Gigondas

nördliche Rhône (Côte Rôtie, Hermitage, Cornas und Co.) und südliche Rhône (Châteauneuf du Pape, Gigondas, Tavel und Co.), Ardeche, Vivarais, Vaucluse und Isere, Côstieres de Nîmes, Provence, Korsika
joern_ribu
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Re: Gigondas

Beitrag von joern_ribu »

Ja, deine momentane Zurückhaltung kann ich schon verstehen. Der Wein liegt bei 15,5%, das ist schon fast auf Sherry-Niveau. Aber er ist wirklich gut integriert, keine alkoholische Süße und Schwere. Das habe ich auch schon deutlich anders erlebt.

Preislich ist es ebenfalls keine Schnäppchen-Region mehr, das sehe ich auch so. Früher habe ich immer gern den "Little James" von St. Cosme als günstigen Alltagswein gekauft, aber der liegt jetzt auch schon bei 10 Euro und somit auf einem Level wie ganz viele andere. Allerdings finde ich immer einige nette CdR zu sehr günstigen Preisen (5-8€) beim Carrefour im Elsass. Wenn die eine Guide Hachette Empfehlung haben, sind die wirklich meist eine sichere Bank als Alltagswein.
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Salute - und immer einen guten Wein im Glas wünscht

Jörn
joern_ribu
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Re: Gigondas

Beitrag von joern_ribu »

joern_ribu hat geschrieben: Do 25. Sep 2025, 10:13 ...die letzte Flasche werde ich nicht so schnell anfassen...
So schnell kann einem eine Aussage auf die Füße fallen :mrgreen:

Jedenfalls musste gestern Abend die letzte Flasche des

2018 Domaine des Bosquets Gigondas Cuvée "Le Lieu Dit"

dran glauben. Nach der unerfreulichen Begegnung mit dem Heger-Rotwein brauchte es eine deutliche Korrektur. Und was soll ich sagen, der Gigondas hat geliefert und den Abend gerettet, da waren mir selbst Schlottis Aussetzer egal und nach Wirtz' Zauberkicks hat er noch mal besser geschmeckt. :D

Natürlich ein ganz anderer Stil als der badische Spätburgunder, aber dafür habe ich ihn ja auch ausgesucht. Dunkles violett, dicht, voller Kraft und guter Tanninstruktur. Braucht sicher 15-20 Minuten, bis er so richtig aus sich herauskommt, aber dann ist es ein typischer Gigondas. Ganz viel dunkle Frucht, typische Garrigues-Aromen, auch Lakritz. Sehr vollmundig, der Alkohol ist sehr gut eingebunden, der Wein bleibt frisch und animierend, da ist man nicht satt nach dem zweiten Schluck, auch nach dem zweiten Glas noch nicht. Bestätigt die Eindrücke aus dem letzten Herbst (s.o.) nachdrücklich. Muss mal sehen ob ich den Jahrgang noch irgendwo bekomme, aber die letzten Jahre sollen in der Südrhone ja auch ganz gut gewesen sein. Davon hätte ich jedenfalls gern mehr im Keller.
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Jörn
Hasi
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Re: Gigondas

Beitrag von Hasi »

Domaine Brusset 2012 Gigondas Les Hauts De Montmirail
am 12.7.2025 mit meinem genialen Coravin 2 Gläser gezogen, damals sehr ansprechender Gigondas, vor 3 Tagen dann wieder 2 Gläser mit Coravin aus der bereits „coravinierten” Flasche geholt, der Wein war unverändert gut, deshalb heute zum marokkanischen Hühner-Tajine die restlichen 2 Gläser aus der nun entkorkten Flasche eingeschenkt.
Perfekter oldschool-Franzose von der Rhone, üppig und wuchtig, so wie ICH die Dinger liebe!
FALSTAFF hat im Juli 2019 einen 2010-er wie folgt rezensiert: „Rumrosine, Milchschokolade, Zimt. Am Gaumen seidig und geschmeidig, ganz geschmolzen und rund, dazu eine feine Säure, hat Liebreiz und Charme, aber auch Griffigkeit und Länge. Frische, dunkelbeerige Abgangsfrucht und leicht pfeffrige Töne. Ein sehr kompletter Speisenbegleiter, jetzt nahe seines Reifehöhepunkts.”
Dieser Wein war damals also 9 Jahre alt, unsriger heute 14 Jahre - und immer noch voll „da”. Keinerlei Altersnoten, ich würde den sicher noch 5 Jahre lagern.

Schönen Abend

Hasi
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