Sorry, kenne ich nicht. Gestern muss noch Desmirail gekommen sein. 26€ EVP und Chateau St. Paul ist wieder auf dem deutschen Markt erhältlich und nicht mehr nur exklusiv bei Hawesko. Da scheint der Deal mit der teuren Vermarktung des Jahrgangs 2009 nicht wiederholt worden zu sein.
Nachdem gestern eine richtige Welle losgetreten wurde, herrscht bislang jedenfalls Ebbe. Die Chateaus scheinen mir recht verunsichert. Wohin geht die Reise nun?
Grüsse,
Wolf
BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne
Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
„Es war viel mehr.“
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
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Frankie Wilberforce
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Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Hallo Wolf,innauen hat geschrieben:...
Nachdem gestern eine richtige Welle losgetreten wurde, herrscht bislang jedenfalls Ebbe. Die Chateaus scheinen mir recht verunsichert. Wohin geht die Reise nun?
Grüsse,
Wolf
ich glaube die Herren Chateaubesitzer spüren auch, daß sie dieses Jahr nicht mehr so einfach die Flaschen zu jedem Preis verscherbeln können wie letztes Jahr. Jedes Jahr einen Neuen noch besseren Jahrhundertjahrgang ausrufen, das glaubt auch der dümmste Konsument nicht mehr.
Nach meinem Gefühl ringen die Chateaubesitzer mit Ihrer Gier und dem gesättigten klassischen Märkten. Die neuen Märkte in Fernost sind aber in Ihrer Nachfrage und / oder in der Organisation der Verkaufskanäle der Chateaux noch nicht so weit entwickelt, dass es vollständig kompensiert werden kann (Ausnahme: Domaine Lafite Rothschild).
Ich sag Euch, es ist so herrlich dem ganzen einfach nur zu zuschauen und nicht zu subskripieren.
Ich bin noch immer satt von 2009, 2008, 2005, 2004, 2003 etc.
Gruß
Armin
Grüße Armin
Sie fragen mich nach den besten Wein, den ich getrunken habe? Der ist wahrscheinlich im nächsten Glas ...
Sie fragen mich nach den besten Wein, den ich getrunken habe? Der ist wahrscheinlich im nächsten Glas ...
- octopussy
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Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Hallo Armin,Frankie Wilberforce hat geschrieben: Nach meinem Gefühl ringen die Chateaubesitzer mit Ihrer Gier und den gesättigten klassischen Märkten.
dem möchte ich mal freundlich widersprechen
Zur Gier: m.E. ist die Kalkulation der Châteaux wie folgt: wenn ich nicht alles raushole, was geht, holen es die Spekulanten raus. Das kann ich nachvollziehen. Insofern sehe ich die "Schuld" für die volatilen Preise eher bei Spekulanten und Wein-Investierern als bei den Châteaux, Négotiants oder klassischen Händlern.
Zu den "gesättigten klassischen Märkten": Die sind glaube ich nicht generell gesättigt, sondern nur gesättigt bei zu hohen Preisen. Bei Preisen wie 2008 würde die 2010er Subskription m.E. bombig laufen.
Zuletzt geändert von octopussy am Do 26. Mai 2011, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
Beste Grüße, Stephan
Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
zur Info:
Belgrave ist gestern mit einem saftigen Aufschlag von 16,7 % auf 17,5 € rausgekommen. In diesem Jahr kein Thema für mich (meine Bewertung 89-91 P.).
Grüße
Hartmut
Belgrave ist gestern mit einem saftigen Aufschlag von 16,7 % auf 17,5 € rausgekommen. In diesem Jahr kein Thema für mich (meine Bewertung 89-91 P.).
Grüße
Hartmut
- dazino
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Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Ich kann mir schon vorstellen, dass gewisse Chateaus erstaunt sind, dass ihnen die Weine nicht wie 2009 aus den Händen gerissen werden. Ein schönes Beispiel ist der Gazin, der nach wie vor erhältlich ist. Im letzten Jahr war der innert kürzester Zeit weg (zum Ausgabepreis).innauen hat geschrieben: Nachdem gestern eine richtige Welle losgetreten wurde, herrscht bislang jedenfalls Ebbe. Die Chateaus scheinen mir recht verunsichert. Wohin geht die Reise nun?
Obwohl 2010 einer der besten Jahrgänge der Gegenwart sein wird, hat mich schon lange keine Sub so wenig interessiert wie diese (Ausnahme 2007). Es gab einfach zu viele Jahrhundertjahrgänge in letzter Zeit, die Preise sind sehr hoch und die hohen Ausgaben (bei mir
Wobei ich bei einem Chateau wie Belgrave verstehen kann, wenn Sie aufschlagen. Für eine Cru Classe ist er sehr preiswert und die Leistungen in den letzten Jahren zeigen nach oben. Wenn der Wein so gut wird wie der 2000er ist er die rund 17 € sicher wert.
Es wäre aber interessant zu erfahren, ob der deutliche Abschlag bei Sociando durch hohe Bestellungen von den Endkunden honoriert wird.
Gruss
David
Zuletzt geändert von dazino am Do 26. Mai 2011, 11:28, insgesamt 4-mal geändert.
Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Hallo David,
bitte entschuldige meine unpräzisen Angaben
, der angebene Preis von 17,50 € versteht sich ex Negociant (Dourthe). Der Sub.-Preis für Belgrave wird sich damit bei 24-25 € bewegen.
Grüße
Hartmut
bitte entschuldige meine unpräzisen Angaben
Grüße
Hartmut
- dazino
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Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Hoi Hartmut
Alles klar. Da sieht die Sache ein wenig anders aus.
Gruss
David
Alles klar. Da sieht die Sache ein wenig anders aus.
Gruss
David
Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
stand bei mir zwar auf der (Magnum)Wunschliste, ob des Preises switche ich aber zu dem (zwar mit 29€/Eintel teureren) Sociando-Mallet. Ist wohl ne reine "Sympathie"-Entscheidungharti hat geschrieben:[...]Belgrave ist gestern mit einem saftigen Aufschlag von 16,7 % auf 17,5 € rausgekommen. In diesem Jahr kein Thema für mich [...] Der Sub.-Preis für Belgrave wird sich damit bei 24-25 € bewegen.
P.S. Château d'Aiguilhe scheint auch draußen zu sein, EVP so 21€, damit etwas mehr als 2009
P.P.S. bei Unger ist Belgrave übrigens aus der Auflistung verschwunden und wird nicht angeboten. (St. Paul auch)
Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Bin jetzt doch schwach geworden und habe entgegen meinem Vorsatz Sociando gesubst.

Grüße
Martin
Military justice is to justice what military music is to music [Groucho Marx]
Martin
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- Mr. Tinte
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Re: BORDEAUX 2010 - erste Berichte von "Front"
Die Sub 2010 wird bei vielen Käufern wahrscheinlich sehr selektiv sein...Obwohl die Ernte doch klein ausfiel, wird man wohl oder übel jeden fehlenden Kunden vermissen (falls man 2009+ als Benchmark nahm - dies spiegelt sich doch teilweise in der Preiskalkulation
)
Und auch ich glaube nicht an einem kompensierenden Asienmarkt...Man darf wohl nicht vergessen, dass auch die Asiaten (jedenfalls die Händler) die Preise beobachten und ihre Schlüsse ziehen können/werden, obwohl die Nachfrage besteht...
Erst recht wenn die These stimmt, dass die Kundschaft sich mässig mit der Jahrgangsthematik auskennt.
Im Sinne: 2007 und 2008 sind günstiger, wieso dann den 2010er kaufen
Und sooo blauäugig wird Asien nicht sein, dass Sie jeden Jahrgang von Neuem aufsaugt wie ein Schwamm, zu egal welchen Preisen...Nööö, ich glaube die Sub 2010 wird ein Flop für alle Güter, die 2009+ fahren (Ausnahmen (Le Pin, Premiers, und den Rest der PremiumBrandWines) bestätigen die Regel).
Es erstaunt daher nicht, dass obwohl die klassischen Märkte jauchzend ihrem Bedeutungsverlust nachtrauen, sie trotzdem der Leitindex für Qualität sind. Daher für Asien als rosses Kompetenzvorbild. Genauso wie die Weine selbst...Der Asienmarkt beobachtet sehr genau den Markt Euro und USA und umgekehrt. Die Chateau-Besitzer könnten in diesem Jahr noch mit einem blauen Auge davon kommen. Einen 2010er Jahrgang plus wird es wohl, was die Preise angeht, so schnell nicht mehr geben. (Mr. Tinte behält sich hier das Recht vor, alles was er sagte, schnell zu verwerfen, falls der Markt doch keiner sein sollte
).
Und auch ich glaube nicht an einem kompensierenden Asienmarkt...Man darf wohl nicht vergessen, dass auch die Asiaten (jedenfalls die Händler) die Preise beobachten und ihre Schlüsse ziehen können/werden, obwohl die Nachfrage besteht...
Erst recht wenn die These stimmt, dass die Kundschaft sich mässig mit der Jahrgangsthematik auskennt.
Im Sinne: 2007 und 2008 sind günstiger, wieso dann den 2010er kaufen
Und sooo blauäugig wird Asien nicht sein, dass Sie jeden Jahrgang von Neuem aufsaugt wie ein Schwamm, zu egal welchen Preisen...Nööö, ich glaube die Sub 2010 wird ein Flop für alle Güter, die 2009+ fahren (Ausnahmen (Le Pin, Premiers, und den Rest der PremiumBrandWines) bestätigen die Regel).
Es erstaunt daher nicht, dass obwohl die klassischen Märkte jauchzend ihrem Bedeutungsverlust nachtrauen, sie trotzdem der Leitindex für Qualität sind. Daher für Asien als rosses Kompetenzvorbild. Genauso wie die Weine selbst...Der Asienmarkt beobachtet sehr genau den Markt Euro und USA und umgekehrt. Die Chateau-Besitzer könnten in diesem Jahr noch mit einem blauen Auge davon kommen. Einen 2010er Jahrgang plus wird es wohl, was die Preise angeht, so schnell nicht mehr geben. (Mr. Tinte behält sich hier das Recht vor, alles was er sagte, schnell zu verwerfen, falls der Markt doch keiner sein sollte
Liebe Grüsse,
Goce
Goce