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Südtirol - die Rotweine

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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragFr 25. Mai 2018, 12:04

... gestern im Glas ...

Galea Vernatsch 2016, KG Nals/Margreid - Nals

glänzendes dunkles transparentes Mittelrot; feinfruchtig-würzige Nase (zerquetschte rote Beeren), mineralische und schweissige Noten, mandelige und florale Nuancen; am Gaumen korrespondierend zur Nase, für Vernatsch intensive würzige Frucht, etwas Schweiss und Mandeln, Veilchen, feines Tannin und perfekt balanzierte Säure, elegant, angenehme Tiefe und gewisse Komplexität, für Vernatsch mit Kraft, schöner Trinkfluss; langer fruchtig würziger, fein mandeliger, ausgewogener Abgang, animierend 17,5/20 op

Klasse Vernatsch!
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragFr 8. Jun 2018, 11:54

... gestern im Glas ...

Kalterersee Auslese klassisch 2016, KG Kurtatsch - Kurtatsch, Diam, leicht gekühlt
transparentes Mittelrot; Nase rotfruchtig (Erdbeere, Süsskirsche), Veilchen- und Mandelton, angemehm; am Gaumen leichtes Mittelgewicht, Aromenspiel recht kongruent zur Nase, mit rotfruchtigen und mandelig-floralen Noten, vor leicht mineralischem Hintergrund, dezent spürbares aber gut stützendes Tannin, gewisse Säure, gewisse Struktur, ausgewogen, sehr schöner Trinkfluss; mittellanger bis langer ausgewogener Abgang - 16,5/20

Nicht ganz so feingliedrig-floral wie der 2015er Vorgängerjahrgang, mehr Fülle und Struktur - mir gefällt's - leicht gekühlt abends auf der Terrasse.
Grüsse

Ralf
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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 2. Jul 2018, 14:48

...nur ein Südtiroler Rotwein in letzter Zeit, dafür aber ein schöner:

Bild
Viele Grüße
Erich


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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 4. Jul 2018, 10:03

Hallo Erich,

der Mason ist auch für mich ein gehobeneer Pinot Nero wie ich ihn gerne mag - PN ist für mich ohnehin einer der Weine, bei dem gelungener Barriqueeinsatz den Wein gesamt durchaus hebt. I.m.A. ist 2012 zudem ein für Pinot Nero allg. sehr schöner Jahrgang.
Dennoch ist für mich Mason in der Preisklasse nicht mein Favorit - da bevorzuge ich zumeist Hofstätter, Gottardi oder Haas von den Montaner Lagen, oder Niedrist, wie Stroblhof von den Eppaner Lagen. Ist halt wie immer Geschmackssache.

Kann es sein, dass du den Südtiroler Weinen inzwischen offenbar mehr und mehr Lager gönnst? Die meisten profitieren in den unsererseits preferierten Qualitäten davon ungemein.
Grüsse

Ralf
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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 4. Jul 2018, 16:43

Hallo Ralf,
durch "widrige Umstände" habe ich längere Zeit fast nichts gekauft und konnte auch nichts lagern. Das hat sich erst vor ein paar Jahren wieder geändert und ich habe wieder genügend Platz, den Weinen eine höhere durchschnittliche Lagerzeit zu gönnen, was sich entsprechend positiv bemerkbar macht.

Bzgl. PN: speziell Hofstätter und Stroblhof finde ich auch sehr schön, von Niedrist hatte ich noch keinen PN und Gottardi kenne ich bis jetzt gar nicht. Die PN's von Tiefenbrunner gefallen mir (meistens) auch sehr gut.
Viele Grüße
Erich


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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 1. Aug 2018, 10:48

... gestern im Glas ...

Hexenbichler Vernatsch 2016, KG Tramin - Tramin

glänzendes transparentes dunkles Mittelrot; feinfruchtige Nase (rote Beeren, Kirschen), florale Noten (Veilchen); am Gaumen korrespondierend zur Nase, recht intensive Frucht, auch wieder Veilchen, feines dezentes rundes Tannin, sehr gut balanzierte Säure, für Vernatsch gut strukturiert, harmonisch, gewisse Tiefe, unkompliziert, animierend; mittellanger - langer fruchtiger, ausgewogener animierender Abgang 16,5-17/20 op

Dichter runder unkomplizierter Vernatsch, dennoch mehr als ein einfacher Schoppen.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 1. Aug 2018, 10:55

... gestern im Glas ...

