Champagner

Nora
Beiträge: 1132
Registriert: So 28. Mär 2021, 11:20
Wohnort: Kühlungsborn
Kontaktdaten:

Re: Champagner

Beitrag von Nora »

Ich habe mal eine Anfrage an den Händler gesendet.

VG Nora
Benutzeravatar
Dominik Mueller
Beiträge: 259
Registriert: Sa 8. Jul 2023, 17:48
Wohnort: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Champagner

Beitrag von Dominik Mueller »

Nora, du müsstest auf deiner Flasche das Datum finden. Ist nicht auf dem Etikett, sondern ins Glas der Flasche gelasert.
Nora
Beiträge: 1132
Registriert: So 28. Mär 2021, 11:20
Wohnort: Kühlungsborn
Kontaktdaten:

Re: Champagner

Beitrag von Nora »

Innerhalb von einer halben Stunde rief mich der Händler zurück, das nenne ich mal Service! Gemeinsam haben wir das Rätsel gelöst.

Ja, Dominik, mit Hilfe der Kundenbetreuung habe ich tatsächlich Datum und Lot-Nummer gefunden, links über dem Etikett. Augenprobleme darf man da aber nicht haben, um das entziffern zu können.

Deg.Datum 21.04.24
ca. 36 Monate auf der Hefe und ca. 5 -5,5 g/l Dosage
Grundwein ca. 30 % aus 2020, der Rest sind Reserveweine

Interessant war noch, dass es den Wein in Zukunft so nicht mehr geben wird. Der Rosé wird anders heißen und auch nicht mehr in Amphoren, sondern nur noch im Holz ausgebaut werden. Das wird dem Wein dann vielleicht seine Besonderheit nehmen.

VG Nora
Benutzeravatar
EThC
Beiträge: 10532
Registriert: Fr 27. Feb 2015, 16:17
Wohnort: ...mal hier, mal dort...
Kontaktdaten:

Re: Champagner

Beitrag von EThC »

Nora hat geschrieben: Mo 9. Mär 2026, 09:19 Interessant war noch, dass es den Wein in Zukunft so nicht mehr geben wird. Der Rosé wird anders heißen und auch nicht mehr in Amphoren, sondern nur noch im Holz ausgebaut werden. Das wird dem Wein dann vielleicht seine Besonderheit nehmen.
...hmm, schade eigentlich... :(
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
Ole
Beiträge: 193
Registriert: Mi 15. Dez 2010, 13:56

Re: Champagner

Beitrag von Ole »

Unsere Meunier-Erforschung geht weiter:
Christophe Mignon: ADN de Meunier 2018 Helles Messing im Glas, feine, nachhaltige, sehr lebendige Perlage, (von der noch eine ordentliche Portion einen Tag später da war); in der Nase Apfel, der durchgängig bleibt, allerdings changierend, jedenfalls immer klar, gradlinig, elegant, da ist nix Bonboniges, nix Kitschiges; der ist ohne Malo, ohne Dosage und in Edelstahl ausgebaut; sehr schöner Champagner
Emeline de Sloovere: No 4 Les Cochonnes 2019 Farblich dem Vorgänger ähnelnd; schöne Perlenschnüre, vielleicht nicht ganz so fein wie beim Vorgänger; schwer definierbare Nase, vielleicht zarter Apfel; am Gaumen präsente Frische, leeicht apfelig, auch Pflaume; nicht so klar, nicht so elegant wie der Vorgänger, das Aromenspiel fehlt; der wirkt rauer, spröder, härter; Carsten meint, dem hätte etwas Dosage vielleicht gutgetan, der hat ebenfalls keine, ist in alten Fässern ausgebaut und – rar, von dem gibt's nur 643 Flaschen
Augustin: Coeur Saphyr 2021 Gold im Glas; eher zurückhaltende Perlage; schwierige Nase, evtl. Akzente von überreifem Apfel, hat etwas Dumpfes, deutliche Oxidativnoten; sehr eigenwilliger Champagner, der nichts Mainstreamiges hat; an den muss man sich gewöhnen, den muss man erlernen; der kommt aus der Amphore, ist spontavergoren und – wie alle in der Runde – ohne Dosage
Liébart-Régnier: Sur le Grand Marais Recht hell, sehr zurückhaltende Perlage; dezente Nase mit etwas Honig, zarter Apfel, einem Hauch von Rauch; am Gaumen dann schöne Frische sowie Aprikose, Mandarine, harmonisch, angenehme Fruchtsüße, unaufdringlich; der machte Spaß und – war nach 24 Stunden vielleicht noch etwas atrraktiver, ein feiner Maracuyahauch mischte sich ein . . .
Ole
Zaccetti
Beiträge: 247
Registriert: Do 20. Mai 2021, 10:39

