weiter geht´s im Zuge der 100 P. Verkostung;
der Beausejour Duffau L. 18 kam für mich ziemlich gleich auf mit dem Cos 09 und ebenfalls 96 P.
Der wirkt noch sehr jung, Toasting/ Vanille noch unerwartet vordergründig - schöne Frucht und Fülle dahinter, Alkohol kein Problem. Auch hier, die Höchstwertung sehe ich da nicht ganz und auch eindeutig hinter dem schon mehrfach mit noch höherem Genuss getrunkenen Canon aus selbigem JG. Der wirkt kompletter - ausgewogener und einfach eleganter/ frischer.
Trotzdem ist auch mit diesem Jahrgang der Wechsel in der Weinbereitung bei BDL sichtbar, verglichen mit den Bomben einige Jahre zuvor ist das schon klar feiner.
Mit weiterer Reifung wird der sicher zulegen aber im Moment, auch im Vergleich zu meine beiden Favorits, einfach etwas zurück.
LG
Manfred
Bordeaux 2018
Re: Bordeaux 2018
Gestern im Glas:
Chateau Meyney 2018
Dunkles Rot, Randaufhellung. Im Duft Brombeere, Gewürznelken, flüssige Schokolade. Im Mund dunkle Schokolade, Grapefruit, Marzipan, Heidelbeere, gut eingebundene Tannine. Im ewig langen Nachhall erst Kreide, Schlehe danach dunkle Herzkirsche, dann Pfeffer, Eukalyptus, gebrannte Mandeln, Blutorange, Veilchen, dunkle Schokolade.
Der Wein ist unheimlich vielschichtig. Ich habe mehrere Schlucke gebraucht, um die obigen Aromen zu identifizieren und die sind sicherlich nicht vollständig. Der Wein ist sehr dicht, konzentriert und vollmundig, die 14,5% Alkohol sind erstaunlich gut eingebunden. Das ist schon was für Konzentrationstrinker (ich mag das). Ich finde den Wein aber trotz der Konzentration vielschichtig und spannend.
Der Wein ist zurzeit noch offen, ich habe nicht das Gefühl, dass er sich zurückzieht.
Ob der Wein in 10 Jahren besser ist, kann ich nicht beurteilen. Aber momentan gefällt er mir sehr gut. Wir hatten in den letzten Wochen einige Flaschen davon genossen, weil er uns zurzeit so gut gefällt. Ich werde wahrscheinlich (auch wegen des hohen Alkoholgehalts) die meisten Flaschen jung genießen und kein Risiko eingehen, dass der Wein sich im Alter verschlimmbessert.
Zum Reifen habe ich von Meyney noch ein paar 2016er Flaschen im Keller. Ich glaube der Jahrgang ist besser dafür geeignet.
Chateau Meyney 2018
Dunkles Rot, Randaufhellung. Im Duft Brombeere, Gewürznelken, flüssige Schokolade. Im Mund dunkle Schokolade, Grapefruit, Marzipan, Heidelbeere, gut eingebundene Tannine. Im ewig langen Nachhall erst Kreide, Schlehe danach dunkle Herzkirsche, dann Pfeffer, Eukalyptus, gebrannte Mandeln, Blutorange, Veilchen, dunkle Schokolade.
Der Wein ist unheimlich vielschichtig. Ich habe mehrere Schlucke gebraucht, um die obigen Aromen zu identifizieren und die sind sicherlich nicht vollständig. Der Wein ist sehr dicht, konzentriert und vollmundig, die 14,5% Alkohol sind erstaunlich gut eingebunden. Das ist schon was für Konzentrationstrinker (ich mag das). Ich finde den Wein aber trotz der Konzentration vielschichtig und spannend.
Der Wein ist zurzeit noch offen, ich habe nicht das Gefühl, dass er sich zurückzieht.
Ob der Wein in 10 Jahren besser ist, kann ich nicht beurteilen. Aber momentan gefällt er mir sehr gut. Wir hatten in den letzten Wochen einige Flaschen davon genossen, weil er uns zurzeit so gut gefällt. Ich werde wahrscheinlich (auch wegen des hohen Alkoholgehalts) die meisten Flaschen jung genießen und kein Risiko eingehen, dass der Wein sich im Alter verschlimmbessert.
