Brunello di Montalcino

Fasano
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Fasano »

Hasi hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 10:10 mir ist es eigentlich ziemlich egal ob ich irgendwo den Wein um 1.--€ günstiger oder nicht bekomme, HABEN WILL!
Bitte um Link zu Sassetti/Topdrop!!

Danke

Hasi
sorry, schon ausverkauft. Topdrop hat immer nur einen Wein, wenn verkauft kommt der Nächste....
Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Ciao tutti!

Wir hatten gestern in überschaubarer 7-er Runde eine mehr als beeindruckende „Brunellisierung“ beim Nachbarsweingut vom lieben WOLFGANG PÖLTL, der auch wunderbar für uns mit Steaks, Braterdäpfeln, Spargel und Pilzen aufkochte (und eines der Top-Weingüter in unserer Weinbaugemeinde Leobersdorf mit 15 Betrieben leitet).
Ich habe folgende Schätze aus unserem Keller zur Verfügung gestellt: Rosso dM Sesta di Sopra 2019, Rosso dM Voliero 2016, Brunello Angelo Sassetti 2016, Brunello Casanuova delle Cerbaie 2012, Brunello Collelceto 2010, Brunello Riserva Livio Sassetti 2004, Brunello „Altero“ Poggio Antico 1997 (!) und Brunello Lisini 1986 (!). Wolf zauberte zum Einstimmen seinen herrlichen Pinot Noir und mittendrin noch eine Magnum Brunello Talenti 1993 (!) aus seinem Keller, und von ihm eine Magnum Zweigelt „Grande Reserve“ 2005. Zum „Erfrischen“ brachte Kasi mehrere eisgekühlte Grüne Veltliner mit. In Summe waren wir sieben nach 10,5 Litern Wein sehr gut „drauf” und ALLE Weine wunderschön. Als absolut HERAUSRAGEND zeigte sich der Methusalem des Abends, der Lisini '86 (er war noch fast fast jugendlich frisch und seine Farbe strahlte - weit weg von irgendwelchen Alters-Einbräunungen, wie bei Brunello üblich!). Ebenfalls herausragend gut waren der „Altero“ '97 und der Talenti '93. Einstimmuig zum „Wine of the evening“ ausgezeichnet wurde die Pertimali-Riserva von Livio Sassetti aus 2004! Mindestens auf Augenhöhe mit fast allen Sangiovese war allerdings auch Wolfgang Pöltls „Grande Reserve“ 2005!

La vita è bella!! 😎

Hasi
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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

ACHTUNG Neu-Entdeckung!

Nach 38 Jahren intensiver Beschäftigung mit der Materie Brunello di Montalcino habe ich vorgestern in einer winzigen Vinothek in Udine ein (für mich) neues Montalcino-Weingut entdeckt und die einzige dort erhältliche Flasche Brunello vom ebenfalls winzigen Weingut BUCINE gekauft. Bis dahin habe ich diesen Namen nicht mal in Montalcino selbst wahrgenommen!! Der Betrieb liegt am nordöstlichen Abhang direkt unter der Stadt und umfasst eine Brunello-Lage von nur unter 1 ha auf 350m.
Der Brunello ist aus 2019 und trägt schon das neue Label von Bucine.

Ich bin gespannt ...

Ciao

Hasi
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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Schweizerische Weinzeitung April 2026 „Brunello di Montalcino - die Spitzenweine des Jahrgangs 2021”

ist übrigens ein abo-würdiges Weinmagazin!

im 20 Punkte-System wurden hier (auszugsweise) vergeben:
19/20 Ciacci Piccolomini DÀragona
19/20 Giodo
19/20 Il Palazzone „Vigna le Due Porte”
19/20 Siro Pacenti „Vecchie Vigne”
19/20 Le Potazzine
19/20 Castello Romitorio „Filo di Seta”
19/20 Salvioni
19/20 Sassetti Livio Pertimali „Mulino”
19/20 Sesta di Sopra „Magistra”
19/20 Talenti „Piero”
19/20 Gaja „Sugarille”
18/20 Castello Romitorio
18/20 Salicutti „Piaggione”
18/20 San Carlo
18/20 San Polo „Vignavecchia”
18/20 Sesta di Sopra
18/20 Ucceliera
18/20 Val di Suga „Vigna del Lago”
18/20 Talenti

Hasi
Alba
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Alba »

