Clos Louie 2023:
Fast schwarz mit Violettstich. Aufhellungen am Rand. Blutorange, Kirschen, ein Hauch Karamell, florale Noten und schon mit wenig Luftzufuhr feiner heller Tabak, im Hintergrund etwas pfeffrig/scharfes. Einladende, superschöne Nase!
Mittlerer Körper, leckere Kirschfrucht, auch hier etwas Orange, vielleicht noch Heidelbeeren, frische Säure, Trinkfluss, dezent adstringierend, so mittellanger Abgang.
Am Gaumen doch recht einfach gestrickt: die 100 LOB-P. sehe ich nicht mal durchs Fernglas, da ist m. E. der kürzlich getrunkene Pavie Macquin (für mich aktuell 93-94+ P.) eine ganz andere Hausnummer. Aber wie immer Geschmackssache! Trotzdem schenke ich mir hiervon gerne nach und habe Spaß - normalerweise reicht mir von den üppingen CL-Jahrgängen ein Glas vollkommen.
Viele Grüße,
Jochen
Bordeaux 2023
- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2023
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Re: Bordeaux 2023
Hallo Jochen,
danke für deine Notiz zu meinem Lieblingswein aus Bordeaux.
Wo hast du den denn schon herbekommen und wieviel sagt die Alkoholangabe auf dem Edikett?
Gruß Heiko
danke für deine Notiz zu meinem Lieblingswein aus Bordeaux.
Wo hast du den denn schon herbekommen und wieviel sagt die Alkoholangabe auf dem Edikett?
Gruß Heiko
- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2023
Hallo Heiko,
gerne! Gekauft bei LOB. 14 %-Vol.
Viele Grüße,
Jochen
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Viele Grüße,
Jochen
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- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2023
Heiko,
er hat schon erste 2023er vorrätig, und da habe ich mir eine Testflasche besorgt.
Mit "zeitig liefert" meinst du vermutlich die Auslieferung der Subskription? Die habe ich natürlich noch nicht bekommen, da gehe ich mal von frühestens Mitte September aus.
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Re: Bordeaux 2023
Ach so jetzt bestellt, ich dachte tatsächlich an die Subcription, dann ist klar.
Jochen, hast du die Comtesse 2023 zufällig auch zum testen vorrätig? Ich überlege ob ich da noch was zum Subpreis bestelle, der gilt noch bis Ende April.
Gruß Heiko
Jochen, hast du die Comtesse 2023 zufällig auch zum testen vorrätig? Ich überlege ob ich da noch was zum Subpreis bestelle, der gilt noch bis Ende April.
Gruß Heiko
- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2023
Sorry nein, da kann ich nicht weiterhelfen. VG
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Re: Bordeaux 2023
Ok, danke.
Wobei es ja schon einige Bewertungen zur Comtesse 2023 zu finden gibt, und das schöne sind ja auch die nur 13% Alkohol, darauf achte ich inzwischen immer mehr, man wird auch nicht jünger.
Gruß Heiko
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pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2023
Château Petit-Gravet Aîné Saint-Emilion GC 2023
(14% ABV / 90% CF, 10% M) AB
Der tiefdunkle, fast schwarze Wein bleibt zunächst für die Nase und am Gaumen ziemlich zugeknöpft, der (sehr hohe) CF-Anteil und der kleine Anteil an Merlot sind merkwürdig unverbunden, Merlot stemmt sich mit einem "Stinker" gegen die Übermacht von CF.
Mit einiger Luftzufuhr legt sich dieses Problem, ohne dass der Wein nasal besonders viel zu bieten hätte.
Am Gaumen jedoch zeigen sich hinter den noch ziemlich ungehobelten Tanninen immer mehr spannende Noten von angebratener Kalbsleber in Kombination mit gekochten, nur ganz leicht süßen Randen und Blutorange. Dann auch laktische Noten auf nicht ganz reifer Heidelbeere. Im mittellangen Abgang dann doch auch ein Hauch von Zeder.
