Gaston hat geschrieben: ↑Mi 28. Jan 2026, 18:49
Hallo Bernd,
bitte berichten! Nora hat ja die Erwartungen ziemlich hochgeschraubt
Ich warte mal dein Urteil ab.
Klar berichte ich. Wahrscheinlich ziemlich zeitnah - das Paket von Brüssel befindet sich schon auf dem Weg zu mir und soll mich laut Ankündigung in den nächsten drei Tagen erreichen.
Zurück zu Martin Schwarz. Am Wochenende hatte ich folgenden Wein im Glas:
2021 Riesling Roter Granit
12% vol., ohne Lagenangabe auf dem Etikett. Laut e-shop stammt der 25er dieses Weines aus den Lagen Friedstein und Kapitelberg (beide als VDP.Große Lage klassifiziert), ob das auch für den 21er gilt, weiss ich nicht.
Eher helles Gelb. Sehr schöne, sofort präsente Nase mit Birne und Aprikose, viel weisse Blüten und mineralische Anklänge. Am Gaumen erstaunlich fruchtbetont, auch etwas gelber Apfel, im Unterbau mineralische Würze, überraschenderweise eher weiche (aber ausreichende) Säure, saftige, zugängliche und trinkanimierende Art, im mittleren Nachhall eine dezente salzig-mineralische Spur. (88/89 P.)
Ich habe angesichts des Jahrgangs einen deutlich säurebetonteren Ausdruck erwartet, das hier ist wirklich sehr zugänglich und bei aller Saftigkeit für einen Riesling eher weich zu nennen, ohne jedoch ins ZU Gefällige zu kippen - auf gewissen Weise ist der Wein aber durchaus "gefällig". Ob das die Reife ist, oder der Wein von vornherein so war, weiss ich nicht. Ich habe das mit einigem Genuss getrunken, hätte mir bei dem Preis (seinerzeit 18 €) vieleicht etwas mehr Komplexität und Tiefe gewünscht. Insgesamt ein recht feiner Riesling, den auch Säureverächter mögen würden. Der Preis ist für meinen Geschmack ein paar Euro zu hoch, aber naja, Sachsen eben....