Here we go!
Es geht los. Neues Jahr – neues Glück.
Es ist immer wieder schön und voller Hoffnung dieser Austrieb der Reben im Frühjahr.
2025 war schon sehr früh – etwa 10-14 Tage. Jetzt, 2026 ist es nochmals 10-14 Tage früher als 2025.
Also dann...
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Médoc 2026
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Médoc 2026
Die Wahrheit liebt es, sich zu verstecken. (Heraklit - Interpretation)
Re: Médoc 2026
Danke für die liebevollen Updates zum jeweils aktuellen Jahrgang!
Viele Grüße an den Atlantik,
Wolf
Viele Grüße an den Atlantik,
Wolf
„Es war viel mehr.“
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
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Re: Médoc 2026
Das möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Eine prächtige Orchis morio zwischen unseren Reben.
Natur und Reben passen zusammen.
Die Orchidee ist für mich ein guter Indikator für die Mykorrhiza auf diesem Standort. Ich bin mir sicher, dass die Qualität unserer Trauben auch damit begründet wird.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Natur und Reben passen zusammen.
Die Orchidee ist für mich ein guter Indikator für die Mykorrhiza auf diesem Standort. Ich bin mir sicher, dass die Qualität unserer Trauben auch damit begründet wird.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
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Re: Médoc 2026
Ein wunderschönes Bild Stefan, danke dafür! Und ja, Orchideen sind durchaus anspruchsvoll was ihren Standort angeht, dass heißt Eure Bodenbearbeitung fällt minimal aus, korrekt?small talk hat geschrieben: ↑Mi 1. Apr 2026, 18:37 Das möchte ich Euch nicht vorenthalten. Eine prächtige Orchis morio zwischen unseren Reben.
Natur und Reben passen zusammen.
Die Orchidee ist für mich ein guter Indikator für die Mykorrhiza auf diesem Standort. Ich bin mir sicher, dass die Qualität unserer Trauben auch damit begründet wird.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Viele Grüße & weiterhin alles Gute für den Jahrgang 2026,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
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Re: Médoc 2026
Guten Abend Björn,
die Bodenbearbeitung haben wir insgesamt etwas zurück gefahren und nehmen seit letztem Jahr stellenweise wieder Herbizide. Tatsächlich hat sich die Anzahl an Orchideen zwischen den Reben mit der Bodenbearbeitung sehr reduziert. Die kommen aber schon wieder. Bei der sehr dünnen Krume über den Kies hat es die Mykorrhiza auch ohne Bodenbearbeitung sehr schwer. Wird der Boden dazu ständig gelockert (die Wildschweine machen das übrigens auch), dann verändert sich der Pflanzenbestand.
Auf der Fläche wo ich das Bild oben gemacht habe, hatten wir keine Bodenbearbeitung gemacht, weil wir für diesen Reihenabstand nicht mechanisiert sind (80 cm). Mit Herbiziden habe ich dort vor einigen Jahren aufgehört; stattdessen Freischneider… Das packen wir jetzt jedoch nicht mehr. So habe ich entschieden diese Fläche zu roden um breitere Reihen anzulegen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage ist eine Umstrukturierung jedoch unumgänglich. Ich bin nun dabei den Reihenabstand auf 1.9-2 m zu vereinheitlichen, was wirtschaftlicher ist und den Begleitpflanzen mehr Raum gibt.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
die Bodenbearbeitung haben wir insgesamt etwas zurück gefahren und nehmen seit letztem Jahr stellenweise wieder Herbizide. Tatsächlich hat sich die Anzahl an Orchideen zwischen den Reben mit der Bodenbearbeitung sehr reduziert. Die kommen aber schon wieder. Bei der sehr dünnen Krume über den Kies hat es die Mykorrhiza auch ohne Bodenbearbeitung sehr schwer. Wird der Boden dazu ständig gelockert (die Wildschweine machen das übrigens auch), dann verändert sich der Pflanzenbestand.
Auf der Fläche wo ich das Bild oben gemacht habe, hatten wir keine Bodenbearbeitung gemacht, weil wir für diesen Reihenabstand nicht mechanisiert sind (80 cm). Mit Herbiziden habe ich dort vor einigen Jahren aufgehört; stattdessen Freischneider… Das packen wir jetzt jedoch nicht mehr. So habe ich entschieden diese Fläche zu roden um breitere Reihen anzulegen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Angesichts der wirtschaftlichen Lage ist eine Umstrukturierung jedoch unumgänglich. Ich bin nun dabei den Reihenabstand auf 1.9-2 m zu vereinheitlichen, was wirtschaftlicher ist und den Begleitpflanzen mehr Raum gibt.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
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Re: Médoc 2026
Hallo Stefan, braucht es Medoc 2026 neben Bordeaux 26? Weiß nicht ob das zielführend ist. Schöne Ostern.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Euer Schöni
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Re: Médoc 2026
Hallo Schöni,
die Frage ist durchaus berechtigt.
Eine Unterscheidung habe ich vorgenommen, weil das Médoc, insbesondere das nördliche Médoc, so ganz anders ist als die vielen anderen AOC des Bordelais.
Es ist anders strukturiert: – deutlich überwiegend Familienbetriebe (bäuerliche Struktur auch mit Mischbetrieben)
Ganz andere Böden: der Kalksockel des Medoc kommt hier näher an die Oberfläche und liegt stellenweise frei (der Ortsname Couqueques leitet sich von coquille [Muschelschale] ab). Es liegen also pH-Wert gegensätzliche Bodenschichten sehr nah beieinander (Kies mit sehr niedrigem pH-Wert und Kalk mit sehr hohem pH-Wert). Die eigentlichen Weinlagen sind hier eher ‚Insel-Lagen‘ also sehr isoliert und kleinflächiger (leider wurde der Weinbau auch auf die guten Maisäcker ausgedehnt… weshalb es einige nicht so tolle Weine hier gibt), hingegen stehen die guten ‚Insel-Lagen den großen Lagen des südlichen Médoc in nichts nach.
