Je mehr Verkostungen von 2022 zu Tage treten, um so mehr kommt die Erkenntnis das der Jahrgang nicht das ganz große Ereignis ist, was viele Händler uns zur Subcription weiß machen wollten.
Mit dieser Erkenntnis kommt das aufgerufene Preisniveau des Jahrgangs noch schlechter weg, und es erklärt auch warum es schon einige Preisnachlässe gab, teuer, oder auch zu teuer ist der Jahrgang trotzdem noch immer.
Letzendlich bin ich froh, bei der Sub nur zurückhaltend gekauft zu haben, auch wenn der ein oder anderen Wein trotzdem zuviel war.
Bordeaux 2022
Re: Bordeaux 2022
Hallo,
das geht mir anders. Die 22er, die ich bisher probiert habe, brauchten alle ein bisschen Zeit. Sie waren nicht so präsent wie zB die 2018er in ihrer ersten Trinkphase. Dafür auch keine solche Wuchtbrummen. Insgesamt ist das Niveau seit 2016 sehr, sehr hoch und hier sehe ich wiederum nicht, wie sich das noch weiter steigern ließe.
Grüße,
Wolf
das geht mir anders. Die 22er, die ich bisher probiert habe, brauchten alle ein bisschen Zeit. Sie waren nicht so präsent wie zB die 2018er in ihrer ersten Trinkphase. Dafür auch keine solche Wuchtbrummen. Insgesamt ist das Niveau seit 2016 sehr, sehr hoch und hier sehe ich wiederum nicht, wie sich das noch weiter steigern ließe.
Grüße,
Wolf
„Es war viel mehr.“
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
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Bernd Schulz
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Re: Bordeaux 2022
Bordeaux kaufe ich ja selber so gut wie überhaupt nicht mehr, aber manchmal bekomme ich eine Flasche geschenkt. Auch bei diesem 22er, dessen Flaschenhals gleich zwei güldene Medaillen zieren ( "Challenge International Du Vin" und "concours de bordeaux") handelt es sich um eine Gabe aus der Nachbarschaft:

Den kann ich ganz gut trinken, da der Wein weder überreif noch kunstfruchtig wirkt. Und ich mag auch nicht ausschließen, dass er im Laufe der nächsten Jahre noch mehr oder minder zulegen kann, aber meine Rotweinwelt ist mittlerweile eine ganz andere. Jeden besseren deutschen Basis-Spätburgunder eines vernünftigen Erzeugers ziehe ich einem solchen BDX klar vor....und jeden halbwegs ambitioniert produzierten Blaufränkisch aus dem Burgenland ebenso....
Herzliche Grüße
Bernd

Den kann ich ganz gut trinken, da der Wein weder überreif noch kunstfruchtig wirkt. Und ich mag auch nicht ausschließen, dass er im Laufe der nächsten Jahre noch mehr oder minder zulegen kann, aber meine Rotweinwelt ist mittlerweile eine ganz andere. Jeden besseren deutschen Basis-Spätburgunder eines vernünftigen Erzeugers ziehe ich einem solchen BDX klar vor....und jeden halbwegs ambitioniert produzierten Blaufränkisch aus dem Burgenland ebenso....
Herzliche Grüße
Bernd
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Catenaccio
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- Wohnort: Siegerland
Re: Bordeaux 2022
Hat schon jemand den 2022er Le Reysse?
Bei c&d steht immer noch Subskription.
Bei c&d steht immer noch Subskription.
Re: Bordeaux 2022
Soll bald geliefert werden.Catenaccio hat geschrieben: ↑Sa 30. Mai 2026, 17:25 Hat schon jemand den 2022er Le Reysse?
Bei c&d steht immer noch Subskription.
LG
Jens
Re: Bordeaux 2022
Ja sowas.
War gestern bei Stefan im Medoc
Da hat er gesagt der Wein ist von ihm ausgeliefert
und er trifft jeden Moment ein in BRD.
Schmeckt übrigens wie ich finde herausragend. Tolles Aroma, tiefe und Struktur. Lange im Holz aber jetzt schon eine super Balance. Freu mich auch schon wenn er hier eintrifft.
Stellt sich immer mehr als wirklich guter Jahrgang heraus. Bei Le Reysse auf jedenfall.
War gestern bei Stefan im Medoc
Da hat er gesagt der Wein ist von ihm ausgeliefert
und er trifft jeden Moment ein in BRD.
