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Re: “Die Inflation der Kritiker”…

Verfasst: Mo 25. Jul 2011, 18:10
von susa
@octopussy

das Problem ist, so was wollen zu wenige lesen. Da kann man mal irgendwo hinten in so einer hauptsächlich auf Lifestyle aufgemachten Zeitschrift hin und wieder mal einen Artikel anbringen, aber das ist es auch schon.

Professioneller Journalismus muss ja auch rentabel sein, eine Zeitschrift "nur für seinen Herrgott" zu unterhalten, geht ganz schön ins Geld.

lieben Gruß
susa

Re: “Die Inflation der Kritiker”…

Verfasst: Mo 25. Jul 2011, 18:57
von octopussy
susa hat geschrieben: das Problem ist, so was wollen zu wenige lesen.
Woher weißt du das?

Wenn man den Medienberichten glauben darf, verkaufen sich Vinum & Co. nicht gerade wie warme Semmeln (siehe z.B. hier). Eine ganze Menge Weinzeitschriften haben schon dicht machen müssen. Wie sich der Falstaff Deutschland verkauft, weiß ich nicht.

Der nicht gerade riesengroße Erfolg kann an einem fehlenden Gesamtmarkt liegen, aber auch an den falschen Themen. Bei Captain Cork waren anscheinend Themen wie der A...jahrgang 2010, Gummi Arabicum oder der Sauvignon Blanc Veltliner die am meisten gelesenen Themen. Auch wenn man sich über den Stil dieser Beiträge streiten kann, waren es alles Artikel, die übergreifende Themen aufgegriffen haben. Die hohen Zugriffszahlen sind natürlich teilweise auf die Kommentarfunktion zurückzuführen, die es bei Print nicht gibt.

Ich will ja auch nicht sagen, dass es nur noch oder überwiegend allgemeine Themen geben sollte. Aber dass diese so gut wie gar nicht vorhanden sind, ist aus meiner Sicht auch zu wenig.