Zaccetti hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 12:55
Hey Bradetti da du dir die Mühe gemacht hast gehe ich davon aus du kennst das jährliche Sheet aus dem Berserkerforum nicht, in der mappe "Best VFM" findest du genau das was du versuchts abzubilden, Preis/Punkte relation. In den "Trimmean" mappen noch die Einordnung in der Achse.
Da es im Wineberserker Forum öffentlich zugeänglich gemacht wird denke ich sollte nichts dagegensprechen wenn ich es hier verlinke (ansonsten bitte löschen Mod)
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... =560131845
Das Spreadsheet kannte ich auch noch nicht - ganz interessant; vielen Dank für den Link.
Spasseshalber hab ich mir mal die Kritikerbewertungen angeschaut und ein paar Korrelationsanalysen dazu durchgeführt. Die Charts etc. werde ich hier nicht posten – die müsste ich erst aufbereiten und dazu fehlt mir die Zeit, v.a. aber die Lust. Trotzdem hier ein paar Einsichten:
Schaut man sich die 40 Weine an, die von (fast) allen Kritikern bewertet wurden (die Gruppe wird natürlich dominiert von den klassierten Gewächsen), so zeigt sich eine relativ hohe Korrelation zwischen den meisten Kritikern, was natürlich zu erwarten ist. Obenauf schwingt Jeff Leve, der am wenigsten von den Meinungen anderer Kritiker abweicht. Die Ausreisser auf mit den grössten Divergenzen zu anderen Kritikern sind dagegen James Suckling und Jancis Robinson – was keinen der hier Mitlesenden verwundern dürfte. Interessanter fand ich da, dass auch Jane Anson eine verhältnismässig geringe Kohäränz zu anderen Kritikern aufweist.
Schaut man sich die 160 Weine an, die von den meisten – aber nicht allen – Kritikern bewertet wurden, zeigt sich ein etwas anderes Bild: Zwar repräsentiert Jeff Leve auch hier den Konsens aller Verkoster am besten (zusammen mit Falstaff). Nach wie vor das Schlusslicht bildet auch bei der erweiterten Weingruppe Jancis Robinson.
Spannend ist aber, dass Jane Anson bei dieser Gruppe im oberen Mittelfeld liegt, also gute Korrelationen zu den meisten Mitverkostern zeigt. Ich interpretiere das dahingehend, dass sie im grossen und ganzen den Meinungen der Mitverkostern folgt, in der 40er Spitzengruppe den Fokus / die Präferenz aber leicht anders setzt als ihre KollegInnen. Da stellt sich für mich die Frage, wie Jane Ansons Präferenzen hier im Forum beurteilt werden.
Spannend ist, dass Galloni in der erweiterten Gruppe komplett einbricht und auch zu seinem Vinous-Mitverkoster Neal Martin (der im Mittelfeld liegt) massive Divergenzen zeigt (5 bis 6 Punkte Unterschied im 90-100er Bereich sind keine Seltenheit). Da ich mich über die teilweise stark überzogenen Bewertunen Gallonis bei einigen Weinen schon in der Vergangenheit gewundert habe, erstaunt mich dieses Ergebnis nicht unbedingt.