Schmeckt übrigens wie ich finde herausragend. Tolles Aroma, tiefe und Struktur. Lange im Holz aber jetzt schon eine super Balance. Freu mich auch schon wenn er hier eintrifft.
Stellt sich immer mehr als wirklich guter Jahrgang heraus. Bei Le Reysse auf jedenfall.
Viele Grüße
Rainer
"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
Rainer
"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
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Catenaccio
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- Wohnort: Siegerland
Re: Bordeaux 2022
Danke für die Info, das sind ja gute Nachrichten. 
- small talk
- Beiträge: 316
- Registriert: Mi 19. Feb 2020, 10:04
- Wohnort: Bégadan (F)
- Kontaktdaten:
Re: Bordeaux 2022
Es hat schon seinen Grund, dass ich mir mit dem 2022er so viel Zeit genommen habe.
Die Trauben und die ersten Proben in der Vinifikation waren eine Offenbarung. Da kann man als Winzer es sich sehr einfach machen, denn der Wein wird sowieso gut, oder …
Ich habe keine Mühe und keinen Aufwand (und auch Risiko) gescheut. Die Extraktion ging über Wochen. Zum ersten Mal kam mir die Entwicklung wellenförmig vor. Selbst der Mond hatte einen Einfluss. Der Wein hat sich bei alledem sehr verändert. Die Frucht ist auf verschiedenen Ebenen regelrecht kaschiert. Als derjenige der den Wein von Anfang an kennt, habe ich da einen gewissen Vorteil – ich weiss was drin ist und wonach ich suchen kann. Es war mir bald klar, dass dieser Wein mehr als 24 Monate Ausbau im neuen Barrique nicht nur verkraftet, sondern auch exzellent umsetzen wird. Die ersten Proben während des Ausbaus waren etwas verwirrend, liessen sich nur schwer einordnen und machten mich zunächst ratlos. Das hat sich nach dem ersten Jahr geändert und einen längeren Ausbau bestätigt. So wurden es 3 Jahre mit einer Battonage.
Zum Schluss des Ausbaus waren die Sulfitgehalte vollständig abgebaut, deswegen musste ich mehrmals nachjustieren - entsprechend der Analyseergebnisse, damit er für die Abfüllung (am 22.04.) stabil bleibt. Schon deshalb sollte der Wein etwas ruhen und nach dem öffnen lüften. Der ist für eine sehr lange Reife gemacht.
Zum Glück wurde die Geduld bei C&D und derer die subskribiert haben nicht überstrapaziert…
Der Besuch von Rainer war übrigens sehr schön!
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Die Trauben und die ersten Proben in der Vinifikation waren eine Offenbarung. Da kann man als Winzer es sich sehr einfach machen, denn der Wein wird sowieso gut, oder …
Ich habe keine Mühe und keinen Aufwand (und auch Risiko) gescheut. Die Extraktion ging über Wochen. Zum ersten Mal kam mir die Entwicklung wellenförmig vor. Selbst der Mond hatte einen Einfluss. Der Wein hat sich bei alledem sehr verändert. Die Frucht ist auf verschiedenen Ebenen regelrecht kaschiert. Als derjenige der den Wein von Anfang an kennt, habe ich da einen gewissen Vorteil – ich weiss was drin ist und wonach ich suchen kann. Es war mir bald klar, dass dieser Wein mehr als 24 Monate Ausbau im neuen Barrique nicht nur verkraftet, sondern auch exzellent umsetzen wird. Die ersten Proben während des Ausbaus waren etwas verwirrend, liessen sich nur schwer einordnen und machten mich zunächst ratlos. Das hat sich nach dem ersten Jahr geändert und einen längeren Ausbau bestätigt. So wurden es 3 Jahre mit einer Battonage.
Zum Schluss des Ausbaus waren die Sulfitgehalte vollständig abgebaut, deswegen musste ich mehrmals nachjustieren - entsprechend der Analyseergebnisse, damit er für die Abfüllung (am 22.04.) stabil bleibt. Schon deshalb sollte der Wein etwas ruhen und nach dem öffnen lüften. Der ist für eine sehr lange Reife gemacht.
Zum Glück wurde die Geduld bei C&D und derer die subskribiert haben nicht überstrapaziert…
Der Besuch von Rainer war übrigens sehr schön!
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Die Wahrheit liebt es, sich zu verstecken. (Heraklit - Interpretation)