
Erstaunlicherweise konnte der Wein seit September 2024 noch einmal etwas zulegen und zeigt damit, dass in der Pfalz auch ganz exzellente restsüße Rieslinge erzeugt werden können. Nach mehr als 20 Jahren ist diese Auslese immer noch ein Hochgenuss!
Über den elenden Bröselkorken hatte ich schon beim letzten Mal gemoppert, und auch diesmal stand es um den Verschluss keinen Deut besser. Ich habe gleich den Spangenkorkenzieher angesetzt, aber auch mit diesem gelang es mir nur, ein Fragment der Baumrinde aus dem Flaschenhals zu holen. Inzwischen verfüge ich über noch spezielleres Operationsbesteck (in Gestalt eines verbogenen Spindelkorkenziehers ohne Seele, mit dem man in einem speziellen Winkel arbeiten kann), und damit ist es mir nach mehrminütiger Kleinarbeit tatsächlich noch gelungen, die weiteren Teile des Korkens zu entfernen, ohne dass eine nennenswerte Menge davon in den Wein gefallen wäre, aber trotzdem frage ich mich immer wieder und wieder, warum ein solches Theater beim Entfernen des Verschlusses der Pulle eigentlich sein muss?
P.S.: Diese Auslese erhält ihren besonderen Reiz meines Erachtens nicht unwesentlich durch die recht hohe 2004er Säure!
Herzliche Grüße
Bernd