Mit steigender Temperatur zeigt auch die für die Haltbarkeit notwendige Säure einige Zähnchen.
Fazit: ein zu Beginn etwas sperriger Wein, weniger "frisch" als Jean Faure vor 2 Wochen, kein Powerwein wie der PGA 2010, etwas wild, aber mit einigem Versprechen für die Zukunft. Nachkauf trotzdem eher nicht. Die verbleibende Flasche muss genügen... (90-91)
(14% ABV / 90% CF, 10% M) AB
Der tiefdunkle, fast schwarze Wein bleibt zunächst für die Nase und am Gaumen ziemlich zugeknöpft, der (sehr hohe) CF-Anteil und der kleine Anteil an Merlot sind merkwürdig unverbunden, Merlot stemmt sich mit einem "Stinker" gegen die Übermacht von CF.
Mit einiger Luftzufuhr legt sich dieses Problem, ohne dass der Wein nasal besonders viel zu bieten hätte.
Am Gaumen jedoch zeigen sich hinter den noch ziemlich ungehobelten Tanninen immer mehr spannende Noten von angebratener Kalbsleber in Kombination mit gekochten, nur ganz leicht süßen Randen und Blutorange. Dann auch laktische Noten auf nicht ganz reifer Heidelbeere. Im mittellangen Abgang dann doch auch ein Hauch von Zeder.
Mit steigender Temperatur zeigt auch die für die Haltbarkeit notwendige Säure einige Zähnchen.
Fazit: ein zu Beginn etwas sperriger Wein, weniger "frisch" als Jean Faure vor 2 Wochen, kein Powerwein wie der PGA 2010, etwas wild, aber mit einigem Versprechen für die Zukunft. Nachkauf trotzdem eher nicht. Die verbleibende Flasche muss genügen... (90-91)
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pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2023
Am 2. Tag zeigt sich der Wein von einer deutlich feineren und zugänglicheren Seite, mit schönen Aromen von leicht angetrockneten Schwarzkirschen und ebensolchen Cassisbeeren, Blutorange nur noch ganz hintergründig, dafür gegen den Abgang hin - besser in den palatalen Prozess integriert - mit einer hochfeinen Kombination von Wacholder- und Zedernholz. Das sind für mich nun durchaus 92(-93).pessac-léognan hat geschrieben: ↑So 12. Apr 2026, 20:37 Château Petit-Gravet Aîné Saint-Emilion GC 2023
(14% ABV / 90% CF, 10% M) AB
Der tiefdunkle, fast schwarze Wein bleibt zunächst für die Nase und am Gaumen ziemlich zugeknöpft, der (sehr hohe) CF-Anteil und der kleine Anteil an Merlot sind merkwürdig unverbunden, Merlot stemmt sich mit einem "Stinker" gegen die Übermacht von CF.
Mit einiger Luftzufuhr legt sich dieses Problem, ohne dass der Wein nasal besonders viel zu bieten hätte.
Am Gaumen jedoch zeigen sich hinter den noch ziemlich ungehobelten Tanninen immer mehr spannende Noten von angebratener Kalbsleber in Kombination mit gekochten, nur ganz leicht süßen Randen und Blutorange. Dann auch laktische Noten auf nicht ganz reifer Heidelbeere. Im mittellangen Abgang dann doch auch ein Hauch von Zeder.
Mit steigender Temperatur zeigt auch die für die Haltbarkeit notwendige Säure einige Zähnchen.
Fazit: ein zu Beginn etwas sperriger Wein, weniger "frisch" als Jean Faure vor 2 Wochen, kein Powerwein wie der PGA 2010, etwas wild, aber mit einigem Versprechen für die Zukunft. Nachkauf trotzdem eher nicht. Die verbleibende Flasche muss genügen... (90-91)