Re: DWV verabschiedet Rahmen zur gesetzlichen Lagenklassifikation
Verfasst: Sa 28. Mär 2026, 16:23
Wenn man seine Schlussfolgerung in seinem letzten Satz liest und außerdem weiß, was er schon vorher zum Thema "Klassifikation" geäußert hat, weiß, was er vorschlägt: gar keine Klassifikation. Der deutsche Weinbau hat damit ja auch jahrzehntelang ganz brauchbar gelebt, bis sich der VDP vor 25 Jahren mit einem laufend ändernden Konzept diesem Thema gewidmet hat. Die informierten Konsumenten haben schon immer gewusst, wo sie Qualität für ihr Geld bekommen haben.amateur des vins hat geschrieben: ↑Sa 28. Mär 2026, 14:43 Was mir fehlt, ist ein Vorschlag, wie man es besser machen könnte?
Ansonsten scheint sich zum Thema "gesetzliche Lagenklassifikation" im Moment sowieso nicht viel zu tun. Denn die Grundvoraussetzung - der EU-konforme Schutz der Herkünfte und damit auch der Lagenbezeichnungen im Rahmen einer g.U. - ist nach über eineinhalb Jahrzehnten immer noch nicht erfolgt, weil man das Thema in Deutschland einfach verpennt hat. Die Schutzgemeinschaften (= Weinbauverbände), denen man das Thema per Revision des Weingesetzes vor fünf Jahren einfach vor die Füße geworfen hat, scheinen mit dem bürokratischen Aufwand überfordert zu sein. Und der Staat, der eigentlich verpflichtet wäre, kümmert sich nicht darum.
Und ganz egal, was da am Ende zu Stande kommen wird: es wird die Gerichte beschäftigen. Vermutlich über Jahrzehnte, ohne dass sich dadurch an der Weinqualität auch nur ein Jota ändert.
Gruß
Ulli