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Re: Dönnhoff

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 17:35
von amateur des vins
Lars Dragl hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 09:42 Ob das am Korken liegt oder an der Lagerung?
Kann ich Dir nicht sagen, Lars. Aber Säure entsteht ja nicht aus dem Nichts, daher ist es sehr wahrscheinlich, daß es am Verkoster liegt. Normalerweise liege ich nicht sooo weit auseinander, wenn ich einen Wein mehrmals im Glas habe. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht erinnern, ob ich damals vielleicht irgendwas gegessen habe, das gewechselwirkt hat.

Jung ist er vom Aromenprofil durchaus. Ich fand ihn nur so außerordentlich stimmig und komplett (ups, ich wiederhole mich). So mag ich das! Wartest Du gerne auf Tertiärnoten?

Re: Dönnhoff

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 18:44
von Lars Dragl
Hallo Karsten!

Stimmig und komplett mag ich das Aromenprofil auch und zu tertiär braucht es bei mir nicht sein. Ehrlich gesagt mag ich trocken Riesling schon ganz gerne, wen er noch einiges an Frucht hat. Die verbleibenden zwei Flaschen Höllenpfad GG werden bei mir sicher auch keine 10 Jahre alt.

Seit einigen Jahren kaufe ich mit Vorliebe Wein mit Schraubverschluss. Bei solchen hatte ich das noch nicht, dass eine Flasche mal ganz anders geschmeckt hat. Bei mit Kork verschlossenen allerdings schon öfters und die Ausreißer waren auch echt schwer zu erklären. Manchmal war es sogar die beste Flasche einer Kiste. Ich tippe auf die Sauerstofflotterie. Daher glaube ich nicht immer an die Geschichte mit der Tagesform. Diese gibt es natürlich, aber sie hat bei einem erfahrenen Trinker schon auch seine Grenzen.

Herzliche Grüße

Lars

Re: Dönnhoff

Verfasst: Mo 25. Mai 2026, 20:36
von amateur des vins
Lars Dragl hat geschrieben: Mo 25. Mai 2026, 18:44 Seit einigen Jahren kaufe ich mit Vorliebe Wein mit Schraubverschluss. Bei solchen hatte ich das noch nicht, dass eine Flasche mal ganz anders geschmeckt hat. Bei mit Kork verschlossenen allerdings schon öfters und die Ausreißer waren auch echt schwer zu erklären. Manchmal war es sogar die beste Flasche einer Kiste. Ich tippe auf die Sauerstofflotterie. Daher glaube ich nicht immer an die Geschichte mit der Tagesform. Diese gibt es natürlich, aber sie hat bei einem erfahrenen Trinker schon auch seine Grenzen.
Ja stimmt, das gibt es natürlich auch. Aber das macht sich eher nach deutlich mehr als nur 5 Jahren bemerkbar. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Re: Dönnhoff

Verfasst: Di 25. Aug 2026, 10:52
von Nora
Riesling Dellchen Großes Gewächs 2016

Dezente, recht kühle Nase, zunächst Tabak und Rauch, dann zurückhaltende hellgelbe Frucht und feine Kräuter. Am Gaumen wirkt der Wein eher dünn mit für ein GG zu wenig Kraft, Saft und Dichte, aber trotzdem wunderbar balanciert. Auch hier wieder eher zarte helle Frucht mit frisch gepflückten Kräutern und dann sehr steinig-mineralisch mit einer feinen, lebendigen Säure und einem leichten Grip am Ende. Ein schöner Wein, der immer noch außerordentlich frisch daher kommt, dem allerdings die Substanz und Statur eines GG fehlen.

VG Nora

Re: Dönnhoff

Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 19:31
von Jochen R.
Hermannshöhle Riesling GG 2017:
Mind. mittelkräftige Nase mit Tabak, rauchig mit einem frisch abgebrannten Streichholz im Hintergrund, erste herbstliche Anklänge (dezent), dann wird’s fruchtig: v. a. Nectarinen, Pfirsich, Grapefruit. Immer wechselnde Eindrücke. Genial!
Mittelgewichtig, am Gaumen empfängt einen eine Zitrusattacke (v. a. Zitrone, Grapefruit, Orange), straffe/mundwässernde Säure, würzig/herber Gerbstoffgripp, jugendlich, langer zitrusfruchtiger Abgang. Großer Wein ganz am Anfang, 94-95+ P.

Viele Grüße,
Jochen