Re: Champagner

Beitrag von Zaccetti »

Liebe Forumsgemeinde,

Es hat sich unverhoft ein Krug 2008 in meinen Keller geschlichen und ich bin bisschen überfordert. Es ist die mit Abstand teuerste Flasche (meine Bordeaux können da nicht mithalten) und ich bin ratlos ob der schon Trinkbar ist, wenn ja, zu was geniesst man so einen?
Macht es Sinn diesen in einer Bordeauxfreunde Gruppe als Einstieg in einen Verkostungsabend zu starten oder soll er als solist den Abend begleiten?

Vieleicht könnt ihr mir ja zwei drei Tipps geben, danke euch,

LG
Benutzeravatar
harti
Beiträge: 2613
Registriert: Mo 9. Aug 2010, 15:49
Wohnort: Deutschland

Re: Champagner

Beitrag von harti »

Hallo Zaccetti,

dank der Sammelleidenschaft eines sehr generösen Weinfreundes (einigen hier im Forum bekannt) hatte ich das Glück, ein paar große 2008er Champagner ins Glas bekommen zu haben. Die beiden Krugs (2008, 164er Grande Réserve) gehörten dabei zu meinen liebsten Vertretern. Ich würde eine solche Kostbarkeit nur als Solist mit meinen allerbesten Weinfreunden teilen 8-) . Ich hoffe, dass dies Deine Frage beantwortet ;) .

Grüße

Hartmut
Ole
Beiträge: 193
Registriert: Mi 15. Dez 2010, 13:56

Re: Champagner

Beitrag von Ole »

Viel zu schade als Vorgruppe zum Bordeaux-Reigen! Der muss unbedingt als Solist auf die Bühne, der braucht die Hauptrolle! Der braucht die volle Aufmerksamkeit! – mit noch ein, maximal zwei Leuten dazu und viel Zeit und nur einer unkomplizierten Begleitung, etwa Comté . . . Der Schnutentunker schreibt dazu, allerdings zum 2008er aus der Magnum: "Sehr röstige Nase, am Gaumen frisch, sogar leicht dropsig, zitrisch, schönes Süße-Säure-Spiel. Die Textur ist leicht ölig, die Säure sehr nachhaltig. Das wird eine fantastische Entwicklung nehmen, so viel habe ich jetzt gelernt. Aktuell ist das eher ein bisschen aufdringlich, auf allerhöchstem Niveau. Perlen vor die Säure, davon jetzt eine Magnum aufzumachen." Also, die Normalflasche müßte jetzt passen . . . Ole
Kle
Beiträge: 1164
Registriert: Fr 10. Dez 2010, 17:18
Wohnort: Hamburg

Re: Champagner

Beitrag von Kle »

