Ja, natürlich. Man kann den Gärungsverlust abschätzen, aber auch da ist immer noch die Frage: wozu, wenn der Wein sensorisch in Ordnung ist. Auf hohe nominelle Alkoholgehalte zielt heute vermutlich kein Winzer mehr ab, so dass Gärverluste doch egal sind, sobei da nicht etwas "Schräges" mit entsprechenden sensorischen Auswirkungen entsteht.Gerald hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 16:43 Hallo
ich weiß es auch nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass der Wert als "Kontrollparameter" nützlich sein könnte. Wenn man Mostgewicht (bzw. den daraus berechneten Zuckergehalt) mit dem Gesamtalkohol vergleicht, kann man ja abschätzen, wie viel vom Zucker nicht zu Alkohol geworden ist, sondern ein anderes Ende gefunden hat. Zum Beispiel für das Wachstum von Hefe bzw. anderen Mikroorganismen oder Verdunstung (z.B. bei höherer Maischetemperatur) oder aber mikrobiell zu anderen Endprodukten verarbeitet, z.B. Milchsäure?Der Gesamtalkohol ist gewissermaßen ein "winzerinterner" Parameter, den das Weinlabor ermittelt und im Zertifikat ausweist. Was der Winzer damit anfängt, weiß ich auch nicht. Vielleicht fragst du einen Winzer das nächste Mal, wenn du den besuchst. Die Antwort würde mich dann auch interessieren
Ne. Der Begriff "Gesamtalkohol" existierte, bevor es so etwas wie Software überhaupt gab.amateur des vins hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 16:46 Ich vermute ja fast, daß das ein Rudiment irgendeiner akademischen Vorgänger-Software ist.
Gruß
Ulli