Hallo,
gestern nach einem Roten Veltliner SM von Rudi Pichler als echten "Roten" die Neugier mit dem ersten 21er Brunello gestillt - Fuligni.
Die hohen Bewertungen der schreibenden Weinzunft sind hier ja schon ausreichend kommentiert umso größer die Spannung.
Und ja, der Wein hat voll geliefert. Bei mir ist und bleibt Salvioni´s Cerbaiola MEIN Maß der Dinge = Referenz in Sachen Brunello (wobei ich da den Brunello 21 noch nicht habe/ kenne - ist aber selbstverständlich im Zulauf :D , aber vom mehrfach genossenen Rosso d.M. 21 aus "hochgerechnet" :roll: erwartet uns da sicher Großes).
Zum Fuligni - klassische, nicht zu dichte Tönung (Granat- bis Ziegelrot, natürlich keine Braun -oder Violettt Töne) mit Schlieren die ausreichend Extrakt und Alkohol ankündigen (die nominell 14.5%. spürt man NULL, keine Angst davor).
In der Nase feine rote Beeren (Ribisel, frische rote Kirsche, auch leicht florale Töne und eine gewisse Würzigkeit kommen durch), sprich große nasale Komplexität kündigt sich an wenngleich natürlich in dem Alter noch etwas zurückhaltend und weiter ausbaufähig - aber alles da (bei NULL Rustikalität, eben Sangiovese oberster Klasse!)
Elegant - sanfter Mundauftritt, trinkt sich eigentlich schon recht schön wenngleich die Tannine und auch die Säure (ebenfalls sehr fein, nicht aufdringlich) ihren Platz einnehmen und das Entwicklungspotenzial eindrucksvoll unterstreichen.
Rest der Flasche heute oder morgen, freue mich darauf.
Wenn der Wein repräsentativ für 2021 steht, ist das definitiv ein Jubeljahrgang in Montalcino.
Ich denke das Einkaufskapitel ist da noch nicht ganz geschlossen.

LG
Manfred
Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Danke Manfred!

Ich werde sofort Fuligni nachbestellen um `21 entsprechend repräsentativ zu ergänzen, habe da natürlich ebenfalls an Salvioni gedacht, dessen `21-er Bewertungen bei „Falstaff” und „Vinum” aber seltsamerweise weit hinten nachhinken! (was für mich natürlich kein Grund ist NICHT zu kazfen! Ich hatte schon oftmals Kiems Bewertungen für Brunello völlig hinterfragen müssen)

Hasi
Alba
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Alba »

Hallo Hasi,
also ich mach mir wegen fehlender 100 P. Bewertungen bei Salvioni auch null Gedanken, hat zumindest von erfahrenen Verkosten bei Vinous, Parker, Decanter und Co. immer 97 erhalten, wenn man Punkte überhaupt (noch) heranziehen will. Wie gesagt ich kenne den 21er RdM ziemlich ausgiebig - jede Sorge über den Brunello erübrigt sich da.
Bleibt halt der Preis ..., aber im Vergleich zu manch anderem "Großen" in Montalcino ist er dann auch wieder im Rahmen, ist halt wie überall ob Barolo/ Barbaresco, Super Tuscans, Bordeaux oder, oder, oder - die Preiswürdigkeit muss jeder für sich relativieren, von Burgund G.C. mal ganz abgesehen.
Nach dem Erlebnis gestern rücken jedenfalls Laura Brunelli, Filo di Seta und der "günstige" Baricci stark in den Fokus als weitere Ergänzungen BdM 2021, evtl. auch der "normale" Il Marroneto (der Madonna sprengt dann doch das Budget bei weitem ...).

