Ole hat geschrieben: ↑Mo 27. Apr 2026, 19:21
Neulich hieß es Des sœurs inégales. Da ging es um jeweils zwei nahezu identische Grundweine, die sich lediglich in einem wichtigen Punkt unterscheiden.
1. Jacques Lassaigne
a) 2012 Soprano
Ch, fûts, 8 mois sur lattes, T 5/13, dégor. 02/18, 0g
b) 2012 Alto
Ch, fûts, 20 mois sur lattes, T 5/14, dégor. 02/19, 0g
Beide glänzten golden im Glas und zeigten eine feine Perlage; in die Nase strömten Apfelnoten; Apfeliges war auch am Gaumen zu spüren, gepaart mit eleganter Säure.
a) allerdings gab sich deutlich fruchtiger, opulenter, dagegen war
b) zurückhaltender, klarer, geradliniger mit einem charmanten Hauch von Sherry.
2. Clément et fils
a) 2019 Les Cornambeaux
Ch, 65 Jahre alte Reben, fûts, spontan vergoren, 43 Monate auf der Hefe; dégor. 19. 12. 2023, bts 222, dizygote ‚capsule‘, 1g
b) 2019 Les Cornambeaux
Ch, 65 Jahre alte Reben, fûts, spontan vergoren, 43 Monate auf der Hefe; dégor. 19. 12. 2023, bts 222, dizygote ‚sous liège‘, 1g
Beide wirkten, obwohl äußerst schwach dosiert, erstaunlich süß, leicht parfümig, wobei
a) eher schlank, elegant daherkam,
b) dagegen voller, runder wirkte.
3. Clandestin
a) Les Semblables ‚Boréal’
Pn 2019; Nordexposition; bio, spontan vergoren; dégor. 2. 10. 2021, 0g
b) Les Semblables ‚Austral’
Pn 2019; Südexposition; bio, spontan vergoren;dégor. 2. 10. 2021, 0g
Die beiden warteten mit recht zarter Perlage auf und einer Nase nach Tannennadeln;
a) war schlank, eher zart und gerade,
b) erschien wenig, runder, voller, intensiver.
Nach der Papierform erwartete man bei den Paarungen lediglich minimale Unterschiede, im Glas waren die allerdings erstaunlich markant.
Ole