Generationswechsel: neue Vertriebswege

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
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Tackleberry
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Tackleberry »

Gerald hat geschrieben:... - während eine übersichtliche, attraktive Website sich vermutlich in relativ kurzer Zeit amortisiert.
Das glaube definitiv auch.
Eine Homepage bringt doch beiden Seiten, Winzer und Kunde, etwas. Die Kunden können sich über das Sortiment, Produktion, etc. informieren, der Winzer profitiert wiederum durch ein postives Erscheinungsbild sowie neuen (evtl. jungen), gut informierten Kunden.
Da auch einige, in Verantwortung stehende, junge Winzer für ihren Job mittlerweile Facebook nutzen, kann ich mir zwar einige Kunden mehr vorstellen, aber als alleiniges Vertriebsfeld besteht es auf keinen Fall.
Lisa
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von Lisa »

veritas hat geschrieben:So möchte ich hier allgemein Fragen, wie die Erfahrung damit ist. Lohnt sich der Aufbau einer teuren Webseite praktisch gesehen?
Nehmen die Kunden das Angebot wirklich an?

http://www.portalderwirtschaft.de/press ... euger.html
Guten Tag,

nun ja. Definiere teure Internetseite. Es gibt Winzer, die haben beispielsweise keinen Online-Shop oder ähnlichen "Schnick Schnack" auf ihrer Seite. Trotzdem können hohe Kosten auf einen zu kommen.
Kostenpunkte sind
- das Design einer Webseite (das Design bildet fast immer den ersten Eindruck für den Besucher!)
- Programierung
- Webseite hosten (von einem Anbieter)
- evtl. Einrichtung einer E-Mail (hierbei rede ich nicht von einem normalen Anbieter sondern einer E-Mail Adresse mit eurer Domain drin)
- evtl. Programme (für Online-Shop, E-Mail Programme,...)

Allerdings ist ein Online Shop für einen Winzer nicht ein Muss. Es reicht meißt auch eine einfache Preisliste und ein Kontaktformular.

Im Endefeckt ist eine Hompage eine weitere Präsentation des eigenen Weingutes. Immer mehr Winzer bekommen oder haben schon eine Internetseite. Zudem werden Informationen über den eigenen Wein des Weingutes dem Kunden näher gebracht.
Liebe Grüße von der Mosel
Lisa
http://www.guter-moseltropfen.de
BuschWein
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Re: Generationswechsel: neue Vertriebswege

Beitrag von BuschWein »

Schöme Diskussion und der Jungwinzer (Eröffner des Threads) kann sich aussuchen, was ihm persönlich gefällt ;), denn es ist mal wieder alles dabei. Von schöne hochwertig gestaltete Webseite bringt Image und Kunden bis no frills zeigt die Konzentration auf das Wesentliche, den Wein. Tja es ist wie so oft im Leben, Berater bringen nur etwas wenn man ganz klare Fragen stelllt und der Berater auch wirklich Ahnung vom Thema hat, sprich das zu beratenden Unternehmen SELBST und persönlich kennt. Sonst kann man zwar ein paar nette Aussagen bekommen, im besten Fall sogar Anregungen in welche Richtung man weiterdenken kann, aber echte Hilfe halt eher nicht.
Gerald: "Es geht meiner Meinung nach nicht so sehr darum, ob man sich als Kunde dort wohl fühlt oder nicht (für meinen Teil gefällt mir ein eleganter Raum natürlich auch), sondern ob sich die Kosten wieder durch erhöhte Umsätze hereinspielen oder nicht. Da habe ich persönlich so meine Zweifel"
Da stellt sich halt wieder die Frage, was meint "hereinspielt"? Bei einem Verkostungsraum, bzw. der Vinothek geht es ja auch um Investitionen in den baulichen Bereich eines Weinguts und dann geht es auch darum, dass sich der Winzer bei sich zuhause auch wohlfühlt. Da die wenigsten Winzer große Unterstützung zum Bau Ihrer Verkausräume bekommen, na gut in manchen ländlichen Räumen bekommt man tatsächlich Geld von der EU für bauliche Veränderungen, siehe auch das Burgenland, aber das soll ja nicht das Thema sein. Also die Winzer müssen sich das Geld für Ihre Verkaufsräume selbst verdienen, insofern wurde das Geld oft sogar schon vorher reingespielt und für was der Winzer es dann ausgibt kann man doch ruhig ihm überlassen. Wer Spaß an einer schönen Wohnung hat ist noch lange kein schlechter Winzer. Und zum erwähnten Thema Probe im Wohnzimmer, ich hätte keine Lust jeden Tag wildfremde Menschen in meinem Wohnzimmer sitzen zu haben.

Allerdings ist ein Weinkeller für mich auch kein idealer Verkostungsraum, natürlich besichtige ich den gern, ich interessiere mich durchaus dafür wo der Wein gemacht wird, aber zum Probieren sollte es schon etwas angenehmer sein, wenn ich friere verkoste ich schlecht.

Zurück zum Thema Homepage, auch hier kommt es drauf an, wenn ich keinen großen Wert auf Ab-Hof-Verkauf lege, dann brauche ich auch keinen Shop im Internet, selbst auf Preise würde ich dann verzichten, dann genügt eine Image-Seite (Visitenkarte) und ein Link zu "meinen Händlern". Dann kommt der Leser schnell dahin, wo es den Wein auch zu kaufen gibt. Wenn ich Wert auf Vermarktung Ab-Hof lege, dann ist eine aktuelle Weinliste mit den Preisen unabdingbar. Ein Shop muss nicht sein, verkleinert aber die Hürde zur Bestellung durchaus noch einmal. Man kann dann als Kunde schlicht weniger Fehler bei der Bestellung machen, als wenn man erst noch eine eigene Email aufsetzen muss. Der Aufwand für einen selbst ist meist auch etwas kleiner, weil man auch selbst sofort weiß welcher Wein bestellt wurde.
Armin
www.gutsweine.com

Dumme Menschen machen immer den gleichen Fehler, intelligente immer Neue ;)
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