Ich muss jetzt bei soviel Gutmenschentum, Gesundheits- & Umweltbewusstsein auch mal eine provokante Frage stellen:
Macht man sich da eigentlich auch Gedanken um die Transportaspekte beim Import von Wein Gedanken? Immerhin wäre die Umweltbelastung des Transports ja auch durch den Weinkauf beim Winzer um die Ecke vermeidbar.
Oder hört da die Sorge um unser aller Gesundheit wieder auf?
Gruß!
CO2-Bilanz von Wein
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MichaelWagner
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CO2-Bilanz von Wein
wenns läuft, dann läufts. Aber bis es läuft, dauerts...
- Markus Vahlefeld
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Nichts für ungut, Michael. Aber wenn ein Berliner (oder Münchner) an die Mosel fährt, ist diese unsägliche CO2-Bilanz so was von schlimm, dass er sein Leben lang Wein aus Chile dafür trinken könnte.
Wenn Du meinst, aus Umweltgründen die Leute aufs Weingut locken zu müssen, dann bleibt Dir nichts als Lügen übrig. Und das wollen wir doch alle nicht
Wenn Du meinst, aus Umweltgründen die Leute aufs Weingut locken zu müssen, dann bleibt Dir nichts als Lügen übrig. Und das wollen wir doch alle nicht
Re: Kupfer im Bioweinbau
Hallo Michael,
wie schon geschrieben wurde braucht keiner zu glauben, dass er sich mit Bio von Schuld freikauft. Und bei Transportbelastungen geht es nicht nur um CO2-Bilanzen. Wer kann denn ausschließen, dass das Erdöl aus Nigeria kommt???
Ich denke, dass wir akzeptieren müssen, dass es in einer reichen Gesellschaft leider auch immer Verlierer gibt. Auch wenn diese weit weg sind. Und den Großteil der Gesundheitsschäden erleiden , egal ob Bio oder Chemie, nicht wir sondern viele ausgebeutete Arbeiter in vielen Teilen der Welt.
Ich gebe ganz offen zu, dass ich bei Weißen sehr auf Deutschland, Österreich und Südtirol fixiert bin. Bei Roten ist es vor allem Frankreich, Österreich und Australien. Jedoch kommen ehrlicherweise auch immer mehr Spätburgunder von der Mosel hinzu
wie schon geschrieben wurde braucht keiner zu glauben, dass er sich mit Bio von Schuld freikauft. Und bei Transportbelastungen geht es nicht nur um CO2-Bilanzen. Wer kann denn ausschließen, dass das Erdöl aus Nigeria kommt???
Ich denke, dass wir akzeptieren müssen, dass es in einer reichen Gesellschaft leider auch immer Verlierer gibt. Auch wenn diese weit weg sind. Und den Großteil der Gesundheitsschäden erleiden , egal ob Bio oder Chemie, nicht wir sondern viele ausgebeutete Arbeiter in vielen Teilen der Welt.
Ich gebe ganz offen zu, dass ich bei Weißen sehr auf Deutschland, Österreich und Südtirol fixiert bin. Bei Roten ist es vor allem Frankreich, Österreich und Australien. Jedoch kommen ehrlicherweise auch immer mehr Spätburgunder von der Mosel hinzu
Viele Grüße
Aloys
Aloys
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MichaelWagner
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Markus:
Ich will natürlich jeden an die Mosel locken, aber das sehe man mir bitte nach
Mein Beitrag war aber garnicht in die Richtung gedacht, aber jetzt wo du es ansprichst, ist da ein kleiner Denkfehler, denn der Berliner müsste dann im gegenzug nach chile fliegen, damit der vergleich nicht hinkt.
Und um einen korrekten Vergleich zu ziehen dürfte der Transport eines Lkws von der Mosel nach Berlin eine deutlich bessere CO2 Bilanz aufweisen als der Container aus Chile
Ich will natürlich jeden an die Mosel locken, aber das sehe man mir bitte nach
Mein Beitrag war aber garnicht in die Richtung gedacht, aber jetzt wo du es ansprichst, ist da ein kleiner Denkfehler, denn der Berliner müsste dann im gegenzug nach chile fliegen, damit der vergleich nicht hinkt.
Und um einen korrekten Vergleich zu ziehen dürfte der Transport eines Lkws von der Mosel nach Berlin eine deutlich bessere CO2 Bilanz aufweisen als der Container aus Chile
wenns läuft, dann läufts. Aber bis es läuft, dauerts...
- Markus Vahlefeld
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Leider ist das nicht gottgegeben. Es klingt merkwürdig, aber 100.000 Flaschen Wein aus Chile, mit einem Containerschiff transportiert, an zentralen Verteilerpunkten ausgeliefert und schließlich in Berlin getrunken... da hat die Flasche eine bessere Klimabilanz als 6 Flaschen Moselwein mit DHL geliefert (von abgeholt gar nicht zu sprechen). Das liegt an den Produktions- bis hin zu den Transportbedingungen.MichaelWagner hat geschrieben: Und um einen korrekten Vergleich zu ziehen dürfte der Transport eines Lkws von der Mosel nach Berlin eine deutlich bessere CO2 Bilanz aufweisen als der Container aus Chile
Dennoch halte ich diese Argumente für wenig sinnvoll, denn die CO2-Bilanz ist mir relativ egal. Das liegt einfach daran, dass ich CO2 nicht als derartigen Todbringer anerkenne, zu dem es in Öko-Kreisen gemacht wird. Es wird immer deutlicher, dass dieser CO2-Fetisch nichts anderes als eine Öko-Monstranz ist, um Macht auszuüben und höhere Steuern zu erheben.
Damit meine ich: Kunden an die Mosel zu holen ist absolut verständlich und gut, aber bitte nicht aus Ökogründen. Denn wenn es nach denen ginge, müssten wir alle zuhause bleiben und uns schämen, als Menschen geboren zu sein.
- VillaGemma
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Wahrscheinlich fragst Du (auch) michMichaelWagner hat geschrieben: Oder hört da die Sorge um unser aller Gesundheit wieder auf?
Diese Illusion, dass ein einzelner viel bewegen kann, habe ich schon lange nicht mehr...ist ja nicht so, dass ich es nicht versucht habe
Für mich gesprochen: Ja, ich mache mir sogar zu diesem Thema Gedanken und fahre zB lieber mit dem Auto an die Ostsee/DK oder Italien in den Urlaub (ok, dieses Jahr werde ich nach Mallorca gezwungen), als das ich nach sonstwohin fliege. Ich mache auch keine Billigflüge, so WE nach Mailand/London o.ä. ...und das mache ich nicht, weil ich es mir nicht leisten kann, sondern aus der Überzeugung raus, dass es falsch ist. Und ich versuche auch, Produkte aus dem Umkreis zu kaufen. Auch das geht seit vielen Jahren sehr gut. Man kann aber nicht alles Leid der Welt retten und ich finde diesen Vorworf dann auch unfair. Hey, Dein Wein wurde aber mit DHL transportiert, ist das den ökologoisch ok. Und der kommt ja aus Frankreich, trink doch lieber "leckeren" Ostfriesenwein
"wine is sunlight held together by water" (Galileo Galilei)
Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts. (Max Planck)
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- VillaGemma
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Du musst verwandt mit meinem Onkel sein. Mit ihm führe ich ähnliche Diskussionen, die meisten im sich gegenseitig anschreien enden würden, wenn ich dann nicht das Thema wechseln würdeMarkus Vahlefeld hat geschrieben: Es wird immer deutlicher, dass dieser CO2-Fetisch nichts anderes als eine Öko-Monstranz ist, um Macht auszuüben und höhere Steuern zu erheben.
Guck, hier sind wir einer MeinungMarkus Vahlefeld hat geschrieben: Denn wenn es nach denen ginge, müssten wir alle zuhause bleiben und uns schämen, als Menschen geboren zu sein.
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- Markus Vahlefeld
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Die Frage ist falsch gestellt. Ich habe keine Ahnung, was die Temperaturen bis zum Jahr 2000 hat ansteigen lassen. Dass wir seit nunmehr 13 Jahren keinerlei Erwärmung mehr zu verzeichnen haben, obwohl immer mehr und weiter CO2 ausgeblasen wird, lässt zumindest darauf schliessen, dass der anthropogene Einfluss (hier: CO2) auf die Klimaveränderung erheblich überschätzt wird.VillaGemma hat geschrieben:Aber dass CO2 mit Schuld dran ist, dass es auf unserem Planeten wärmer wird, ähm...das wirst Du doch nicht verneinen, oder?
Das CO2 ist ein Machtmittel, das von Herren wie Schellnhuber benutzt wird, um DIE GROSSE TRANSFORMATION voranzutreiben. Gegen dieses Gesellschaftsprojekt bin ich zutiefst misstrauisch.
- Gerald
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Hallo Markus,Dass wir seit nunmehr 13 Jahren keinerlei Erwärmung mehr zu verzeichnen haben, obwohl immer mehr und weiter CO2 ausgeblasen wird, lässt zumindest darauf schliessen, dass der anthropogene Einfluss (hier: CO2) auf die Klimaveränderung erheblich überschätzt wird.
wenn es für die Temperaturänderungen nur EINE Ursache gäbe, dann könnte man dein Argument gut nachvollziehen. Nur ist das meines Wissens leider nicht so, es gibt viel verschiedene Faktoren, die man teilweise kennt, teilweise nicht.
Grüße,
Gerald
- Markus Vahlefeld
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Re: Kupfer im Bioweinbau
Deswegen sage ich auch nicht, dass CO2 irgendwie total unbedenklich wäre. Aber sein Einfluss wird überschätzt und wurde BISHER zum fast alleinigen Klimaveränderungsgrund erhoben. Dass sich das gerade ändert, liegt eben auch an den für alle grünen Apoklayptiker ernüchternden Temperaturdaten.Gerald hat geschrieben:es gibt viel verschiedene Faktoren, die man teilweise kennt, teilweise nicht.
Ich bin groß geworden mit dem Waldsterben. Mannomann, wieviel Angst wurde uns da in der Schule gemacht. Was stand alles in den Qualitätsmedien darüber. Wie haben die Grünen das Angstthema ausgeschlachtet. Und wie viele Wissenschaftler haben in das Horn getutet, dass im Jahr 2000 der deutsche Wald tot sei. Mausetot. So wie uns Mojib Latif weismachen wollte (im Jahr 2000), dass es in Mitteleuropa keinen Schnee mehr geben würde. Alles Humbug. Alles Lüge.
Es gibt so viele Menschen, die Angst verbreiten wollen. Früher waren es die Kirchen, heute sind es die Klimaapokalyptiker. Die Ziele sind die gleichen. Die Menschen sollen ein gott- oder klimagefälliges Leben führen (dessen hehre Ziele natürlich von den Großkopferten vorgegeben werden).
Ich spüre die Absicht und bin verstimmt. Erheblich verstimmt
Aber nun zurück zum Kupfer...