Bordeaux 2020

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
Kle
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Kle »

Hallo Jean,

wir hatten uns aus methodischen Gründen(; für jung nach alt entschieden. Und blutige Nasen will man ja auch selbst mal haben, wobei ich, denke ich, Glück hatte.

Gruß, Kle
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
Nora
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Nora »

... und dass wir uns blutige Nasen holen könnten, war uns durchaus bewusst :) .

VG Nora
Chrysostomus
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Chrysostomus »

Darf ich kurz den Faden ausnutzen, um angesichts eurer Erfahrungen mit dem PC 2020 eine allgemeine Frage zu den 2020ern und folgenden Jahrgängen zu stellen?
Ich bilde mir ein, dass ich diese hier und auch davor schon des öfteren erwähnten "laktischen" Noten (Heidelbeerjoghurt, Vanillejoghurt, Schlagobers/Sahne) erst verstärkt bei den Arrivage-Proben der 2020er und daraufhin wieder im 2022er-Jahrgang verstärkt wahrgenommen habe.
2019 und großteils 2021 war davon (für mich) absolut nichts zu spüren. Diese Kombination mit gebranntem Zucker/Karamell ist für mich leider in den erwähnten beiden Jahrgängen bei vielen Proben, quer über die Preisrange, sehr störend gewesen. Ich dachte, das würde sich mit beginnender Reife besser integrieren. Nachdem offensichtlich im PC 2020 diese Aromen noch immer wahrnehmbar sind: Habt ihr Erfahrungen, ob sich das legt? Nehmt ihr das auch bei anderen Weinen dieser Jahrgänge (2020/2022) wahr? Für mich ein Grund, die hoch gelobten Jahrgänge 2020 und 2022 für mich generell deutlich (mit Ausnahmen) unter 2019, der gemeinsam mit 2016 mit viel mehr Frische und ohne diese störenden (Hitze?-)Aromen auskommt, einzuordnen
Schöne Grüße, Markus
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Jochen R.
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Jochen R. »

Hallo Markus,
ich finde den Heidelbeerjoghurt o. ä. tatsächlich in der einen oder anderen meiner Notizen. Meistens für mich allerdings alles im grünen Bereich.

Total nervig und mit der Zeit regelrecht abstoßend fand ich das beim Du Retout 2022 (getrunken 5/25) und Tronquoy 2022 (7/25) – da habe ich schon überhaupt keine Lust auf eine Wiedervorlage.

Ganz heftig die 1. Flasche La Tour Carnet 2020 (darauf war ich aus Erfahrung vorbereitet), die zweite 2 Jahre später (9/25) stark, ich glaube der wird mal richtig gut.
Erst kürzlich sehr laktisch empfand ich das beim Montrose 2020 (12/25), aber der wird das mit der Zeit vermutlich schon gut verdauen.

Viele Grüße,
Jochen
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Kle
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Kle »

Chrysostomus hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 06:50 Ich bilde mir ein, dass ich diese hier und auch davor schon des öfteren erwähnten "laktischen" Noten (Heidelbeerjoghurt, Vanillejoghurt, Schlagobers/Sahne) erst verstärkt bei den Arrivage-Proben der 2020er und daraufhin wieder im 2022er-Jahrgang verstärkt wahrgenommen habe.
2019 und großteils 2021 war davon (für mich) absolut nichts zu spüren.
beim 2019er hatte ich eine Fruchtjoghurt-Anmutung, ziemlich heftig sogar. viewtopic.php?t=5471&start=1730
Nora hatte das, glaube ich, nicht so stark empfunden.

Gruß, Kle
Ich erinnere mich eines bizarren Barba-grisca, von dem nur noch eine Flasche da war, so daß ich nicht erfahren konnte, ob der ungereimte Geschmack sich auch in den anderen gefunden hätte.
André Gide (Der Immoralist/Übers.Felix Paul Greve)
Nora
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Nora »

Nein, nur ganz dezent. So dezent, dass ich es sogar vergessen habe, in meine Notiz aufzunehmen.

Dafür beim Rauzan-Ségla 2020 umso mehr, siehe meine Notiz weiter oben.

VG Nora
Alba
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Alba »

Interessante Diskussion, diese Malolaktik - Heidelbeeren Joghurt Geschichte, vor allem wenn sehr ausgeprägt und nach Jahren immer noch präsent, gefällt mir das auch nicht unbedingt.
Ein Negativbeispiel vor einigen Monaten (und nicht das erste Mal) - Canon 2017. Ich hoffe das fängt sich, ist für den Jahrgang ein sehr schöner Wein, wenn sich das einbindet hoffentlich. Diese Heidelbeer-Joghurt Aromatik hätte ich nach gut 8 Jahren nicht so erwartet.
Bei den 2020ern, den wenigen die ich bisher hatte (ganz jung, jetzt schon länger nix mehr im Glas aus dem Jahrgang), kann ich mich da nicht erinnern an eine negative Wahrnehmung in Sachen Joghurt. Ganz sicher nicht bei Canon (der war überragend in 2020), aber auch nicht Ferriere, La Gaffeliere und einer Kleinflasche Lynch Bages (der Rest unangetastet).
Wäre einen Versuch wert, aber ich fürchte viele 20er sind generell derzeit nicht in der leichtesten Trinkphase, ganz unabhängig dieses Themas (Joghurt ...).

LG
Manfred
Chrysostomus
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Chrysostomus »

Vielen Dank für die Antworten!
Vielleicht geht es nur mir so, aber es hilft mir ganz einfach immer wieder, wenn die von mir als störend empfundenen Aromen (Milch/Joghurt/Schlagobers, Karamell, Haselnuss) in einer Notiz vorkommen, da ich darauf sehr empfindlich reagiere und den Wein nicht kaufen würde. Ich denke, dass andere das oft sogar mögen, oder zumindest mehr tolerieren und daher schon alleine aus diesem Grund weniger darüber schreiben...
Schöne Grüße, Markus
Ollie
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Ollie »

Durfort-Vivens hatte jung auch einen sehr deutlichen laktischen Ton, und ich fand's auch nicht so prickelnd, aber ich habe seit der Arrivage keine Flasche mehr geöffnet.

Bei den 2022ern hatte ich das hingegen gar nicht, auch keinen Karamell, den ich wirklich hasse.

Cheers,
Ollie
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