zum Jahresausklang im kleinsten Kreise habe ich nochmals „alle Register” gezogen und aus dem Keller ein grenzgeniales Trio geholt.
Der TERRALSOLE Brunello 2010 zeigte die große Handwerkskunst und das hervorragende Weingarten-Management von Mario Bollag und konnte alles abrufen was auch andere 2010-er Sangiovese aus dem Spitzenfeld Montalcinos zeigen. Terralsole steht hier keinen Milimeter nach!
Wie stets ein „Bringer” war auch FATTOI, diesmal mit einem Brunello 2008. Grundsolide, schnörkellos und noch für weitere Jahre im Keller gut!
Star des Abends war aber eindeutig der LIVIO SASSETTI Brunello 2004. Wow! Was für ein unglaublicher Sangiovese. Endlos, noch immer jugendlich, völlig stabil und vermutlich in 20 Jahren noch trinkbar! Die Brunellos der beiden Sassetti-Brüder Livio (eben vom Gut Pertimali) und Angelo Sassetti trugen maßgeblich zur Legendebildung über die Haltbarkeit der Weine aus Montalcino bei. Der älteste Brunello des Hauses, den ich vor wenigen Jahren getrunken habe, stammte aus 1984 und war noch VOLL da! Der 90-jährige Livio Sassetti ist eine der letzten lebenden Legenden des Montalcineser Weinbaus. Er war 1967 Mitbegründer des Consorzio, und im Keller des Weinguts lagern über 1.000 Flaschen der Familie bis zurück zu einem Brunello aus 1915. Sein Sohn Lorenzo hat die Arbeit des Vaters in seinem Sinne perfekt weitergeführt, die Stilistik wurde so gut wie nicht verändert. “Wenn ich nur einen einzigen Brunello trinken dürfte, wäre es einer von Pertimali. Dieser Erzeuger macht sensationelle Weine.” Robert Parker
Ciao
Hasi (wir düsen morgen für 2 Wochen nach Madeira und entkommen Schnee und Kälte für eine Weile!)
Brunello di Montalcino
- Jochen R.
- Beiträge: 2969
- Registriert: Mo 6. Dez 2010, 19:53
- Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken
Re: Brunello di Montalcino
5 Jahre später ...
Braucht/profitiert von etwas Luft. Was für eine wunderbar komplexe Nase mit Mocca, Herbstlaub, Tabak, floralen Noten, Minze und Kirschen. Später Mon Cherie.
Am Gaumen leider nicht auf dem Niveau. Sauerkirschen, würzig/tabakig, toller Trinkfluss, aber anfangs hinten raus halt doch recht kurz bis wohlwollend mittellang. Scheint mit der Zeit aber doch etwas mehr Druck aufzubauen.
Dass sich der Wein auf dem absteigenden Ast (wie man teilweise lesen kann) befindet, kann ich bei dieser Flasche nicht erkennen, auch wenn mir die letzte zweifellos besser gefallen hat. So 91 P. vielleicht. Jedenfalls toller Essensbegleiter und auch solo einwandfrei.
Braucht/profitiert von etwas Luft. Was für eine wunderbar komplexe Nase mit Mocca, Herbstlaub, Tabak, floralen Noten, Minze und Kirschen. Später Mon Cherie.
Am Gaumen leider nicht auf dem Niveau. Sauerkirschen, würzig/tabakig, toller Trinkfluss, aber anfangs hinten raus halt doch recht kurz bis wohlwollend mittellang. Scheint mit der Zeit aber doch etwas mehr Druck aufzubauen.
Dass sich der Wein auf dem absteigenden Ast (wie man teilweise lesen kann) befindet, kann ich bei dieser Flasche nicht erkennen, auch wenn mir die letzte zweifellos besser gefallen hat. So 91 P. vielleicht. Jedenfalls toller Essensbegleiter und auch solo einwandfrei.
Jochen R. hat geschrieben: ↑Mi 10. Mär 2021, 18:17 Il Poggione - BdM 2016:
Unheimlich Tiefe anzeigende, komplexe, Nase: Bittermandeln, Gewürze,
Kaffee, Tabak, Zedern, mit etwas Luft florale Noten, Minze. Mittelkräftig
bis intensiv, genial!
Mittelgewichtig mit einer Ladung Sauerkirschen, knackig frisch, dezent floral/
würzig, leicht „trocknend“. Mittellanger Abgang, der mit der Zeit länger wird.
Am Gaumen noch ausbaufähig – macht trotzdem jetzt schon riesen Spaß.
Klasse Wein! 93+ P.
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)