LG
Manfred
Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Hi Manfred! ... von Lauras Brunello hatte ich eine Fassprobe bei ihr, der war vor 2 Jahren schon KULT! Mit Marroneto bin ich nie wirklich „warm” geworden! Baricci und Altesino Montosoli, wie auch Capanna, Pertimali Sassetti, Paradiso di Manfredi, Canalicchio di Sopra und Le Chiuse und alle „vom Norden” sind vermutlich ebenfalls „100-Punkter” bei 2021.
Illy (Podere Ripi) hab ich schon coraviniert (Amore e Magia), der braucht noch, wird aber ein Hammer, „Illy 2” (Mastrojanni) hat mir nach gestriger Coravinierung NICHT geschmeckt (2021 war noch VOR Francesco IIllys neuerlicher Übernahme, das waren auf Mastrojanni zuletzt sehr „unruhige” Zeiten) ... Francesco hat ja Mastrojanni, welches er „seinerzeit” durch eine erste Intervention vor rund 18 Jahren vor dem Untergang gerettet hat (und damit auch den Gutsleiter Andrea Machetti, der früher auf Banfi erstaunliches bewirkte, ab 1992 Mastrojanni umstrukturierte und berühmt machte und bereits seine persönlichen Ersparnisse in das sinkende Schiff des verstorbenen römischen Rechtsanwalts Gabriele Mastrojanni versenkt hatte) erst 2022 tatsächlich zur Gänze übernommen. 2008 wurde Mastojanni nach einer massiven Illy-Kapitalspritze ins Portfolio der Gruppo Illy eingegliedert. Francesco, der damals damals bereits „Blut geleckt hatte” und auf seiner benachbarten „Podere Le Ripi” biodynamischen Wein zzu keltern begann, versuchte Mastrojanni mit Machetti und auch seinem Bruder Riccardo Illy (ehemals Bürgermeister von Triest und auch Parlamentarier) neu aufzugleisen. Es wurden zusätzliche Mangerinnen, Önologen usw. eingesetzt, dann eröffnete man obendrauf einen sehr exlusiven Beherberbungebstrieb mit Restaurant (Relais Mastrojanni) am Weingut, den wir gemeinsam mit Riccardo Illy Mitte Februar 2017 als die allerersten Gäste noch lange vor der Eröffnung eine Woche lang „ausprobieren” durften, und irgendwie fand sich (meiner Meinung nach) keine Linie, was sich (meiner Meinung nach) letztendlich auch in den Weinen niederschlug und schliesslich auch noch im Abgang von Andrea Machetti endete. Ich griff hier in den letzten 6 Jahren mehrmals ordentlich „daneben” bei Mastrojanni-Weinen, die von himmelhochjauchzend gut bis katastrophal schlecht daher kamen, was früher nicht vorgekommen ist! (Oder hatte nur ICH Pech?) Vor 4 Jahren gab Francesco Illy seine Anteile der Gruppo Illy an seine Geschwister Andrea, Anna und Riccardo ab und erhielt dafür das komplette Mastrojanni-Raumschiff! Man darf gespannt sein, wie sich die ersten Weine unter dem nun alleine herrschenden und akribischen Bio-Freak Francesco Illy (also ab Ernte 2023) zeigen, und ob er einen Weg zurück zu altem Mastrojanni-Stil einschlägt, oder einen Crossover mit der Ripi-Idee wagt! Francesco hat somit 35 Hektare auf Podere Le Ripi unter Wein, wo ausschliesslich nach Demeter-Richtlinien gearbeitet wird, und knapp 60 Hektare auf Mastrojanni und gehört mit 95 ha Sangiovese-Anlagen jetzt zu den sieben „ganz Großen” in Montalcino, denn rund um die 100 Hektar unter Wein oder darüber haben in Montalcino nur eine Handvoll Betriebe (Col DÒrcia-144ha, Il Poggione-135ha, Banfi-950ha davon 173ha für Sangiovese, Castel Giocondo-152ha, Caparzo-90 ha + Altesino-60ha, Camigliano-90ha)

Ciao
Hasi
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Francesco Illy durchs Weinglas fotografiert ©Rneate Haslinger
Francesco Illy durchs Weinglas fotografiert ©Rneate Haslinger
Bradetti
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Bradetti »

Das letzte Wochenende stand im Zeichen von zwei 2016ern.
Eingeläutet wurde das Wochenende mit

2016 Claudia Ferrero Brunello di Montalcino

Kirsche mit Kräutern und einer leichten erdigen Note, auch eine Spur Marzipan, durchscheinender süßer Fruchtkern, softe Tannine, angenehmes Säurelevel, etwas Alterstöne.
Kein Ausbund an Tiefe, aber schöne, solide Struktur.
Schöne Balance, der Wein wirkt fertig, hier muss sich nichts wirklich mehr finden. Hatte nachgeschaut: Im Jahr 2022 hatte ich die erste Flasche getrunken, da war der auch schon toll.
Einfach ein sehr leckerer Brunello!

Beendet wurde das Wochenende mit
2016 Franz-Josef Eifel Trittenheimer Apotheke Spätlese „Jungheld“ feinherb (siehe Eifel-Faden)
Ich bin Weinkenner. Wenn ich Wein trinke, merke ich sofort „Aah, Wein!“

Viele Grüße
Dirk
Nora
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Nora »

Hallo Dirk, danke für die Notiz!

Meinst du, den sollte man demnächst austrinken? Oder hat das noch Zeit?

VG Nora
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