Dr. Bürklin-Wolf

Bernd Schulz
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von Bernd Schulz »

Neben dem Weißburgunder habe ich neulich auch noch diese Cuvée von Bürklin-Wolf beim Bremer Weinkolleg bestellt:

Bild

Auch hier verhält es sich so ähnlich wie beim Weißburgunder: Der Wein gefällt mir gut, aber ein Nachkaufreflex mag sich nicht einstellen, da es zum Beispiel mit Weltners Cuvée "Allzweckwaffe" noch bessere und zudem preiswertere Konkurrenz gibt. Immerhin muss man dem (mir seit eh und je nicht sonderlich sympathischen) Weingut attestieren, dass es seine Hausaufgaben im Hinblick auf Basisprodukte aus 2024 sehr ordentlich erledigt hat ....

Herzliche Grüße

Bernd
Bernd Schulz
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von Bernd Schulz »

Bernd Schulz hat geschrieben: So 19. Okt 2025, 21:36 . Immerhin muss man dem (mir seit eh und je nicht sonderlich sympathischen) Weingut attestieren, dass es seine Hausaufgaben im Hinblick auf Basisprodukte aus 2024 sehr ordentlich erledigt hat ....
Auch der Rosé aus 2024 gibt gerade in meinem Glas keine schlechte Figur ab:

Bild

Der Rebsortenmix (inclusive Merlot und Sangiovese) wirkt schon sehr ungewöhnlich für einen Pfälzer Rosé :o , aber das Ergebnis stimmt (für meinen Geschmack), denn die kräuterwürzigen Elemente sorgen dafür, dass der Wein nicht zu platt wirkt. Als Partywein mit Anspruch (und erfreulich wenig Alkohol :!: ) ist das auf jeden Fall keine schlechte Option, wenn man nicht auf den Cent schauen muss. Zum Kurs von knapp 12 Euro stellt sich bei mir allerdings kein heftiger Nachkaufreflex ein (Nachkauf = 2 von 3 auf der Erich-Skala).

Herzliche Grüße

Bernd
Hasi
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von Hasi »

Guten Morgen!

Dr. Bürklin-Wolf Riesling GENIUS 2024
tja, und das ist es wieder ... dieses NICHT-VERSTEHEN deutscher Rieslinge, und Riesling generell!
Animiert von einer Riesling-Verkostung von vor einigen Wochen (mit nur deutschen „Geräten”, die mir zu disesem Zeitpunkt auch irhendwie gefallen haben), habe ich mir gleich darauf eine gemischte Kiste „quer durch” von dt. Rieslingen geordert und gestern eben diese erste Flasche geöffnet (und mit meiner Frau in der heissen Tropennacht bei 26° zu Mitternacht auch geleert).
Der Wein hat mit mir GAR NICHTS gemacht, ich hätte genausogut Pfefferminz-Tee, Wasser oder Red Bull Cola trinken können.
Das liegt zu allererst mal an ... Riesling (für mich ein Rätsel) ... und dann möglicherweise auch an dem Weingut.
Völlig bedeutungslose Flüssigkeit, die 2.te gekaufte Flasche wandert in unsere nächste Zwiebelsuppe oder ins Spargel-Risotto, und ich greife da wirklich liber zu einem sozilianischen Grillo, oder einem österr. GV.

schönen, heissen Sommertag noch

Hasi
final_scream
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von final_scream »

Bernd Schulz hat geschrieben: So 19. Okt 2025, 21:36 Neben dem Weißburgunder habe ich neulich auch noch diese Cuvée von Bürklin-Wolf beim Bremer Weinkolleg bestellt:

Bild

Auch hier verhält es sich so ähnlich wie beim Weißburgunder: Der Wein gefällt mir gut, aber ein Nachkaufreflex mag sich nicht einstellen, da es zum Beispiel mit Weltners Cuvée "Allzweckwaffe" noch bessere und zudem preiswertere Konkurrenz gibt. Immerhin muss man dem (mir seit eh und je nicht sonderlich sympathischen) Weingut attestieren, dass es seine Hausaufgaben im Hinblick auf Basisprodukte aus 2024 sehr ordentlich erledigt hat ....

Herzliche Grüße

Bernd
Im letzten Herbst habe ich den Dr. Bürklin-Wolf, Riesling Gutswein, 2023 als mit Abstand stärksten Gutsriesling, den ich in den letzten Jahren getrunken habe, kennengelernt. Mit seiner Reduktion, Saftigkeit und relativen Fruchtferne strahlte er eine Noblesse aus, die ich so bisher nur oberhalb der Ortsweinklasse geschmeckt hatte. Der Wein hat für mich ein super Preis-Genuss-Verhältnis. Sowas sollte in der Gastronomie im Glas-Ausschank angeboten werden.