Zum Reifen habe ich von Meyney noch ein paar 2016er Flaschen im Keller. Ich glaube der Jahrgang ist besser dafür geeignet.
Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut. (Eduard Mörike)
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DerOptiker
- Beiträge: 18
- Registriert: Sa 25. Okt 2025, 08:43
Re: Bordeaux 2018
Domaine de L'A 2018
Rubinrot im Glas, mit violetten, jugendlichen Nuancen.
Die Nase kommt zunächst mit dunklen Kirschen und frischem Fleisch – 70% Merlot & 30% Cabernet Franc. Reif, dunkel, kühl...ein schöner einladender Start. Mit etwas Zeit und Luft wird es vielschichtiger, mit feuchter Erde und zarten Röstaromen.
Im Mund direkt Struktur und gut integrierte Tannine, die am Ende wieder Präsenz zeigen und dem Wein eine schöne Länge mitgeben. Unmissverständliche Noten von Kirsche, schwarzer Frucht und Fleisch, dazu kühle Klarheit und Tiefe. Schönes Volumen und Konzentration, Frische mit jugendlichem Charme. Weniger komplex als zuvor in der Nase, aber in Gänze beeindruckend präsent und attraktiv.
Gefällt mir wirklich gut und rund um 40€ sicher kein schlechter Deal.
Jo
Rubinrot im Glas, mit violetten, jugendlichen Nuancen.
Die Nase kommt zunächst mit dunklen Kirschen und frischem Fleisch – 70% Merlot & 30% Cabernet Franc. Reif, dunkel, kühl...ein schöner einladender Start. Mit etwas Zeit und Luft wird es vielschichtiger, mit feuchter Erde und zarten Röstaromen.
Im Mund direkt Struktur und gut integrierte Tannine, die am Ende wieder Präsenz zeigen und dem Wein eine schöne Länge mitgeben. Unmissverständliche Noten von Kirsche, schwarzer Frucht und Fleisch, dazu kühle Klarheit und Tiefe. Schönes Volumen und Konzentration, Frische mit jugendlichem Charme. Weniger komplex als zuvor in der Nase, aber in Gänze beeindruckend präsent und attraktiv.
Gefällt mir wirklich gut und rund um 40€ sicher kein schlechter Deal.
Jo
- Dominik Mueller
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Re: Bordeaux 2018
2018 Château Rieussec "R"
Blass goldgelb. In der Nase ein intensives tropisches Bouquet von Passionsfrucht und Mango, untermalt von Pfirsich, Stachelbeere und grünem Apfel sowie einem dezenten kräuterigen Unterton. Die Sekundäraromen halten sich zurück, zeigen feine buttrige Noten, gut eingebundenes Holz und reduktive Akzente. Subtil: Nuancen von Ingwer und getrocknetem Heu geben erste Hinweise auf die tertiäre Entwicklung. Am Gaumen trocken mit mittleren Körper, hoher, bestens integrierter Säure; das Fruchtprofil setzt sich mit Honigmelone und Zitrusfrüchten fort und mündet in einen frischen, anhaltenden Nachhall mit markantem Säurekick. Der Wein entwickelte sich durch Belüftung deutlich. Es empfiehlt sich, ihn nicht zu kühl zu servieren.
Blass goldgelb. In der Nase ein intensives tropisches Bouquet von Passionsfrucht und Mango, untermalt von Pfirsich, Stachelbeere und grünem Apfel sowie einem dezenten kräuterigen Unterton. Die Sekundäraromen halten sich zurück, zeigen feine buttrige Noten, gut eingebundenes Holz und reduktive Akzente. Subtil: Nuancen von Ingwer und getrocknetem Heu geben erste Hinweise auf die tertiäre Entwicklung. Am Gaumen trocken mit mittleren Körper, hoher, bestens integrierter Säure; das Fruchtprofil setzt sich mit Honigmelone und Zitrusfrüchten fort und mündet in einen frischen, anhaltenden Nachhall mit markantem Säurekick. Der Wein entwickelte sich durch Belüftung deutlich. Es empfiehlt sich, ihn nicht zu kühl zu servieren.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
- Schönibert
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Re: Bordeaux 2018
Chateau des Laurets Edmond Rothschild
Brutale Tanine tapezieren deinen Gaumen. Nasser Schmauch. Krasse Konzentration. Schwarze Tinte. Schwarze Frucht. Schwarze Muskeln.
