Re: Schäfer-Fröhlich
Verfasst: Sa 4. Jan 2025, 19:54
Wieder mal ein Sicherheitshinweis, und zwar zur:
2023 Felseneck Riesling Spätlese Goldkapsel, 7.5 Vol%:
Nachdem Bernd die 2020er-Version über den grünen Klee gelobt und mir die 2022er-Variante eine sehr kalte Dusche verpasst hatte, nun die 2023er. Kurz: "Whoa!" (Galloni). Zwar ist der Schäfer-Fröhlich-Furz, der deutlich anders riecht als der Furz derer von und zu Prüm und sehr eigenständig ist, deshalb denke ich, daß der Schäfer-Fröhlich-Furz mittlerweile ganz oben auf dem Furz-Olymp angekommen ist und seinen rechtmäßigen Platz im Furz-Pantheon einnehmen sollte - das ist so ein bißchen wie der Unterschied zwischen Laphroaig und Lagavulin, deren Rauch auch erkennbar und prägend unterschiedlich riecht und schmeckt -, also, wo war ich... ah, ja, richtig: zwar anfänglich mit einem sehr starken Spontanfurz, der auch sehr würzig-expressiv und ausdauernd auf halber Höhe in der Luft hängenbleibt, als ob er auf Applaus wartete, aber vielleicht muss ich wirklich mal davon wegkommen, mich auf die Fürze der Anderen zu kaprizieren, sonst gewinne ich am Ende auch noch einen Oscar, und dann muss ich der Deutschen Weinakademie danken und meiner Mutter und allen, die immer an mich geglaubt haben, aber es ist halt ein Sicherheitshinweis, also muss ich schon irgendwie darauf hinweisen, daß da was ist, findet ihr nicht? Dahinter jedenfalls eine ganz sublime Spätlese, sehr aromatisch und blumig-fruchtig, wilde (oder Pfingst?)Rose, Orangenblüte und Orangenöl, Walderdbeere(!), Grapefruitschale, blutjunge, sehr aromatische Rieslingfrucht, dazu auch reife, knackige, mit Morgentau benetzte Muskattrauben, die im Mund zerplatzen. Die Süße noch etwas hoch, mit vielleicht einem Hauch Botrytis, die sich durch einen gaaaanz feinen Honigschmelz bemerkbar macht, aber die superbe Säure kümmert sich: alles sehr beiläufig und federleicht und doch sehr(!) konzentiert, nicht ganz so dahingehaucht und auch nicht so komplex wie die Auslese von Haag neulich und auch etwas weniger kristallklar definiert, aber doch mit sehr viel Spitze, fein, fein, fein. Und unter der Oberfläche bewegen sich dräuend dunkle Schatten, wie von einer braun-röstigen Mineralität: Das, so raunt der Wein mit Verschwörermiene, das ist der Berg!
Aaaaalso. Das ist schon ziemlich gut. Sehr ziemlich sogar. Deutlich besser als die 2022er-Version, und hier kommen mir Bernds 95 Punkte für den 2020er schon sehr viel plausibler vor. Puuuh!
Aber Vorsicht! Das Kung-Furz dieses Weines ist stark! Und eingedenk, wie lange die GGs davon geprägt sind, wird man sehen müssen, wohin es diese Spätlese, ähm, weht.
Cheers,
Ollie
2023 Felseneck Riesling Spätlese Goldkapsel, 7.5 Vol%:
Nachdem Bernd die 2020er-Version über den grünen Klee gelobt und mir die 2022er-Variante eine sehr kalte Dusche verpasst hatte, nun die 2023er. Kurz: "Whoa!" (Galloni). Zwar ist der Schäfer-Fröhlich-Furz, der deutlich anders riecht als der Furz derer von und zu Prüm und sehr eigenständig ist, deshalb denke ich, daß der Schäfer-Fröhlich-Furz mittlerweile ganz oben auf dem Furz-Olymp angekommen ist und seinen rechtmäßigen Platz im Furz-Pantheon einnehmen sollte - das ist so ein bißchen wie der Unterschied zwischen Laphroaig und Lagavulin, deren Rauch auch erkennbar und prägend unterschiedlich riecht und schmeckt -, also, wo war ich... ah, ja, richtig: zwar anfänglich mit einem sehr starken Spontanfurz, der auch sehr würzig-expressiv und ausdauernd auf halber Höhe in der Luft hängenbleibt, als ob er auf Applaus wartete, aber vielleicht muss ich wirklich mal davon wegkommen, mich auf die Fürze der Anderen zu kaprizieren, sonst gewinne ich am Ende auch noch einen Oscar, und dann muss ich der Deutschen Weinakademie danken und meiner Mutter und allen, die immer an mich geglaubt haben, aber es ist halt ein Sicherheitshinweis, also muss ich schon irgendwie darauf hinweisen, daß da was ist, findet ihr nicht? Dahinter jedenfalls eine ganz sublime Spätlese, sehr aromatisch und blumig-fruchtig, wilde (oder Pfingst?)Rose, Orangenblüte und Orangenöl, Walderdbeere(!), Grapefruitschale, blutjunge, sehr aromatische Rieslingfrucht, dazu auch reife, knackige, mit Morgentau benetzte Muskattrauben, die im Mund zerplatzen. Die Süße noch etwas hoch, mit vielleicht einem Hauch Botrytis, die sich durch einen gaaaanz feinen Honigschmelz bemerkbar macht, aber die superbe Säure kümmert sich: alles sehr beiläufig und federleicht und doch sehr(!) konzentiert, nicht ganz so dahingehaucht und auch nicht so komplex wie die Auslese von Haag neulich und auch etwas weniger kristallklar definiert, aber doch mit sehr viel Spitze, fein, fein, fein. Und unter der Oberfläche bewegen sich dräuend dunkle Schatten, wie von einer braun-röstigen Mineralität: Das, so raunt der Wein mit Verschwörermiene, das ist der Berg!
Aaaaalso. Das ist schon ziemlich gut. Sehr ziemlich sogar. Deutlich besser als die 2022er-Version, und hier kommen mir Bernds 95 Punkte für den 2020er schon sehr viel plausibler vor. Puuuh!
Aber Vorsicht! Das Kung-Furz dieses Weines ist stark! Und eingedenk, wie lange die GGs davon geprägt sind, wird man sehen müssen, wohin es diese Spätlese, ähm, weht.
Cheers,
Ollie


