Bordeaux 2019

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pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von pessac-léognan »

Ollie hat geschrieben: Mi 11. Feb 2026, 18:12 Bei Farr Vintners trudeln die Berichte zu Southwold ein, und dort wird der 2019er Gloria über den grünen Klee gelobt, obwohl die cellartracker-Notizen jetzt nicht sooo outstanding sind für einen Wein doch recht bescheidenen Kalibers (meine Meinung). Hatte den jemand neulich? Lohnt sich das?
Cheers,
Ollie
Danke, Ollie, für den Link zu Farr. Hier wird übrigens aus Saint-Julien neben Gloria 2019 (den ich nicht im Glas hatte) auch Langoa-Barton positiv hervorgehoben, was den 2919er betrifft, m E. völlig zu Recht. Der Wein hat sich jüngst über mehrere Tage sehr positiv entwickelt (und den Leo P 2014 - etwas unfair, ich weiß - klar in den Schatten gestellt).
Gruß
Jean
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Winedom
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von Winedom »

Den Gloria 2019 hatte ich vor 2 Jahren und war erstmal enttäuscht. Das hatte nichts mit den Punkteorgien zu tun.
Habe noch ein paar Flaschen im Keller und rühre die vorerst nicht an.
Würde mich ja mal interessieren, ob die Barrique Fässer nacheinander/einzeln abgefüllt werden oder vor der Abfüllung zusammengeführt werden. Es gibt einfach so oft Varianzen bei den Chateaus. :shock:
Danke für den Southworld Link.
Viele Grüße
Rainer


"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
Ollie
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von Ollie »

Ja, das würde eher meiner Einschätzung von Gloria entsprechen. Aber ich bin ja auch not at fan; Liebhaber des Chateau sehen das bestimmt anders.

Die Fässer werden erst große Mischtanks gekippt, denn typischerweise werden die Rebsorten einzeln gelesen, gekeltert und ins Fass getan. Ganz selten liest man mal bei den en-primeur-Notizen "Assemblage finalisiert", d.h. die Weingüter wissen oft selbst noch gar nicht sicher, ob das Fässchen Petit Merdot nicht vielleicht doch noch reinkommt...

Cheers,
Ollie
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TroisLacs
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von TroisLacs »

hm, ich schaue mir zuviele Weinhändler an ... :lol:

In der Schweiz hat Gerstl etwas Canon 2019 hereinbekommen, VP CHF 104.90 pro Flasche.
Und damit massiv unter Millesima, die sind bei CHF 169 pro Flasche.

Ich habe bisher nur gute Kritiken über den Canon gelesen, aber kenne den Wein selber nicht.
Gruss, Sascha

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Zaccetti
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von Zaccetti »

TroisLacs hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 15:56 hm, ich schaue mir zuviele Weinhändler an ... :lol:

In der Schweiz hat Gerstl etwas Canon 2019 hereinbekommen, VP CHF 104.90 pro Flasche.
Und damit massiv unter Millesima, die sind bei CHF 169 pro Flasche.

Ich habe bisher nur gute Kritiken über den Canon gelesen, aber kenne den Wein selber nicht.
Millesima würde ich nach Sub-Kampagne nicht als Referenzpreis herbei ziehen. Der Wein kommt mit 14.5 Vol% also kein Leichtgewicht aber wenn du ihn nicht kennst, Probeflasche bestellen und probieren ;)
pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von pessac-léognan »

Zaccetti hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 09:10
TroisLacs hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 15:56 hm, ich schaue mir zuviele Weinhändler an ... :lol:

In der Schweiz hat Gerstl etwas Canon 2019 hereinbekommen, VP CHF 104.90 pro Flasche.
Und damit massiv unter Millesima, die sind bei CHF 169 pro Flasche.

Ich habe bisher nur gute Kritiken über den Canon gelesen, aber kenne den Wein selber nicht.
Millesima würde ich nach Sub-Kampagne nicht als Referenzpreis herbei ziehen. Der Wein kommt mit 14.5 Vol% also kein Leichtgewicht aber wenn du ihn nicht kennst, Probeflasche bestellen und probieren ;)
Und selbst wenn man einen Wein "kennt" oder eben zu kennen meint, ist das noch keine Garantie. Weine können offenbar von Flasche zu Flasche desselben Jahrgangs SEHR unterschiedlich sein. Das ist mir gerade mit Brane-Cantenac 2015 passiert. Vor 13 Monaten aus einer OWC (bei Arrivage gekauft) fantastisch (96P), Am Wochenende eine nachgekaufte Flasche SEHR viel weniger erfreulich (höchstens 90). Werde im 15er Thread kurz berichten, der Wein steht gerade - halb getrunken - in einer Warteschlaufe, ob sich noch was tut?
Gruß
Jean
Kle
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von Kle »

pessac-léognan hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 09:43 Und selbst wenn man einen Wein "kennt" oder eben zu kennen meint, ist das noch keine Garantie. Weine können offenbar von Flasche zu Flasche desselben Jahrgangs SEHR unterschiedlich sein.
interessant! Eine Diskussion dazu gabs hier viewtopic.php?t=4401&start=70
Kle hat geschrieben: Sa 31. Jan 2026, 22:02
Nora hat geschrieben: Sa 31. Jan 2026, 20:29 Auch die animalischen Noten seien im gewissen Maße erwünscht, würden von Flasche zu Flasche in ihrer Intensität leicht variieren, er habe Flaschen gehabt, bei denen sie viel weniger deutlich gewesen seien, als bei der Flasche an diesem Abend.
als normal empfundene oder erwünschte deutliche und nicht durch Reifung oder Lagerung bedingte Flaschenvarianzen des gleichen Weines? Das hab ich so noch nicht beschrieben gefunden, entspricht aber sehr meinen Erfahrungen. Freut mich.

Gruß, Kle
Im Fall des 2015 er Brane-Cantenac könnte natürlich ganz einfach die Lagerung oder der Korken - im Schnaitmann-thread als offensichtlichste Ursache genannt - die Flaschen voneinander entfremdet haben.

Gruß, Kle
pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2019

Beitrag von pessac-léognan »

Kle hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:44
pessac-léognan hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 09:43 Und selbst wenn man einen Wein "kennt" oder eben zu kennen meint, ist das noch keine Garantie. Weine können offenbar von Flasche zu Flasche desselben Jahrgangs SEHR unterschiedlich sein.
Im Fall des 2015 er Brane-Cantenac könnte natürlich ganz einfach die Lagerung oder der Korken - im Schnaitmann-thread als offensichtlichste Ursache genannt - die Flaschen voneinander entfremdet haben.
Gruß, Kle
Korken denke ich eher nicht, eher Verschluss - immerhin legt der Wein über 6 Tage (auf im Vergleich zu den 96 Punkten bei der Flasche vor einem Jahr bescheidenerem Niveau) kontinuierlich zu, ohne dass der Säurepanzer wirklich sehr viel gnädiger wird. Aber einiges von der Margaux-Floralität kommt doch zum Vorschein. So 91 Punkte...
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