Bordeaux 2025

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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EThC
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von EThC »

small talk hat geschrieben: Do 16. Apr 2026, 07:40 Braucht es das ganze Bimbamborium für eine Preisgestaltung um massgeblich zu sein?
...im Bordelais anscheinend schon! Jedenfalls kenne ich keine Weinbauregion, die hinsichtlich der Preisgestaltung so viel Diskussionsbedarf hat und diese auch befriedigt. Diese Flut an Vergleichen, wieviel Prozent ein Wein nun billiger oder teurer ist mit umfangreichen Tabellen, Linien- und Kuchendiagrammen, dieses Fiebern hinsichtlich der Emissionspreise jedes Jahr, das ist anscheinend ein Muß bei BDX, oder? Scheint ohne nicht denkbar zu sein...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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Dominik Mueller
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Dominik Mueller »

Gut, das ist, was die Branche etabliert hat. Als mündiger Trinker kann man sich schon ein Stück weit von diesen Spekulationen und Vergleichen lösen und einfach genießen, was gefällt (so weit, wie es das persönliche Budget erlaubt ;)).

Es braucht andererseits natürlich auch nicht verwundern, dass diese Diskussionen in einem "nerdigen" Weinforum zum Entertainment beitragen und somit per se eine gewisse Daseinsberechtigung haben.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
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Winedom
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Winedom »

Jane Anson mit ersten Eindrücken zum Jahrgang 2025 Bordeaux Primeur.

Auf Englisch. Free to Read. Den ersten Absatz stelle ich mal übersetzt rein:
Ein Jahr, das in mancher Hinsicht stark an 2022 erinnert … und in anderer Hinsicht überhaupt nicht.
Man hört derzeit viel darüber, dass dies nach der Dürre im Sommer und den außergewöhnlich frühen Erntezeitpunkten ein weiteres 2022 sein könnte. Falls das stimmt, kann das bitte jemand den Weinen mitteilen?
Nach fast zwei Wochen Verkostung finde ich nur sehr wenige Weine, die tatsächlich die Opulenz und extreme Reife von 2022 aufweisen. Dies ist eine völlig andere Struktur, und wenn wir die letzten fünf Jahre betrachten, sind die beiden Jahrgänge, denen es am ähnlichsten zu sein scheint, 2020 und 2023. Es wird Sie freuen zu hören, dass er weitaus besser ist als 2021 oder 2024, sich aber in Form und Charakter stark von 2022 unterscheidet. Es gibt einige ausgezeichnete Weine, aber sicher ist, dass die Geschichte dieses Jahrgangs nicht dort endete, wo man es noch vier Wochen vor dem Abschlusstermin erwartet hatte.

Schauen wir uns also an, warum…

https://janeanson.com/ten-things-to-kno ... 929945cf2f
Viele Grüße
Rainer


"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
TroisLacs
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von TroisLacs »

small talk hat geschrieben: Do 16. Apr 2026, 07:40
TroisLacs hat geschrieben: Mi 15. Apr 2026, 14:46 das ist wohl kaum ein Wein, der als Gradmesser für die Preisgestaltung 2025 massgeblich ist
Warum ist das so?
Der Preis ist auf jeden Fall näher an der Produktionskostenrealität!
Der Preis ist nicht ‚gehyped‘ durch phantasievollstes Marketingblabla.
Es sieht auch nicht nach der nächsten Sau aus, die durchs Dorf getrieben wird.
Ich wollte nichts gegen den Wein sagen, aber gerade weil er ja nicht gehyped oder auf eine Sau gebunden wird, kann ich diese Preisgestaltung wohl nicht einfach so pauschalisieren.
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
Trotzki
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Re: Bordeaux 2025

Beitrag von Trotzki »

Zu den Preisen: Also ganz sicher hat man in dieser Preiskategorie wenig Spielraum bei der Preisgestaltung, da man nicht "Status" verkauft, sondern ein Produkt, das mit Kosten verbunden ist. Und wie wir alle wissen, sind die Kosten für Energie, Glas(!) und anderes "Zubehör", das ein oder eine Winzer/in benötigt, von der Arbeit gar nicht zu reden, in den letzten paar Jahren massiv gestiegen. Schon nur deswegen muss man in dieser Kategorie einfach einen Teil der Mehrkosten an die Kunden weitergeben. Ob das Jahr jetzt saugut war oder nicht, spiel da erst mal weniger eine Rolle.
Bei grossen Chateaux bzw. Weinen über 25 EUR ist das schon etwas weniger relevant, zur Not entlässt man einen Teil des Marketing-Teams ;-) Da 2025 jetzt ja eher wie 2020/2023 kommen soll, was mir persönlich besser gefällt als vieles von 2022, ist sicher mehrheitsfähiger als die eher kühlen, aber trinkfreudigen 2021er oder 2024er.
Fazit: Subskription setzte ich wohl wieder aus ... es gibt zu viele tolle Bordeaux der letzten Jahre, die jetzt laufend mit Abschlag (z.B. Top CC oder Pierre Wyss: aktuell DdC 2019 für unter 60 CHF) verscherbelt werden - zumindest in der Schweiz.
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