kamen beide Weine zum gleichen Preis an den Markt. Man kann es sich nur wünschen, das wäre ein starkes Signal für die Subskription an sich. Denn offensichtlich ist es ja so, dass die Weine, die gegenüber ihren Höchstpreisen (2016 oder 2022) auf etwas mehr als die Hälfte reduziert haben (wie Pontet Canet und Larcis Ducasse bisher), sehr gut von den Kunden angenommen werden.
Um es etwas salopp auszudrücken: Montrose würde fliegen. Und auch wenn der Wein durchaus hohe Qualitäten des schwerelosen Gleitens hat, glaube ich hier nicht so recht dran.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 11:16
von Zaccetti
pessac-léognan hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 10:42
Cos d'Estournel 2025 in der Schweiz zu genau 100 CHF im Verkauf. Hoffentlich ein gutes Zeichen für Montrose...
Das überrascht mich doch ein bisschen, der Trend der letzten releases ging dahin das sich die meisten zwischen 2023 und 2024 positioniert haben, das Cos nun dies nicht macht und die (fast) gleiche Linie fährt wie Pontet-Canet freut mich für den weiteren Verlauf der Kampagne.
@Herr Hilse ist den Montrose schon terminiert? Wenn Sie erst am Schluss kommen (wie 2022) wird das Signal leider verpuffen.
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 11:56
von Matthias Hilse
Zaccetti hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 11:16
@Herr Hilse ist den Montrose schon terminiert? Wenn Sie erst am Schluss kommen (wie 2022) wird das Signal leider verpuffen.
Nein, zumindest wüßte ich nichts davon. Ich denke, es kommt auf den Verlauf der Kampagne an. Offensichtlich ist Montrose in einer "superioren" Position Cos gegenüber und wartet ab. Wenn sich aber abzeichnen sollte, dass die Kampagne gerade bei den Weingütern, die ihre Preise ggü. 2024 erhöhen, nicht erfolgreich läuft - was man natürlich in Bordeaux mitbekommt - dann wird Montrose nicht so unvernünftig sein, vom letztjährigen Procedere abzuweichen.
Die eigentliche Stellschraube in diesem Jahr sehe ich bei den Top-Weinen eher bei den freigegebenen Mengen. Montrose wird hier deutlich reduzieren und nur knapp die Menge anbieten, die auch nachgefragt werden wird.
Auch wenn das hier im Forum anders gesehen wird: eine Ausnahme ist Cheval Blanc (=teurer als 2024). Der Wein ist in Bordeaux praktisch ausverkauft - und wenn es z.B. in Deutschland noch leicht verfügbare Mengen gibt, dann ist das eine Sache der Relation aus "nationaler Nachfrage und nationaler Allokation". Es ist ein etwas anderes Thema, das ich auch wirklich nur sehr peripher tangieren möchte; aber das, was die Bordeaux Subskription, bezogen auf den "Standort Deutschland" zeigt, unterscheidet sich eben kaum von all den anderen Themen, bei denen gerade sinnfällig wird, dass es schon "bessere Zeiten" hierzulande gegeben hat.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 13:01
von pessac-léognan
Matthias Hilse hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 11:56
...wenn es z.B. in Deutschland noch leicht verfügbare Mengen gibt, dann ist das eine Sache der Relation aus "nationaler Nachfrage und nationaler Allokation". Es ist ein etwas anderes Thema, das ich auch wirklich nur sehr peripher tangieren möchte; aber das, was die Bordeaux Subskription, bezogen auf den "Standort Deutschland" zeigt, unterscheidet sich eben kaum von all den anderen Themen, bei denen gerade sinnfällig wird, dass es schon "bessere Zeiten" hierzulande gegeben hat.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Das ist wohl doch etwas arg germanozentrisch, Herr Hilse! Auch in der Schweiz, wo es trotz hohem Franken und Zollproblemen allerorten gerade sehr gut läuft - und dies entgegen Dauergejammer der Wirtschaftsbosse, die dadurch noch bessere sogenannte Rahmenbedingungungen durchsetzen wollen -, sind sämtliche bisher lancierten Weine inklusive Cheval Blanc noch zum Ursprungspreis erhältlich.
