Südtirol - die Weißweine

olifant
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Re: Südtirol - die Weißweine

Beitrag von olifant »

... vor kurzen im Glas ...

Nussbaumer DOC Gewürztraminer 2011, KG Tramin - Tramin, NK, 15° alc., Restzucker 7,1 g/l

(rot)gold !; Möbelpolitur, Bienenwachs, Honig, diverseste Trockenfrüchte, Nussaromen, ...; kräftiger Ansatz, hocharomatisch, dicht und komplex, Honig, Trockenfrüchte, viele Nusseindrücke, angenehmer Süsseindruck, offenbar viel gereifter Extrakt, gar nicht klebrig, ganz weit "hinten" etwas Eisbonbon - aber keineswegs ein gereifter GT, sonder nasenscheinlich ein Korken mit zu höhem Sauerstoffdurchgang - das ist nun ein ziemlich geiler oxidativer Süsswein - komplett maderisiert :o aber richtig super :shock: :lol: ; nahezu endloser Abgang korrespondierend zum Gaumen - 18,5/20 op

Den Wein in dieser Verfassung zu trinken ist wohl nahezu einmalig, wegen Korkfehler maderisiert, kann ich bei mir an fünf Fingern abzählen. Man könnte enttäuscht sein, für mich das Gegenteil einer Enttäuschung - hier hat es ganz toll gepasst.
Einzig, wenn die Weintemperatur über ca. 17°/18° geht, kommt etwas Brandigkeit aus dem Alkohol - bei Temperaturen unterhalb ist der perfekt versteckt.
Grüsse

Ralf

Die Zukunft war früher auch besser.
Karl Valentin
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EThC
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Re: Südtirol - die Weißweine

Beitrag von EThC »

...meine neue Benchmark im PiWi-Bereich:

2019er Solaris - S.ALT - 99 - Vigneti delle Dolomiti IGT, Thomas Niedermayr - Hof Gandberg

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Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

https://ec1962.wordpress.com/
amateur des vins
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Re: Südtirol - die Weißweine

Beitrag von amateur des vins »

Gerade im Glas:

Pranzegg, Caroline 2009

Etwas irritiered, zieht sich durch ganzen Wein ein Hauch von Brokkoli. :o Hatte ich so auch noch nicht. Ansonsten Walnuß, eine Spur Erde und die leiseste Andeutung von Orangenschale.
Am Gaumen ganz ähnliche Aromatik, die Orange allerdings eher als Mesokarp. Sonst praktisch keine Frucht. Etwas Honig. Lebendige Säure, leichter Grip, saftig. Beginnend ganz leicht oxidiert. Der herbe Anteil nimmt Richtung Abgang kontinuierlich zu und mündet in einer langanhaftenden leichten, durchaus animierenden aber (noch auf der guten Seite) grenzwertigen Bitternote.

Jetzt ziemlich klasse, wirklich schön und spannend. Aber besser wird sie imho nicht mehr; wer noch hat und kein Necromancer ist: austrinken.
Besten Gruß, Karsten
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