Nachdem ich auf der letzten Wein Messe "Plopp" so begeistert war, konnte ich bei Cool Climate in FFM einige Flaschen Lemberger von Lassak erwerben.
Eine davon Lassak Lemberger 2024 hab ich mit in den Urlaub genommen und gestern aufgezogen.
Der Wein benötigt etwas Luft und gerne ein paar Grad Kühle um in Fahrt zu kommen. Ich bin auch am zweiten Abend schwer begeistert.
In der Nase habe ich betörende Aromen von dunkelroten und blauen Früchten, vorallem Herzkirsche und Schlehe. Der Gaumen ist mundwässernd. Man sollte den Wein in großen Schlucken genießen. Vordergründig ist zunächst die prägnante Säure die ihm Frische verleiht. Dazu ein feines Tannin Gerüst. Dann eher hell rote Frucht wie Johannisbeere und Stachelbeere. Das ganze schwenkt im Abgang zu (unreifer) Blaubeere.
Ich finde das alles sehr sexy. Ich bin sehr gespannt auf seinen großen Bruder "Steige" der zu Hause auf seine Bestimmung wartet
Gruß Marko
Württemberg - Die Rotweine
Re: Württemberg - Die Rotweine
Der schönste Sport ist der Weintransport!
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Bernd Schulz
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- Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55
Re: Württemberg - Die Rotweine
Selten, aber ab und an dann doch kommt bei mir auch mal ein Südtiroler Vernatsch oder ein Württemberger Trollinger ins Glas. Bei diesem 23er vom Grafen Neipperg handelt es sich weder um eine extrem positive Überraschung noch um eine Enttäuschung:

Geboten wird hier zu einem vernünftigen Kurs von 8,90 im Fachhandel sehr solide, authentisch wirkende Qualität ohne Kitschfrucht und Zuckerschwänzchen. Könnte ich bei Gelegenheit auch wieder kaufen, wenn es denn ein Trollinger sein soll - Nachkauf = 2 von 3.
Herzliche Grüße
Bernd

Geboten wird hier zu einem vernünftigen Kurs von 8,90 im Fachhandel sehr solide, authentisch wirkende Qualität ohne Kitschfrucht und Zuckerschwänzchen. Könnte ich bei Gelegenheit auch wieder kaufen, wenn es denn ein Trollinger sein soll - Nachkauf = 2 von 3.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Württemberg - Die Rotweine
Bei mir kommen Weine aus Vernatsch/Trollinger durchaus häufiger ins Glas - ich halte die Sorte für unterschätzt, was sicher daran liegt, dass sowohl in Südtirol als auch in Württemberg eine Menge wirklich grottiger Qualitäten in die Flasche gebracht wurden. Insbesondere halbtrockene Varianten aus Höchsterträgen, mitunter mit ein wenig Lemberger gefärbt, die Genossenschaften aus der Heilbronner Gegend in Literflaschen in den Markt gebracht haben und wohl immer noch bringen, können absolute Tiefpunkte der Rotweinwelt markieren.Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Do 23. Jul 2026, 22:15 Selten, aber ab und an dann doch kommt bei mir auch mal ein Südtiroler Vernatsch oder ein Württemberger Trollinger ins Glas.
Sehr schön fand ich gestern diesen Trollinger von einem Spitzenbetrieb:
Trollinger "Feldhase" 2025 (Aldinger) 12,5%Vol. Recht dunkles aber transparentes Kirschrot. Völlig trocken (0,7g RZ/L). Kirsche ist nicht nur farblich ein Thema, sondern bestimmt auch die Aromatik, intensiv, dabei fein, unaufdringlich und überhaupt nicht marmeladig. Ein wenig Tannin, frische Säure. Leicht gekühlt ein perfekter Sommerwein. Für 9,90 € im Handel.
Gruß
Ulli