Brutale Tanine tapezieren deinen Gaumen. Nasser Schmauch. Krasse Konzentration. Schwarze Tinte. Schwarze Frucht. Schwarze Muskeln.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
Re: Bordeaux 2018
Die Muskeln irritieren mich - der Wein hat gefallen ?Schönibert hat geschrieben: ↑Fr 13. Feb 2026, 21:32 Chateau des Laurets Edmond Rothschild
Brutale Tanine tapezieren deinen Gaumen. Nasser Schmauch. Krasse Konzentration. Schwarze Tinte. Schwarze Frucht. Schwarze Muskeln.
„Nasser Schmauch“ merke ich mir.
Gruß, Kle
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
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- Schönibert
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Re: Bordeaux 2018
Wollte damit sagen, der packt zu. Mir hat das gut gefallen, aber das war schon sehr viel und von allem und gleichzeitig. Dieser Wein hat mit Bordeaux, egal ob left or right bank, jetzt eigentlich nicht unbedingt was zu tun, hätte auch Kalifornien bis Südafrika oder Australien sein können. Aber wenn man diesen Anspruch ausblendet, ist das schon irgendwie ne Granate.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
Re: Bordeaux 2018
Danke - bis zu den Muskeln dachte ich, es sei ein Verriss. Aber so muss man ihn ja mal getrunken haben.
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
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- Schönibert
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Re: Bordeaux 2018
Ob ich das so unterschreibe, nein.
Aber man kann.
Danke fürs Feedback!
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
- Schönibert
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Re: Bordeaux 2018
2018 Château de la Dauphine Fronsac
Schwarze Tinte mit purpurfarbenem Einschlag, undurchdringlich bis zum Glasrand.
In der Nase deutlich ätherisch mit Eukalyptus oder Tannennadeln, unterlegt mit gut gelagertem Brennholz. Das macht Spaß.
Kommt dann erstmal mit deutlich Gerbsäure daher, welche sich aber gut fängt und dann breitet sich eine dunkle schweizerische Schokolade aus, inklusive ihrer Bitterkeit. Früchte muss man allerdings suchen, vielleicht Backpflaumen, jedenfalls etwas schwarzes, breites, jedenfalls nicht frisch. Die 15% hätte ich gar nicht bemerkt, weswegen der Blick auf das Rückenetikett mich kurz etwas verwundert. Und genauso kurz ist es dann auch insgesamt.
In dem jetzigen Stadium definitiv ein Riechwein mit seinen wirklich sehr einnehmendem Duft. Mal sehen, ob sich da noch etwas Tiefe aufbaut an der Luft.
Schwarze Tinte mit purpurfarbenem Einschlag, undurchdringlich bis zum Glasrand.
In der Nase deutlich ätherisch mit Eukalyptus oder Tannennadeln, unterlegt mit gut gelagertem Brennholz. Das macht Spaß.
Kommt dann erstmal mit deutlich Gerbsäure daher, welche sich aber gut fängt und dann breitet sich eine dunkle schweizerische Schokolade aus, inklusive ihrer Bitterkeit. Früchte muss man allerdings suchen, vielleicht Backpflaumen, jedenfalls etwas schwarzes, breites, jedenfalls nicht frisch. Die 15% hätte ich gar nicht bemerkt, weswegen der Blick auf das Rückenetikett mich kurz etwas verwundert. Und genauso kurz ist es dann auch insgesamt.
In dem jetzigen Stadium definitiv ein Riechwein mit seinen wirklich sehr einnehmendem Duft. Mal sehen, ob sich da noch etwas Tiefe aufbaut an der Luft.
Zuletzt geändert von Schönibert am So 24. Mai 2026, 08:06, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni