...daß Macération carbonique auch in orange und mit Oxi-Frucht geht, wußte ich bislang auch noch nicht:
2020er Chardonnay – «La Carbonnode» – Vin de France, Domaine La Soufrandière – Bret Brothers, Burgund
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Toller Chardonnay, der durch seine Eleganz, Feinheit und Ausgeglichenheit trotz des jugendlichen Alters glänzt. Mit feiner Frucht, Würze und ausgeprägter Mineralität. Trotz des „nur“ mittleren Körper sehr dicht. Das ist ein Macon genau nach meinem Geschmack. Ernsthaftigkeit paart sich hier mit Trinkfreude.
Für mich sind die Chardonnay aus der Gegend eh die spannendsten Weine dieser Rebsorte. Und Roc des Boutires, das von den Machern von Chateau Moulin a Vent geleitet wird scheint sehr ambitioniert zu sein. Gut, die Preise sind auch eher gehobener. Aber der hier ist seinen Preis definitiv wert.
diesen Knüller gab es zum Rebhuhn. Pierre Vessigaud: Charnay les Macon -Bois Marechal- 2022. Ein ganzes Stück abseits gelegen von den berühmten Pouilly Fuisse-Lagen des Monsieur Vessigaud, aber deshalb nicht schlecht. 25jährige Reben. Herrlicher Duft nach Aprikosen, deren Kernen, etwas Lakritz und einem Hauch Nelke. Das setzt sich am Gaumen fort, hier kommt noch weisser Pfeffer und für die Frische ein angenehmer Limettenton hinzu. Tolle Länge. Kunstück: Hier wird Volumen (13,5%) und Frische vereint. Toller Wein.
Heute gab es etwas, das wir früher, wenn wir in der Gegend unterwegs waren, sehr gerne gegessen haben, nämlich Cassolette d' escargots. Dazu ein Wein, der mit seiner Säure und karger Mineralität hervorragend für Stein-Riesling-Trinker geeignet wäre. Domaine Cheveau: Macon Fuisse -les Grandes Bruyeres-. Ein Familiengut mit 20 ha gesamt. Dieser hier stammt von Böden mit Vulkangestein und Schiefer. Sehr blass, wenig Frucht in der Nase und am Gaumen. Knackige Säure, schafft ein Gleichgewicht zwischen Frische und Üppigkeit (13,5Vol). Blind probiert, könnte das ein Rheingauer Riesling von tieferen Böden sein. Sehr ungewöhnlich. 13,90 hat er gekostet.