Ole hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 15:05 Unsere Meunier-Erforschung geht weiter:
Christophe Mignon: ADN de Meunier 2018 Helles Messing im Glas, feine, nachhaltige, sehr lebendige Perlage, (von der noch eine ordentliche Portion einen Tag später da war); in der Nase Apfel, der durchgängig bleibt, allerdings changierend, jedenfalls immer klar, gradlinig, elegant, da ist nix Bonboniges, nix Kitschiges; der ist ohne Malo, ohne Dosage und in Edelstahl ausgebaut; sehr schöner Champagner
Emeline de Sloovere: No 4 Les Cochonnes 2019 Farblich dem Vorgänger ähnelnd; schöne Perlenschnüre, vielleicht nicht ganz so fein wie beim Vorgänger; schwer definierbare Nase, vielleicht zarter Apfel; am Gaumen präsente Frische, leeicht apfelig, auch Pflaume; nicht so klar, nicht so elegant wie der Vorgänger, das Aromenspiel fehlt; der wirkt rauer, spröder, härter; Carsten meint, dem hätte etwas Dosage vielleicht gutgetan, der hat ebenfalls keine, ist in alten Fässern ausgebaut und – rar, von dem gibt's nur 643 Flaschen
Augustin: Coeur Saphyr 2021 Gold im Glas; eher zurückhaltende Perlage; schwierige Nase, evtl. Akzente von überreifem Apfel, hat etwas Dumpfes, deutliche Oxidativnoten; sehr eigenwilliger Champagner, der nichts Mainstreamiges hat; an den muss man sich gewöhnen, den muss man erlernen; der kommt aus der Amphore, ist spontavergoren und – wie alle in der Runde – ohne Dosage
Liébart-Régnier: Sur le Grand Marais Recht hell, sehr zurückhaltende Perlage; dezente Nase mit etwas Honig, zarter Apfel, einem Hauch von Rauch; am Gaumen dann schöne Frische sowie Aprikose, Mandarine, harmonisch, angenehme Fruchtsüße, unaufdringlich; der machte Spaß und – war nach 24 Stunden vielleicht noch etwas atrraktiver, ein feiner Maracuyahauch mischte sich ein . . .
Ole
Hallo Ole,

als ich Deine Notizen las, dachte ich spontan, die beiden mittleren Champagnern seien ja recht gnädig umschrieben. Dann holte ich meine Stichworte hervor und lese über Emeline de Sloovere: „Sehr edle, feine Apfelfnote… elegant… sehr straight.“ Später auch „diffuser als 1“, „unfertig“, „säurebetont“, „karg". Über Augustin steht bei mir u.a. „Wahnsinnige Nase“, dann aber auch „muffig?“. Hingekritzelte Momentaufnahmen, die darüber hinwegtäuschen könnten, wie sehr ich letztlich Mignon und Liébart-Régnier favorisierte. Du hast die Klarheit von Mignon schon genannt… In dem Champagner war nichts Waberndes oder Wolkiges… Die Aromatik war scharf umrissen, ohne dabei reduziert zu wirken. Grandios fand ich gleich beim ersten Schluck, wie Säure heranstürmte und sich, wenn man sich bereits auf einen beißenden Eindruck gefasst machte, harmonisch an einer milden Note brach.
Liébart-Régnier wie du beschreibst und für mich auch mit einer geheimnisvollen Note, einem sehr individuellen und interessanten Mittelpunkt.
Für mich zeigte sich erneut: Meunier-Champagner fallen weniger durch Ekstatik und Komplexität auf als, bei ihren besonders gelungenen Vertretern, durch faszinierenden Eigenwillen.

Gruß, Kle
Benutzeravatar
EThC
Beiträge: 10532
Registriert: Fr 27. Feb 2015, 16:17
Wohnort: ...mal hier, mal dort...
Kontaktdaten:

Re: Champagner

Beitrag von EThC »

Kle hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 20:36 Für mich zeigte sich erneut: Meunier-Champagner fallen weniger durch Ekstatik und Komplexität auf als, bei ihren besonders gelungenen Vertretern, durch faszinierenden Eigenwillen.
...wohl das, was ich bei den PMingern gerne als rabaukig bezeichne... :D
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
Antworten

Zurück zu „Champagne“