ich beschäftige mich noch nicht allzu lange mit Wein, habe aber das Gefühl, dass sich mein Geschmack weiterentwickelt. Dabei habe ich immer mal wieder Fragen, die ich meist mit Hilfe dieses Forums beantworten kann, diese hier nicht
In den Verkostungsnotizen hier im Forum wird oft die Säure eines Weines recht positiv beschrieben. Ich muss aber sagen, dass ich noch keinen Rotwein mit spürbarer Säure getrunken habe, bei dem die Säure mir positiv aufgefallen wäre. Vielleicht ein prominentes Beispiel: Der blaue Spätburgunder von Knipser(2011) schmeckte mir (und vor allem roch) an sich sehr gut, allerdings wurden die Aromen von einer Säure (ins zitronige gehend würde ich sagen) überlagert, die für meinen Geschmack alles andere überdeckt hat. Diesen Eindruck habe ich bei sehr vielen (gut 1/3) Weinen. Ich trinke den Wein meistens nicht zum Essen, das könnte den Eindruck noch verstärken. Salziges dazu hilft jedenfalls etwas, als wirklich positiv empfinde ich die Säure dann aber immer noch nicht, sondern als absolut störend.
Jetzt meine Fragen:
1. Kann man etwas dafür tun, dass einen die Säure gar nicht mehr oder weniger stört? Ich meine sowas wie mehr Luft, länger lagern oder nebenbei in eine Zitrone beißen.
2. Gibt es hier im Forum erfahrenere Weintrinker, denen es ähnlich geht wie mir?
3. Worauf kann ich beim Einkauf achten, um den Anteil mir zu saurer Weine zu senken?
4. Oder sollte ich die Suche nach vollständig durchgegorenen Rotweinen aufgeben und mir einen Winzer hier in der Pfalz suchen, der gute Rotweine mit Zuckerschwanz macht? (okay, die Frage ist nicht ganz ernst gemeint, aber es sind schon auffällig viele Verkostungsnotizen, die eine positive Säure erwähnen.
Ich danke Euch schonmal für Antworten.
Viele Grüße, Thilo.