Helvetische Grüße
Jean
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 13:27
von Matthias Hilse
pessac-léognan hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 13:01
Das ist wohl doch etwas arg germanozentrisch, Herr Hilse! Auch in der Schweiz, wo es trotz hohem Franken und Zollproblemen allerorten gerade sehr gut läuft - und dies entgegen Dauergejammer der Wirtschaftsbosse, die dadurch noch bessere sogenannte Rahmenbedingungungen durchsetzen wollen -, sind sämtliche bisher lancierten Weine inklusive Cheval Blanc noch zum Ursprungspreis erhältlich.
Helvetische Grüße
Jean
Lieber Jean,
bitte entschuldigen Sie, ich wollte um Himmels Willen nicht "germanozentrisch" sein. Es ging mir um diesen Punkt (der quasi implizit mitgedacht, aber nicht formuliert wurde):
Schaut man sich die Distribution während der Subskription an, dann hat ein Negociant eine bestimmte Allokation eines Weins. Wenn er an langfristigen Kundenbeziehungen interessiert ist, bietet er seinen letztjährigen Kunden die um das verfügbare Volumen adjustierte Menge in diesem Jahr wieder an. Wenn nun ein Kunde (und das ist in diesem Fall dann ein Händler) seine Allokation nicht haben will, bekommt sie sehr schnell jemand anderes angeboten. Denn die Situation in Bordeaux ist eben aktuell so, dass es überwiegend kein Interesse gibt, die Subskription nicht "durchzuhandeln". So kommt es, dass ein Wein an der Place de Bordeaux zunächst einmal ausverkauft sein kann, ohne dass dies irgendwo in den "Abnahmemärkten" offensichtlich werden würde.
Während aber der Negociant in aller Regel global arbeitet, arbeitet der Händler "nur" national. Wenn es also in einem Land eine etwas schleppende Nachfrage gibt, dann bleibt diese Menge gleichwohl in diesem Markt - und weil das Geschäft zwischen dem Händler und dem "finalen Kunden" ganz anders zeitlich getaktet ist. Es ist also zu diesem Zeitpunkt in einer Subskription, zu dem es zum Cheval Blanc bisher keinen vergleichbaren "Release" gegeben hat, wohl völlig normal, wenn der Wein im allgemeinen noch nicht ausverkauft ist. Denn das Budget eines "finalen Kunden" reicht eben ggf. nur für entweder eine Kiste Cheval Blanc oder Lafite (nur als Beispiel, die Weine werden ja relativ ähnlich teuer sein). Also stehen potentielle Entscheidungen zu Cheval Blanc so lange aus, wie die anderen Weine aus dessen "Peer-Preisgruppe" noch nicht mit den Preisen "raus" sind.
Ich hoffe, ich habe mich damit etwas weniger "provokativ" oder auch unglücklich ausgedrückt.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 15:53
von Gerald
Zur Info: ich habe einen Beitrag gerade gelöscht - das Forum ist nicht der richtige Ort für parteipolitische Diskussionen, bitte um Verständnis!
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Mo 18. Mai 2026, 15:59
von diogenes
Gerald hat geschrieben: ↑Mo 18. Mai 2026, 15:53
Zur Info: ich habe einen Beitrag gerade gelöscht - das Forum ist nicht der richtige Ort für parteipolitische Diskussionen, bitte um Verständnis!
QED!
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Di 19. Mai 2026, 09:42
von Matthias Hilse
Hier könnte es sich um den Wein des Jahren in Bordeaux handeln, wenn man in diese Betrachtung die Relation aus Preis und Qualität einbezieht:
Château Gruaud Larose ist zum gleichen Preis draußen wie im letzten Jahr - und das ich nun wirklich eine Nachricht, die diejenigen, die sich irgendwie für die Subskription interessieren, "ansprechen" sollte.
Man muss nicht die großen Jahrgänge aus den 80ern kennen - wenn man es aber tut, dann hat man einen Hinweis auf die phantastische Qualität dieses Weins. Ich selbst bewerte den Wein übrigens mit 98-99 Punkten.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Di 19. Mai 2026, 09:47
von TroisLacs
Gruaud Larose für CHF 53.50 bei Millesima ...
Nach eigenen Erfahrungen mit 2001 und 2002 und Ollies Lobeshymnen ist der eigentlich schon gekauft

Re: Bordeaux 2025
Verfasst: Di 19. Mai 2026, 09:50
von pessac-léognan
Gruaud-Larose 2025 zu 53.50 CHF im Verkauf. In D wohl gegen 60€?