Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Bernd Schulz
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Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von Bernd Schulz »

Ralf Gundlach hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 22:43 Ich kam da auch gar nicht auf die Idee, die Naturweine zu bestellen. Die haben mich null interessiert.
Der "Old School" war halt nicht so teuer. Daher bin ich auf die Idee gekommen, ihn zu bestellen..... :oops: :oops:

Den meisten Usern dieses schönen Forums wird es wohl kaum zu vermitteln sein, aber es gibt in unserem Land auch Menschen, die nicht komplett blöd sind und qualifizierte Arbeit leisten, aber mit dieser Arbeit trotzdem (aus welchen Gründen auch immer) ein weit unterdurchschnittliches Einkommen erzielen...... :oops:
Ralf Gundlach hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 22:43 Also: Nur die klassische Linie bestellen. Und Naturweine bei Heinrich
Das ist eine stark vereinfachende, aber dennoch (oder gerade deswegen) ziemlich zutreffende Formel!

Herzliche Grüße

Bernd
Ralf Gundlach
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Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13

Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von Ralf Gundlach »

Ich habe gerade den

2023 Kuhweg im Glas.

Ich dachte vorhin, ich hole mir nochmal ausnahmsweise einen trockenen, klassischen Riesling aus dem Keller. Da habe ich mir leider ins Knie geschossen. Schon in der Nase rieche ich dezent apfelmostige Noten. Am Gaumen zeigen sich leider diese Noten auch. Nicht stark. Aber für mich heute zuviel. Ansonsten spüre ich schon die Klasse des Weines. Die Länge. Mit guter Struktur. Trotzdem. Und leider. Für mich schade. Wenn ich ansatzweise gewusst hätte, dass der Naturwein auch hier Einzug hält, dann hätte ich den sicher nicht heute geöffnet. Was resultiert für mich derzeit daraus: Ich habe eine Naturweinallergie“, oder so ähnlich. Bewerten möchte ich den Wein nicht.

Gruß

Ralf
Bernd Schulz
Beiträge: 7542
Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55

Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von Bernd Schulz »

Den 2023er Kuhweg habe ich jetzt endlich auch im Glas. Mit Ralf bin ich mir oft erstaunlich einig, aber diesmal liegen wir ausnahmsweise weit auseinander:

Bild

Auch für mich tendiert Ehrhards Kuhweg leicht in eine naturweinige Richtung, aber er tut das auf eine Art, die ich in keinster Weise als abstoßend empfinde. Vielmehr bin ich schwer beeindruckt von der enormen Intensität, die dieser "Rheingauer Landwein" ;) an den Tag legt, denn so mancher VDP-Riesling aus den oberen Kategorien dürfte weniger innere Dichte und aromatische Konzentration aufweisen. Viel Charakter und viel Tiefe besitzt er, der Kuhweg 2023 - und angesichts eines Preises von 15 Euro mache ich mir tatsächlich Gedanken über eine Nachbestellung im kommenden Januar.

Herzliche Grüße

Bernd
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puschel
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Registriert: Sa 23. Apr 2016, 21:17

Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von puschel »

Hallo Bernd,
Carls Rieslinge ob aus Stückfass oder Tonamphore ( Back to the Roots ) alle spontan vergoren, kühl vergoren natürlich ungeschönt, Terroirentsprechend und
Unverschämt preiswert
Probier mal den No Name Trocken aus 4 Lagen
Vielleicht bekommst noch nen 2015er
Mega
Mein trockener Liebling der Untere Platz aus dem Berg Roseneck vom Quarzit geprägt
Bei den Restsüss en der Kabi Berg Roseneck oder die Berg Rottland Spätlese für mich ist mein Freund Carl die Nr.1 im Rheingau
LG Adi
Save water, drink riesling
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AmonA
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Registriert: Di 28. Aug 2012, 12:35

Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von AmonA »

Ein Wochenende mit Erhard Weinen:

Vor vier Tagen den "Old School Riesling Quarzit trocken" 2024 aufgemacht. Verhalten im Duft, etwas mostig, am Gaumen Apfelmost, knackige und agressive Säure. Der Wein hat unsere Gaumen für den weiteren Abend nachhaltig negativ beeinflusst. :lol:
Ich habe den Wein für zwei Tage in den Keller gestellt und am dritten Tag in den Kühlschrank. Am vierten Tag war das mostige verflogen, auch die Säure stark gemildert, überwogen hat die Mineralik. Die restlichen zwei Flaschen von dem Wein lege ich ein paar Jahre weg, in der Hoffnung, dass sich der Wein besser entwickelt.

Heute dann das fein & herbe Pendant aus 2024:
Deutlich fruchtiger im Geruch und Geschmack, Mirabelle, würzige Mineralität, am Gaumen wird die knackige Säure aber gut durch den Restzucker gepuffert. Fruchtiger mineralischer Nachgeschmack - sehr schön!

Auf der Webseite von C.E. sind alle Weine bis auf die fruchtsüßen als "Naturweine" kategorisiert. Aber so richtig zuverlässig sind die Angabe nicht. Bei obigen Weinen stimmt z.B. der Alkoholgehalt nicht mit dem auf dem Etikett überein. Z.B. 10,5 % Etikett fein&herb, 12 % auf der hp.
Grüße
AmonA (aka Volker)
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Schönibert
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Registriert: Di 7. Dez 2010, 11:28
Wohnort: Frankfurt am Main

Re: Carl Ehrhard, Rüdesheim am Rhein

Beitrag von Schönibert »

Das muss man sich schon geben schon wollen, Apfelmost… sag ich als Frankfurter.

Und der weitere Verlauf klingt auch ich wirklich überzeugend versöhnlich.

Danke fürs teilen, bzw. warnen.
Viele Grüße,
Euer Schöni
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