Das Klima: ist hier eindeutig Ozean und Gironde dominiert, auch die Winde. Die Luft ist extrem klar.
Die Landschaft: ist durchsetzter es gibt Mischwälder und Wiesenbereiche. Du brauchst kein Fernglas um einen Baum zu sehen. Diese Mischung ist insgesamt natürlicher und wenn man das mag lässt es sich hier gut leben.
In den Weinen, auch in den Jahrgängen, kommen diese sie Unterschiede auch sehr deutlich heraus. Ein typisches Beispiel ist der Jahrgang 2014 der hier im nördlichen Médoc ganz hervorragend ist (bitte als allgemeine Aussage verstehen, da gibt es immer Abweichungen von Château zu Château) im Gegensatz zu 2015 der hier nicht so groß ist wie z.B. im Libournais/rechtes Ufer. Geprägt wurde die Jahrgangseinschätzung für das Bordelais ganz anders.
Da das Bordelais sich aus sehr unterschiedlichen Landschaften zusammensetzt und oft nur zwischen linkes und rechtes Ufer unterschieden wird, wollte ich mit ‚Médoc 2026‘ die ausgeprägte Eigenständigkeit des Médoc bezeichnen.
Im Grunde hätte ich allerdings auch nichts dagegen den Faden in Bordeaux 2026 umzubenennen. Meine Beiträge sofern sie sich auf unsere Weinwirtschaft beziehen sollten auf jeden Fall ins Médoc eingeordnet werden und haben keine Gültigkeit für das gesamte Bordelais.
Sollte Gerald das eine Umbenennung bevorzugen, kann er das von mir aus gerne machen.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
die Frage ist durchaus berechtigt.
Eine Unterscheidung habe ich vorgenommen, weil das Médoc, insbesondere das nördliche Médoc, so ganz anders ist als die vielen anderen AOC des Bordelais.
Es ist anders strukturiert: – deutlich überwiegend Familienbetriebe (bäuerliche Struktur auch mit Mischbetrieben)
Ganz andere Böden: der Kalksockel des Medoc kommt hier näher an die Oberfläche und liegt stellenweise frei (der Ortsname Couqueques leitet sich von coquille [Muschelschale] ab). Es liegen also pH-Wert gegensätzliche Bodenschichten sehr nah beieinander (Kies mit sehr niedrigem pH-Wert und Kalk mit sehr hohem pH-Wert). Die eigentlichen Weinlagen sind hier eher ‚Insel-Lagen‘ also sehr isoliert und kleinflächiger (leider wurde der Weinbau auch auf die guten Maisäcker ausgedehnt… weshalb es einige nicht so tolle Weine hier gibt), hingegen stehen die guten ‚Insel-Lagen den großen Lagen des südlichen Médoc in nichts nach.
Das Klima: ist hier eindeutig Ozean und Gironde dominiert, auch die Winde. Die Luft ist extrem klar.
Die Landschaft: ist durchsetzter es gibt Mischwälder und Wiesenbereiche. Du brauchst kein Fernglas um einen Baum zu sehen. Diese Mischung ist insgesamt natürlicher und wenn man das mag lässt es sich hier gut leben.
In den Weinen, auch in den Jahrgängen, kommen diese sie Unterschiede auch sehr deutlich heraus. Ein typisches Beispiel ist der Jahrgang 2014 der hier im nördlichen Médoc ganz hervorragend ist (bitte als allgemeine Aussage verstehen, da gibt es immer Abweichungen von Château zu Château) im Gegensatz zu 2015 der hier nicht so groß ist wie z.B. im Libournais/rechtes Ufer. Geprägt wurde die Jahrgangseinschätzung für das Bordelais ganz anders.
Da das Bordelais sich aus sehr unterschiedlichen Landschaften zusammensetzt und oft nur zwischen linkes und rechtes Ufer unterschieden wird, wollte ich mit ‚Médoc 2026‘ die ausgeprägte Eigenständigkeit des Médoc bezeichnen.
Im Grunde hätte ich allerdings auch nichts dagegen den Faden in Bordeaux 2026 umzubenennen. Meine Beiträge sofern sie sich auf unsere Weinwirtschaft beziehen sollten auf jeden Fall ins Médoc eingeordnet werden und haben keine Gültigkeit für das gesamte Bordelais.
Sollte Gerald das eine Umbenennung bevorzugen, kann er das von mir aus gerne machen.
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Stefan
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Re: Médoc 2026
...da hier ja vorwiegend die recht spezifischen Jahrgangsentwicklungen eines kleinen Teils des immer (noch) 100.000 ha großen BDX-Gebiets beschrieben werden, halte ich den Médoc-Faden durchaus für legitim...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Re: Médoc 2026
Es wäre schade, wenn Stefans sehr interessanten Berichte über Witterungsverlauf und Vegetationsfortschritt im allgemeinen Palaver über zu hohe Subs.-Preise, unzutreffende Bewertungen und Beschwerden über verspätete Jungweinauslieferungen untergehen würde
.
Grüße
Hartmut
Grüße
Hartmut
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Re: Médoc 2026
Zustimmung!harti hat geschrieben: ↑Di 7. Apr 2026, 13:07 Es wäre schade, wenn Stefans sehr interessanten Berichte über Witterungsverlauf und Vegetationsfortschritt im allgemeinen Palaver über zu hohe Subs.-Preise, unzutreffende Bewertungen und Beschwerden über verspätete Jungweinauslieferungen untergehen würde.
Besten Gruß, Karsten