...das kenne ich, mache ich ja auch mit nicht gerade wenigen Gütern. Aber ich behalte so manche Deiner Monologe durchaus im Hinterkopf, auch wenn ich mit Einkäufen aktuell sehr zurückhaltend bin...Bernd Schulz hat geschrieben: ↑So 14. Dez 2025, 22:09 Schade nur, dass ich hier weitgehend vor mich hin monologisiere...
Fetz
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Re: Fetz
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Ralf Gundlach
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Re: Fetz
Hallo Bernd,Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mi 29. Okt 2025, 22:08 Heute war Christian Muders vom Weingut Fetz mit einer Lieferung von 12 Pullen bei mir. Nachdem mir der 22er Spätburgunder ohne Lagenangabe gut gefallen hatte, wollte sein Nachfolger aus 2023 gleich probiert werden:
Laut Website des Weinguts handelt es sich um eine Lagencuvée aus dem Dörscheider Kupferflöz und dem Dörscheider Wolfsnack. Und unter PLV-Aspekten ist das der beste Rotwein vom Mittelrhein, den ich bislang getrunken habe (die Spätburgunder von Kauer und vor allem Weingart sind sicher auch nicht von schlechten Eltern, aber sie kosten dann doch eine Ecke mehr). Dass es so etwas aus den eher unbekannten, aber potentiell spannenden Lagen am rechten Rheinufer zwischen Koblenz und Lorch überhaupt gibt, finde ich sehr erfreulich. Fetz ist DER Betrieb, der rund um Kaub herum die Fahne richtig hochhält - und dafür hätte er meines Erachtens mehr Aufmerksamkeit verdient!
Herzliche Grüße
Bernd
den habe ich gerade im Glas und ich kann deine VKN nachvollziehen. Interessant ist auch die animalische Note, die sich mit Luft reduziert. Aber insgesamt ein richtig guter, und vor allem eigenständiger Spätburgunder.
Gruß
Ralf
Re: Fetz
Hallo,
im Rahmen einer grösseren Runde kam ich nun dazu, einige Weine aus dem Fetz-Paket zu verkosten.
Ich habe mir keine Notizen gemacht, deshalb aus dem Gedächtnis eine allgemeine Einschätzung.
Wir hatten vom Riesling:
2024er Riesling Kaub trocken
2023er Riesling Dörscheider Wolfsnack trocken
2023er Riesling Dörscheid Alte Reben trocken
Alle drei Rieslinge topp! Ausgewogen, harmonisch, mineralisch, gebietstypisch, mit gewisser Tiefe und Anspruch gleichzeitig absolut trinkanimierend und mit dem gewissen extra. Ganz grosse Zufriedenheit! Wer punkte will, alles so zwischen 89-91; mein Favorit der Dörscheider Wolfsnack, der seine 17 € absolut Wert ist. Nachkaufreflex ja!
Beim Spätburgunder Gutswein 2023 bin ich nicht so ganz enthusiastisch, fand ihn tatsächlich etwas schwierig und habe ihn immer wieder etwas ratlos in den Kühlschrank zurückgestellt. Am 3. oder 4. Tag habe ich dann meinen Frieden mit ihm gemacht, fand ihn dann ganz gut, insgesamt für mich aber doch zu wenig Substanz, eher ein einfach gestricktes Exemplar zum nebenbei "Wegsüffeln". Am Mittelrhein spielen dann Ratzenberger, Weingart oder Jost in punkto Spätburgunder meiner Meinung nach in einer anderen Liga, aber die guten Exemplare sind auch deutlich teurer.
Zum probieren bleibt noch der Sekt sowie der Lagen-Spätburgunder (überraschenderweise in einer 0,5l-Flasche
, das hatte ich auf der Preisliste wohl übersehen).
Riesling-mässig aber eine durch und durch positive Erfahrung und absolute Empfehlung!
im Rahmen einer grösseren Runde kam ich nun dazu, einige Weine aus dem Fetz-Paket zu verkosten.
Ich habe mir keine Notizen gemacht, deshalb aus dem Gedächtnis eine allgemeine Einschätzung.
Wir hatten vom Riesling:
2024er Riesling Kaub trocken
2023er Riesling Dörscheider Wolfsnack trocken
2023er Riesling Dörscheid Alte Reben trocken
Alle drei Rieslinge topp! Ausgewogen, harmonisch, mineralisch, gebietstypisch, mit gewisser Tiefe und Anspruch gleichzeitig absolut trinkanimierend und mit dem gewissen extra. Ganz grosse Zufriedenheit! Wer punkte will, alles so zwischen 89-91; mein Favorit der Dörscheider Wolfsnack, der seine 17 € absolut Wert ist. Nachkaufreflex ja!
Beim Spätburgunder Gutswein 2023 bin ich nicht so ganz enthusiastisch, fand ihn tatsächlich etwas schwierig und habe ihn immer wieder etwas ratlos in den Kühlschrank zurückgestellt. Am 3. oder 4. Tag habe ich dann meinen Frieden mit ihm gemacht, fand ihn dann ganz gut, insgesamt für mich aber doch zu wenig Substanz, eher ein einfach gestricktes Exemplar zum nebenbei "Wegsüffeln". Am Mittelrhein spielen dann Ratzenberger, Weingart oder Jost in punkto Spätburgunder meiner Meinung nach in einer anderen Liga, aber die guten Exemplare sind auch deutlich teurer.
Zum probieren bleibt noch der Sekt sowie der Lagen-Spätburgunder (überraschenderweise in einer 0,5l-Flasche
Riesling-mässig aber eine durch und durch positive Erfahrung und absolute Empfehlung!
Beste Grüße
Gaston
Gaston
-
Bernd Schulz
- Beiträge: 7565
- Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55
Re: Fetz
Hallo Gaston,
auch wenn wir uns beim Spätburgunder nicht ganz einig sind, freut es mich auf jeden Fall sehr, dass dir die Rieslinge gut gefallen haben!
Zufälligerweise hatte ich gestern nach der endgültigen Vertilgung der hervorragenden 24er Letterlay-Spätlese trocken von Martin Müllen den 23er Riesling Dörscheid Alte Reben von Fetz aufgezogen, weil ich noch Lust auf einen weiteren trockenen Riesling hatte - und ich fand den Abstand zwischen beiden Weinen gar nicht so groß. Die Müllen-Spälese war schon etwas feiner und eleganter, aber in puncto Substanz konnte der Fetz-Riesling problemlos mithalten. Ich habe noch einen Rest zum Nachverkosten in der Flasche und freue mich gerade schon darauf!
Herzliche Grüße
Bernd
auch wenn wir uns beim Spätburgunder nicht ganz einig sind, freut es mich auf jeden Fall sehr, dass dir die Rieslinge gut gefallen haben!
Zufälligerweise hatte ich gestern nach der endgültigen Vertilgung der hervorragenden 24er Letterlay-Spätlese trocken von Martin Müllen den 23er Riesling Dörscheid Alte Reben von Fetz aufgezogen, weil ich noch Lust auf einen weiteren trockenen Riesling hatte - und ich fand den Abstand zwischen beiden Weinen gar nicht so groß. Die Müllen-Spälese war schon etwas feiner und eleganter, aber in puncto Substanz konnte der Fetz-Riesling problemlos mithalten. Ich habe noch einen Rest zum Nachverkosten in der Flasche und freue mich gerade schon darauf!
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Fetz
Ich reiche noch folgenden Wein nach:
2022 Spätburgunder Dörscheider Wolfsnack trocken
13% vol., aus der 0,5l-Flasche, unfiltriert. Überraschend dunkles Bordeaux-Rot. Sehr ruhige, zurückhaltende Nase, hauptsächlich Schwarzkirsche, auch dezente Hagebutten-Noten. Am Gaumen analoge Fruchtaromen, schöne, prägnante Säure, eher kräftiger Körper mit Substanz, deutlich Tannin, mineralischer Unterbau, hinten recht langer, Säure- und Tannin-betonter Abgang. (87/88 P.)
Gefällt mir besser als der 23er Gutswein, aber doch eher auf der rustikalen Seite, vielleicht noch zu jung. Auch hier fehlt mir Feinheit und Eleganz, und bei einem umgerechneten Preis von 25,50 für die 0,75l-Flasche für mich kein ideales PGV.
Fetz-Zwischenfazit: Rieslinge klarer Nachkaufkandidat, Spätburgunder nicht ganz mein Ding. Auf jeden Fall danke an Bernd für diesen Tipp, die Rieslinge werde ich weiterverfolgen!
2022 Spätburgunder Dörscheider Wolfsnack trocken
13% vol., aus der 0,5l-Flasche, unfiltriert. Überraschend dunkles Bordeaux-Rot. Sehr ruhige, zurückhaltende Nase, hauptsächlich Schwarzkirsche, auch dezente Hagebutten-Noten. Am Gaumen analoge Fruchtaromen, schöne, prägnante Säure, eher kräftiger Körper mit Substanz, deutlich Tannin, mineralischer Unterbau, hinten recht langer, Säure- und Tannin-betonter Abgang. (87/88 P.)
Gefällt mir besser als der 23er Gutswein, aber doch eher auf der rustikalen Seite, vielleicht noch zu jung. Auch hier fehlt mir Feinheit und Eleganz, und bei einem umgerechneten Preis von 25,50 für die 0,75l-Flasche für mich kein ideales PGV.
Fetz-Zwischenfazit: Rieslinge klarer Nachkaufkandidat, Spätburgunder nicht ganz mein Ding. Auf jeden Fall danke an Bernd für diesen Tipp, die Rieslinge werde ich weiterverfolgen!
Beste Grüße
Gaston
Gaston