Sonntaler Grauvernatsch 2016, KG Kurtatsch - Kurtatsch

dunkles transparentes Mittelrot; sehr würzig-rotfruchtige Nase (Erdbeere, Süsskirsche), mit schönem Veilchen- und wenig Mandelton; am Gaumen mittelgewichtig, sehr würzige Rotfrucht mit mandelig-floralen Noten, spürbares rundes Tannin, stimmige Säure, angenehme Struktur, ausgewogen, gewisse Tiefe; mittellanger - langer fruchtig-würziger Abgang, rund - 16,5-17/20

Auffallend würzige Frucht, relativ gehaltvoll. Allgemein scheint der 2016er Jahrgang aussergewöhnlich aromatisch-würzig-fruchtigen und dichten Vernatsch hervorgebracht zu haben.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 19. Sep 2018, 11:01

... 4 und ein halbes Jahr später wieder im Glas ...
olifant hat geschrieben: VKN v. Apr. 2014:
Vernatsch Freisinger 2012, KG Tramin - Tramin
glänzendes Mittelrot; rotfruchtige Nase, leichte schweissige, schalige und mineralische Noten, etwas Gummi; am Gaumen mittelgewichtig, klare rote Frucht, jedoch noch nicht voll entwickelt, macht mit Luft zusehend auf, Gumminoten und schweissig-schalige Komponenten, spürbares feines Tannin, angenehme Säure, harmonische Struktur, ordentliche Tiefe; knapp langer Abgang auf rote Frucht und Gummi, animierend - 16,5-17/20

... zeigte sich eine Flasche 2012 auf gereiftem Topp-Niveau, die Gummi und schweissig-schaligen Komponenten komplett umgewandelt in feine würzige rote Fruchtkomponenten mit guter Struktur und angenehmer Säure, feingliedrig, sehr animierend, Vernatsch at it's best - 17-17,5/20 op. Leider war eine weitere Flasche vom (wohl schleichenden) Korkteufel gestochen und daher zwar trinkbar, aber geschmacklich von der Rolle.

Ebenso zeigte sich eine 2013er Ausgabe von den Verschlusskonditionen mit NK etwas beeinträchtigt. :cry:
Dennoch war (und ist?) der Freisinger Vernatsch der Traminer Genossen für mich noch immer einer der sehr empfehlenswerten Vernatsch, eine Benchmark dessen was mit Vernatsch (klassisch-technisch) möglich ist - so man denn bereit ist mind. 5+ Jahre auf die bestmögliche Performance zu warten. ;)

Vor Ort war mir die diesjährige '17er Ausgabe bei der Verkostung jedoch deutlich zu anstrengend, da dieser zum Verkostungszeitpunkt stärker als gewohnt vom Holz geprägt schien - wenn auch wohl wissend dass alle Anlagen für eine erwartbare sehr gute Reife vorhanden waren, war mir der direkt zugängliche Hexenbichler Vernatsch '17 spontan sympatischer.

Liebe Traminer Genossen, bitte verschließt künftig mehr Weine als derzeit mit Glas oder Schrauber, und schaltet beim Ausbau des Freisinger ruhig eine Stufe zurück - auch früher wurde da was gutes draus ... ach ja, diese neuen Flaschen: diese Burgunder-Keulen der Selektions-Line sehen i.m.A. weder gut aus, noch ist das enorme Leergewicht ein Qualitätsmerkmal und zudem ökologischer Unsinn.
Grüsse

Ralf
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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMi 19. Sep 2018, 19:21

olifant hat geschrieben:da dieser zum Verkostungszeitpunkt stärker als gewohnt vom Holz geprägt schien


scheint -leider- kein Einzelfall zu sein. Es wird wohl häufig gemeint, man müßte die Weine durch mehr Holz entsprechend aufwerten, was in meinen Augen nicht in jedem Fall zum Vorteil der Weine gereicht; der "Sirmian" ist m.E. auch so ein Beispiel. Ich bin mal gespannt, wie weit dieses "Wettrüsten" noch um sich greift...
Viele Grüße
Erich


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olifant

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Re: Südtirol - die Rotweine

BeitragMo 24. Sep 2018, 11:50

... am WE im Glas ...

Linticlarus 2011, Tiefenbrunner - Entiklar, Cuvée Cabernet 55 %, Merlot 45%

opakes dunkles Rubinrot mit ziegelroter Randaufhellung; sofort präsent, schwarze und rote Johannisbeeren, Brombeeren, Waldbeeren und Wildkirschen, verwoben mit feinem Holz und Gewürznoten; am Gaumen dicht und Kräftig, intensiv mit harmonisch gereifter Beeren- und Wildkirschfrucht, saftige, würzige Frucht, komplex verwoben mit angenehmen Holz- und Gewürzürznoten (Muskat, Zimt), gereiftes rundes feinsamtiges Tannin, dennoch sehr guter Grip, perfekt integrierte Säure, schöne Struktur und Balance, harmonisch, angenehme Tiefe, Druck am Gaumen; sehr langer intensiver Abgang mit Wiederholung des Gaumenkinos - 17,5(-18)/20 op

Fetter hedonistischer moderner Stoff, nahezu ein Abziehbild des gereiften '07ers, lediglich früher in dieser Verfassung als dieser. Auch wenn das nicht mein preferierter Stil ist, ab und zu ist das "leider g*e*i*l" ;)
Grüsse

Ralf
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