Hallo Mathias,
worum es mir ging, war der ganz konkrete Vergleich - 150 Euro für den 09er Montrose werden als angemessen empfunden, 180 Euro für den 10er aber nicht?
Die Frage, was nun angemessen ist oder nicht, wird jeder unterschiedlich beantworten (für die meisten Leute ist der Preis für eine Flasche Poujeaux bereits
völlig unangemessen). Auf die beiden Montrose-Preise bezogen, würde ich aber sagen: der Unterschied ist
bezüglich der Angemessenheit mehr oder weniger Jacke wie Hose. Wer 180 für völlig beknackt hält, der müsste auch die 150 letztes Jahr für völlig beknackt gehalten haben.
Bottlebinder hat geschrieben: Ich tue mich einfach schwer damit, eine Flasche Wein, die Hunderte Euro wert sein soll, einfach mal wegzutrinken, denn nur zum Genießen möchte ich sie haben.
Interessanter Punkt, kann ich einerseits nachvollziehen, aber - was machst Du denn mit teuren Altbeständen? - Ich habe noch eine ganze Menge Premiers aus dem Jahrgang 1990 im Keller, die haben damals in der Subs unter 100 DM (!) gekostet. Ist es ok, wenn ich sie genieße, weil ich seinerzeit einen nach meinem Gefühl angemessenen Preis dafür bezahlt habe, oder ist es nicht ok, weil die mittlerweile einen derart hohen Marktwert haben, dass ich das Trinken als unanständig empfinde?
Eine ziemlich schwierige Diskussion, finde ich.
Gruß
Ulli