Nach der guten Erfahrung mit Bürklin-Wolfs Einstiegsriesling verkoste ich mich seit Sonntag am Dr. Bürklin-Wolf, Cuvée blanc, 2024. Beim ersten Glas herbe Enttäuschung. Ein recht dünner Wein, sehr auf typische Sauvignon Blanc Fruchtigkeit getrimmt. Wenig Struktur, nichts von der erhofften Reduktion. Besondere Länge erwarte ich im Gutweinbereich ohnehin nicht.
Nach einem Tag Kühlschrankaufenthalt beim insgesamt 3. Glas ein völlig verändertes Bild: die laute Frucht hat sich verzogen. Leichte Reduktion, phenolischer Grip und herbe Saftigkeit geben dem Wein plötzlich einen Charakter, der für mich am ersten Abend nicht ansatzweise zu erahnen war. Der Wein ist interessant geworden.

Allerdings stellt sich mir die Frage, welcher Konsument denn zu diesem Geschmackserlebnis bei diesem Wein überhaupt kommt? Der Wein wird im Regelfall nach Öffnung schnell ausgetrunken werden. Für das längere Lager wird er jedenfalls nicht vermarktet.

Ähnliche Erfahrungen hatte ich vor einigen Wochen mit den von Winning, Weißburgunder Royale, 2024: die plakative Frucht braucht mehr als einen Tag, um sich zu verziehen, um mineralischen und phenolischen Noten Platz zu geben. Wie geht man mit solchen Weinen am besten um?
  • Rechtzeitig öffnen und doppelt dekantieren und zurück in den Kühlschrank?
  • Oder einfach erst nach Jahren des Lagers trinken, in der Hoffnung, dass die plakative Frucht den interessanteren Tönen bereits mehr Raum gegeben hat? Das ist allerdings nach meinen bisherigen Erfahrungen oft mehr Wunschtraum als gemachte Erfahrung.
Gruß
Steffen


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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von EThC »

final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 Wie geht man mit solchen Weinen am besten um?
...tatsächlich mache ich solche Gutsweine in der Regel erst nach ein paar Jahren auf, hängt davon ab, ob ich die Sachen vorab schon bei Händlern oder Winzern probieren konnte. Wer meine Verkostungsnotizen durchforstet, wird da bislang kaum 24er (10) / 25er (2 :oops: ) finden und nicht wenige davon haben andere in irgendwelche Weinrunden mitgebracht. Dafür erreichen nicht wenige Gutsweine bei mir auch ein zweistelliges Alter und machen da zuallermeist eine sehr gute Figur (zuletzt ein 16er Gutsriesling von Schäfer-Fröhlich), die sind ja auch in aller Regel verschraubt und reifen damit auch viel gleichmäßiger als die leider meist verkork(s)ten Ersten und Großen Lagen etc. :(
Viele Grüße
Erich

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Bernd Schulz
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von Bernd Schulz »

EThC hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 18:42 Wer meine Verkostungsnotizen durchforstet, wird da bislang kaum 24er (10) / 25er (2 ) finden und nicht wenige davon haben andere in irgendwelche Weinrunden mitgebracht. Dafür erreichen nicht wenige Gutsweine bei mir auch ein zweistelliges Alter und machen da zuallermeist eine sehr gute Figur....
Wer meine Verkostungsnotizen durchforstet, wird dagegen nicht nur, aber hauptsächlich ziemlich junge Gutsrieslinge finden. Die Menschen sind bekanntlich verschieden, und bei mir verhält es sich so, dass ich die Fruchtnoten junger Rieslinge durchaus nicht immer als "plakativ" wahrnehme.

Ich trinke ja nun seit gut 40 Jahren Riesling, und seit gut 25 Jahren habe ich mich ziemlich intensiv mit dem Genuss dieser Rebsorte befasst (Tendenz inzwischen allerdings abnehmend). Dabei hatte ich verschiedene Phasen, zunächst wollte ich nur junge (trockene) Rieslinge gelten lassen, dann habe ich über etliche Jahre viel altes und richtig altes Zeug gekauft sowie getrunken, und inzwischen bin an einem Punkt, an dem Rieslinge in ganz verschiedenen Stadien auf mich ihren Reiz ausüben. Auch junge und sehr junge Sachen können mich durchaus fesseln, sie schmecken in ihrer oft ungestümen Frische halt anders als gereifte(re) Weine, aber für mich keineswegs schlechter - und je älter ich werde, je mehr Spaß bekomme ich wieder an jungem Gemüse. Oder anders gesagt: Ein junger Riesling/Weißwein in richtig gut besitzt Komponenten, die später flöten gehen, um anderen Komponenten zu weichen. Dass die primären Kompomenten die vergleichsweise "schlechteren" sind, ist für mich aber überhaupt nicht ausgemacht.
final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 Im letzten Herbst habe ich den Dr. Bürklin-Wolf, Riesling Gutswein, 2023 als mit Abstand stärksten Gutsriesling, den ich in den letzten Jahren getrunken habe, kennengelernt. Mit seiner Reduktion, Saftigkeit und relativen Fruchtferne strahlte er eine Noblesse aus, die ich so bisher nur oberhalb der Ortsweinklasse geschmeckt hatte.
Interessant! Ein vergleichbares Erlebnis mit einem kleineren Wein von Bürklin-Wolf hatte ich bislang noch nie (wobei ich gestehen muss, dass ich alles in allem noch nicht viel von Bürklin-Wolf getrunken habe).

