TroisLacs hat geschrieben: ↑Di 19. Mai 2026, 10:05
PS an alle: ob man nun subskribiert oder nicht, aber spannend und interessant ist diese ganze Zeit schon
Und auch für professionell damit Befasste gilt das.
So ist der Vergleich heute Morgen zwischen Clerc-Milon und Gruaud Larose überaus erhellend; ersterer ist ein 5.Gewächs, aber ein einem Premier Cru "assoziiertes Weingut", wie ich das nenne, letzterer ein 2.Gewächs in der Pauillac im "standing" nicht viel nachstehenden Appellation Saint-Julien.
In 2022 kostete Gruaud Larose (GL) € 69,40 ex release und Clerc Milon (CM) 64,80. Heuer liegt GL bei € 43,20 gleichauf mit 2024 und CM bei € 50,40 höher als letztes Jahr mit € 45,60.
Genau in solchen Konstellationen prägt sich eine Spannung heraus, die ja ihren Nährboden aus den ganz unterschiedlichen Perspektiven und Vorlieben und differenziert gewichteten Beobachtungen erfährt.
Wenn man Clerc Milon mag, ist das "Aufgeld" für die Zugehörigkeit zu einem 1er Cru mittlerweise beachtlich. Die Qualität des Weins gibt dies - "nüchtern" und für sich betrachtet, wohl nicht her.
Gruaud Larose spielt in diesem Jahr in der "Ducru-Liga", für wahrscheinlich weniger als den halben Preis. Und wenn dann morgen Leo B an den Markt kommt, wird man es noch besser einordnen können.
Ich hoffe, ich langweile nicht mit diesen Betrachtungen.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse