López de Heredia

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EThC
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Re: López de Heredia

Beitrag von EThC »

...diesen Wein gab's bei Bodo nach zwei Jahren nochmals, weil's so schön war:

1996er [Cuvée] - Viña Tondonia - Gran Reserva - Rioja DOC

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Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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TroisLacs
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Re: López de Heredia

Beitrag von TroisLacs »

Habe gestern nochmals eine Flasche vom Viña Tondonia 2011 aufgezogen.
Ich habe noch 2 im Keller, aber die werde ich verschenken.

Der Wein ist weder hinüber noch schlecht gemacht, ich finde den einfach nur langweilig. Die Nase über Stunden sehr zurückhaltend, etwas Kirsche und dezente Holznoten, das war‘s. Am Gaumen zwar frisch, aber wässrig, ohne Struktur, ohne Körper. Nichts gegen Leichtgewichte, aber ein Trinkspass kommt für mich nie auf.

Kein Weltuntergang, ich werde einfach nicht warm mit dem Wein.
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
Rotundweiss
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Re: López de Heredia

Beitrag von Rotundweiss »

Ist ja ein Ding. Ich hatte den 11er letztes Jahr zweimal. Für mich, wass klassischen Rioja anbelangt, in der Preisklasse ein absolutes must-have. Vielleicht liegt dir einfach der Stil nicht. Kommt vor...
TroisLacs
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Re: López de Heredia

Beitrag von TroisLacs »

Rotundweiss hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 20:55 Vielleicht liegt dir einfach der Stil nicht. Kommt vor...
Wird das sein. Halb so schlimm, der Keller gibt noch was her.
Darfst meine beiden Flaschen gerne haben 😉
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
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AmonA
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Re: López de Heredia

Beitrag von AmonA »

Heute dann

Vina Tondonia Reserva 2013

P&P helles rubinrot, keine Alterserscheinungen, zunächst Holzwürze, helle Kirschfrucht, Gewürze, pfeffrig, am Gaumen rote Früchte, Gewürze, frische Säure, kreidige Mineralität, feste gut eingebundene Tannine. Eleganter Wein. Schöner langer Nachgeschmack nach roten Früchten, sehr mundwässernd.
Der Wein ist in seiner jetzigen Jugend ein idealer Essensbegleiter. Fürs solotrinken könnte die frische präsente Säure und die kreidige Mineralität derzeit stören. Dann besser nach 3 - 5 Jahren noch einmal eine Flasche testen.
Grüße
AmonA (aka Volker)
Nora
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Re: López de Heredia

Beitrag von Nora »

Über 4 Tage im Glas:

R. López de Heredia, Rioja Reserva Viña Tondonia 2007

Am ersten Tag Korken gezogen und ab ins Glas. Die (mögliche) Entwicklung mit Luft wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Die Nase eher schüchtern, aber ansprechend. Dunkle Beeren und dunkle Kirschen gleichberechtigt neben Eichenholz und ausgeprägten tertiären Noten von Leder, Waldboden, Pilzen und Lakritz. Mit mehr Luft auch fruchtig, süße Aromen von getrockneten Orangenschalen und einem Hauch von Vanille. Ich mag die Nase, sie ist nicht laut schreiend, sondern dezent und harmonisch. Hier will niemand etwas beweisen, sondern sich souverän präsentieren.

Den Gaumen finde ich dagegen schwierig. Hier trifft mich mein immer wiederkehrende Problem des Tondonias mit der Säure: sie ist so dominant, dass sich für meine Empfindung zumindest am ersten Tag alles andere unterordnet, ja kaum zu bemerken ist. Nun hatte ich den Wein wieder recht kühl (14 Grad) eingeschenkt, das funktioniert gar nicht, die Säure stach extrem heraus. Etwas besser wird es mit höherer Temperatur. In den nächsten Tagen findet sich das etwas. Der Gaumen wirkt harmonischer, fülliger, dichter und substanzieller, gereift mit allen in der Nase auftretenden Komponenten, aber durch die präsente Säure frisch und lebhaft wirkend. Die Tannine sind zurückhaltend und dabei leicht staubig, sie bremsen nur minimal und erst recht spät und dominieren den Wein nicht. Mittellanger Abgang.

Wahrscheinlich kann der Wein seine Stärke weniger als Solist denn als Begleiter zu einem deftigen Gericht mit rotem Fleisch, wo die Säure des Weins eine Funktion hat und das Fett des Essens schneiden kann, ausspielen. Jedenfalls werde ich in Zukunft meine Flaschen nur noch als Speisenbegleiter einsetzen, solo ist er mir zu anstrengend.

Dennoch eine interessante Erfahrung!

VG Nora
Kle
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Re: López de Heredia

Beitrag von Kle »

Nora hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 20:18 Über 4 Tage im Glas:

R. López de Heredia, Rioja Reserva Viña Tondonia 2007

Am ersten Tag Korken gezogen und ab ins Glas. Die (mögliche) Entwicklung mit Luft wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Die Nase eher schüchtern, aber ansprechend. Dunkle Beeren und dunkle Kirschen gleichberechtigt neben Eichenholz und ausgeprägten tertiären Noten von Leder, Waldboden, Pilzen und Lakritz. Mit mehr Luft auch fruchtig, süße Aromen von getrockneten Orangenschalen und einem Hauch von Vanille. Ich mag die Nase, sie ist nicht laut schreiend, sondern dezent und harmonisch. Hier will niemand etwas beweisen, sondern sich souverän präsentieren.

Den Gaumen finde ich dagegen schwierig. Hier trifft mich mein immer wiederkehrende Problem des Tondonias mit der Säure: sie ist so dominant, dass sich für meine Empfindung zumindest am ersten Tag alles andere unterordnet, ja kaum zu bemerken ist. Nun hatte ich den Wein wieder recht kühl (14 Grad) eingeschenkt, das funktioniert gar nicht, die Säure stach extrem heraus. Etwas besser wird es mit höherer Temperatur. In den nächsten Tagen findet sich das etwas. Der Gaumen wirkt harmonischer, fülliger, dichter und substanzieller, gereift mit allen in der Nase auftretenden Komponenten, aber durch die präsente Säure frisch und lebhaft wirkend. Die Tannine sind zurückhaltend und dabei leicht staubig, sie bremsen nur minimal und erst recht spät und dominieren den Wein nicht. Mittellanger Abgang.

Wahrscheinlich kann der Wein seine Stärke weniger als Solist denn als Begleiter zu einem deftigen Gericht mit rotem Fleisch, wo die Säure des Weins eine Funktion hat und das Fett des Essens schneiden kann, ausspielen. Jedenfalls werde ich in Zukunft meine Flaschen nur noch als Speisenbegleiter einsetzen, solo ist er mir zu anstrengend.

Dennoch eine interessante Erfahrung!

VG Nora
hier war unsere Säureempfindlichkeit gegensätzlich zum Clos du Marquis, den ich viel arger fand als du. Zudem nahm sie beim Tondonia für mich mit zunehmender Temperatur zu...
2007 R. López de Heredia Rioja Reserva Viña Tondonia angekühlt direkt nach dem Öffnen eingeschenkt. Schönes, etwas durchscheinendes Rubin, strahlt eine angenehme physische Leichtigkeit aus. Die Nase charmant, bietet eigentlich alles, was man sich von einem gediegenen Rotwein wünscht mit genau richtig Holz, Rotfrucht-Potpourri, dunkleren Noten, die die Frucht umschatten. Erst später fasziniert sie mich mit mehr tertiären Noten.
Im Mund eine entzückende Anmutung wie von eher kleinen, hellere Beeren mit nicht zuviel Fruchtfleisch, so dass sie nicht mundfüllend, sondern eher spritzig und mit anregender Säure daherkommen. Die Säure zwar ein bisschen frech, aber nicht aggressiv und gehört zum Spaß.
Der Wein verändert sich rasant. Meine Sorge war, dass er in einer Art Fröhlichkeit mit Niveau verharrt, darüber hinaus aber nicht mehr so viel kommt. Nun wird er dichter, schwerer und vielleicht auch tiefer… Am nächsten Tag in Nase und Mund deutlich gereifter mit Leder, Waldpilzen, Rauch, einem leichten Haut-Gout. Die Säure kann sich zwar im Rachen festbeißen und manchmal auch heftig attackieren,
ist aber weder störend noch dominierend. Der Wein üppiger, seine Elemente verbundener, aber auch ältlicher. Trotzdem wirkt er frisch und es begeistert, wenn plötzlich Beeren, als seien sie gerade gepflückt, ihn beleben. Da ist ein wunderbarer Kontrast oder genussvoller Sprung wie eine frische Zutat in einer lange geköchelten Soße. Es fällt mir aber auch mehr Raues im Wein auf, Tannine denke ich, die sich recht staubig bemerkbar machen…

Gruß, Kle
„Wenn man die Augen zumacht, schmeckt er noch bitterer, es ist phantastisch.“
Julio Cortázar, Rayuela (Übers. Fritz Rudolf Fries)
Nora
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Re: López de Heredia

Beitrag von Nora »

Danke Kle für deine Notiz!

Ich bin immer wieder verblüfft, wie unterschiedlich wir die jeweiligen Weine wahrnehmen. Aber das macht das ganze Experiment ja so interessant.

VG Nora
Kle
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Re: López de Heredia

Beitrag von Kle »

Hallo Nora,

ich sehe mehr die Gemeinsamkeiten!
Ich bin aber kein Maßstab und wurde bei Proben dafür kritisiert, anderes als die anderen sagen oder in erwiesen schlechten Weine Gutes finden zu wollen. Dabei sage ich nur, was der Gaumen befiehlt :arrow:

Gruß, Kle
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Julio Cortázar, Rayuela (Übers. Fritz Rudolf Fries)
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