Herzliche Grüße

Bernd
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von amateur des vins »

final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 Nach der guten Erfahrung mit Bürklin-Wolfs Einstiegsriesling verkoste ich mich seit Sonntag am Dr. Bürklin-Wolf, Cuvée blanc, 2024. Beim ersten Glas herbe Enttäuschung. Ein recht dünner Wein, sehr auf typische Sauvignon Blanc Fruchtigkeit getrimmt. Wenig Struktur, nichts von der erhofften Reduktion. Besondere Länge erwarte ich im Gutweinbereich ohnehin nicht.
Nach einem Tag Kühlschrankaufenthalt beim insgesamt 3. Glas ein völlig verändertes Bild: die laute Frucht hat sich verzogen. Leichte Reduktion, phenolischer Grip und herbe Saftigkeit geben dem Wein plötzlich einen Charakter, der für mich am ersten Abend nicht ansatzweise zu erahnen war. Der Wein ist interessant geworden.
Mir wäre kein Mechanismus bekannt, der aus dem Nichts in der geöffneten Flasche Reduktion entstehen ließe. Das deutet auf einen starken, gar dominanten Einfluß Deiner Tagesform hin. Daraus auf ein Trinkfenster zu schließen, halte ich für gewagt.
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Besten Gruß, Karsten
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Jochen R.
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von Jochen R. »

final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 ...
Im letzten Herbst habe ich den Dr. Bürklin-Wolf, Riesling Gutswein, 2023 als mit Abstand stärksten Gutsriesling, den ich in den letzten Jahren getrunken habe, kennengelernt. Mit seiner Reduktion, Saftigkeit und relativen Fruchtferne strahlte er eine Noblesse aus, die ich so bisher nur oberhalb der Ortsweinklasse geschmeckt hatte. Der Wein hat für mich ein super Preis-Genuss-Verhältnis. Sowas sollte in der Gastronomie im Glas-Ausschank angeboten werden.
...
Hallo Steffen,
davon waren z. B. die Jahrgänge 2020 und 21 ganz nach meinem Geschmack - immer wieder gerne nachgekauft, aber leider bei "meinem" Händler vor Ort inzwischen vergriffen. Dort steht jetzt (immer noch) 2022 im Regal, den ich jetzt nicht so überzeugend finde und Folgejahrgänge leider gar nichts - der B-W-Stil scheint nicht gerade mehrheitsfähig zu sein und das Weingut verschwindet hier langsam aber sicher aus dem Sortiment. Schade!

Viele Grüße,
Jochen
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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von EThC »

Bernd Schulz hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 21:08 Ein junger Riesling/Weißwein in richtig gut besitzt Komponenten, die später flöten gehen, um anderen Komponenten zu weichen. Dass die primären Kompomenten die vergleichsweise "schlechteren" sind, ist für mich aber überhaupt nicht ausgemacht.
...da kann ich mich schon ein Stück weit anschließen, für mich gibt's halt solche und solche Primärfrucht, die eine mag ich -wenn z.B. etwas subtiler / reduziert (nicht zu verwechseln mit reduktiv)-, die andere eher nicht, insbesondere wenn's in die kaltvergorene oder gar reinzuchthefige Richtung schaut. Da mag ich mittlerweile nicht mehr groß rumexperimentieren, probiere aber gerne, wenn's mir vorgesetzt wird, ansonsten warte ich lieber 3 Jahre oder so. Und nicht wenige Gutsrieslinge schmeißen ihre Jugendlichkeit nicht schon nach 2 Jahren über Bord, sondern halten diese gut und gerne auch mal über 10+ Jahre...
Viele Grüße
Erich

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Re: Dr. Bürklin-Wolf

Beitrag von final_scream »

Ich habe mich von ca. 2006 bis 2022, bei nur gelegentlichem Weinkonsum, fast ausschließlich im Gutsweinbereich deutscher trockener Weißweine und der Preisklasse 8 - 12 € bewegt und meinen Weinbedarf fast ausschließlich über den gutsortierten LEH (Citti, Globus) gedeckt. Davor im Studium waren eher kräftige Rotweine aus dem Sortiment von Jaques' Weindepot mein Thema.

Mein seit 2022 neu erwachtes Weininteresse ist mit dem unbedingten Wunsch nach neuen und anderen Geschmackseindrücken verbunden. Beim Weißwein geht es mir im Moment mehr um Struktur, Mineralität und Phenolik als um plakative Fruchtigkeit. Frucht an sich ist aber nicht unwichtig. Mit Reife habe ich gute und weniger gute Erfahrungen, wobei ich nicht einmal ganz sicher bin, ob das eine oder andere negative Reifeerlebnis nicht doch eher ein Korkfehler war. Ich kaufe nicht nur junge Weine, aber vorzugsweise nach gereiften Sachen (womöglich noch aus 2. Hand) suche ich auch nicht. Meine Erfahrung mit Reife wird also im Laufe der Zeit wachsen.
amateur des vins hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 21:24
final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 Nach der guten Erfahrung mit Bürklin-Wolfs Einstiegsriesling verkoste ich mich seit Sonntag am Dr. Bürklin-Wolf, Cuvée blanc, 2024. Beim ersten Glas herbe Enttäuschung. Ein recht dünner Wein, sehr auf typische Sauvignon Blanc Fruchtigkeit getrimmt. Wenig Struktur, nichts von der erhofften Reduktion. Besondere Länge erwarte ich im Gutweinbereich ohnehin nicht.
Nach einem Tag Kühlschrankaufenthalt beim insgesamt 3. Glas ein völlig verändertes Bild: die laute Frucht hat sich verzogen. Leichte Reduktion, phenolischer Grip und herbe Saftigkeit geben dem Wein plötzlich einen Charakter, der für mich am ersten Abend nicht ansatzweise zu erahnen war. Der Wein ist interessant geworden.
Mir wäre kein Mechanismus bekannt, der aus dem Nichts in der geöffneten Flasche Reduktion entstehen ließe. Das deutet auf einen starken, gar dominanten Einfluß Deiner Tagesform hin. Daraus auf ein Trinkfenster zu schließen, halte ich für gewagt.
jm2c
Tagesform würde ich bei den oben beschriebenen Geschmackseindrücken von Dr. Bürklin-Wolf und von Winning ausschließen, aber andererseits ein generell gültiges Trinkfenster nie behaupten wollen.
Jeder schmeckt anders und hat individuelle Vorlieben.
Vielleicht bin ich auch nur zu ungeübt oder geschmacklich unsensibel, um die tatsächlich von Beginn an vorhandenen mineralischen und phenolischen Noten (ich nannte sie oben Reduktion, was vielleicht nicht richtig widergegeben ist) schon von Beginn an hinter der Frucht zu entdecken.

Mein Punkt war folgender:
Da gibt es Weine, die bei manchen Weingütern das Einstiegssegment bilden, die aber bereits als Jungwein eine erstaunliche Komplexität bieten, die sich in ihrer Deutlichkeit (zumindest mir) aber erst nach 2 - 3 Tagen zeigt. Solche Weine werden aber von den meisten eher nicht über mehrere Tage hinweg getrunken werden und bekommen so oft gar nicht die Möglichkeit, ihre ganze Pracht zu zeigen.
EThC hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 18:42
final_scream hat geschrieben: Di 30. Jun 2026, 17:01 Wie geht man mit solchen Weinen am besten um?
...tatsächlich mache ich solche Gutsweine in der Regel erst nach ein paar Jahren auf, hängt davon ab, ob ich die Sachen vorab schon bei Händlern oder Winzern probieren konnte. Wer meine Verkostungsnotizen durchforstet, wird da bislang kaum 24er (10) / 25er (2 :oops: ) finden und nicht wenige davon haben andere in irgendwelche Weinrunden mitgebracht. Dafür erreichen nicht wenige Gutsweine bei mir auch ein zweistelliges Alter und machen da zuallermeist eine sehr gute Figur (zuletzt ein 16er Gutsriesling von Schäfer-Fröhlich), die sind ja auch in aller Regel verschraubt und reifen damit auch viel gleichmäßiger als die leider meist verkork(s)ten Ersten und Großen Lagen etc. :(
Ob Reife hier die Lösung ist, kann ich für mich noch nicht beantworten. Ich werde es im Laufe der Zeit erfahren :)
Dein Blog und deine Verkostungsnotizen sind auf jeden Fall seit Jahren für mich ganz oft Inspiration und manchmal Rückversicherung. Ganz herzlichen Dank dafür, dass du seit so langer Zeit so viel Zeit und Aufwand darauf verwendest. :!:
Gruß
Steffen


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