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Mourvèdre

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amateur des vins

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Re: Mourvèdre

BeitragMo 27. Aug 2018, 09:32

weingeist hat geschrieben:ich habe, auf Frage eines anderen, nur meinen persönlichen Eindruck, den ich eben empfunden habe, beschrieben. Das sei mir gerade noch erlaubt.
WAS?! Deinetwegen *würg schüttel sprotz* habe ich jetzt 0,674l reinsortigen Mourvèdre gehobener Provenienz in den Fäkaliensammelbehälter entsorgt! Oh wait... :lol:

Tatsächlich war der Wein richtig gut - nur eben nicht die initiale Nase. :!:
Übrigens ist dieser Thread hier gerade das Gegenteil eines Urteils anhand eines Einzelereignisses: Eben zur Vermeidung eines solchen frage ich ja, um die Stichprobe zu vergrößern.

Leider bin ich immernoch nicht schlauer, ob das eine Rebsorteneigenart sein könnte, oder einfach mein Olfaktorisches System mir einen Streich gespielt hat. Irgendjemand... :?
Besten Gruß, Karsten
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Tannat

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Re: Mourvèdre

BeitragMo 27. Aug 2018, 10:08

amateur des vins hat geschrieben:Guten Morgen, Marc,

hast Du denn dabei auch schon mal "volatile Oxidationsnoten" assoziiert?



Hallo Karsten,

ja doch das ist mir durchaus auch schon untergekommen.
Wobei man bei der Rebsorte auch nicht immer hochwertige Tropfen hat die ewig Lagerfähig sind.
Gerade zum Beispiel die spanischen Monastrel sind öfters sehr einfach gestrickt und neigen dazu eher zu oxi Noten.
Wenn ich da an die Mourvedre Sachen aus der Provence denke die sind schon deutlich anspruchsvoller und komplexer.
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amateur des vins

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Re: Mourvèdre

BeitragMo 27. Aug 2018, 10:25

Gerald hat geschrieben:Monastrell (sollte ja identisch mit Mourvèdre sein, oder?)
Ich habe ein paar Hinweise gefunden, daß entgegen der langgehegten Annahme bei einer genetischen Untersuchung festgestellt worden sein soll, daß beide nicht identisch seien. Eine Primärquelle habe ich aber leider nicht gefunden.

Gerald hat geschrieben:Ganz allgemein ist es aber sehr oft eine Frage der Dosierung, so können viele - in hoher Konzentration als ekelhaft empfundene - Aromen in minimalen Mengen als fantastische Bereicherung der Komplexität bejubelt
sic! Man denke z.B. an Brettanomyces...
Besten Gruß, Karsten
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Patrickr1985

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Re: Mourvèdre

BeitragDo 4. Jun 2020, 22:49

Nun ich bin zwar noch ein ziemlicher Weinanfänger, und kann keinesfalls aromen typisch beschrieben. Aber Monastrell ist meine Lieblingsrebsorte und ich trinke mir sie häufig - mal Reinsortig (z.B. Enrique Mendoza Estrecho) und mal als Cuvé (z.B. Las Gravas, Casa de la Cera, Trenza Family collection).

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Flaschen - insbesondere bei Weinen, die eigendlich ruhig noch ein paar Jahre in den Keller könnten - war es so, dass der Wein kurz nach dem öffnen ziemlich krass Richtung Nassen Hund oder so roch. Nicht abschrecken lassen, eine Stunde belüften und nochmal Probieren. Üblicherweise hat sich das Problem dann erledigt. Siehe auch: https://winefolly.com/deep-dive/mourvedre-wine/ . Ich finde es sehr sehr schade, dass ein derartiger Ersteindruck offensichtlich bei einigen dazu führt, dass die Rebsorte unverzüglich verrissen wird (ich meine ausdrücklich nicht den TE sondern den darauf folgenden Foristen).

Wer Cabernet Sauvignon mag, sollte ruhig mal ein paar Monastrell/Mouverdres probieren. Grade bei spanischem Monastrell gibt es zwar auch jede Menge unerfreuliche Massenware, aber die muß man ja nicht nehmen. Wenn man die Kosten halbwegs im Rahmen halten möchte, finde ich es deutlich einfacher, einen Monastrell zu finden, der mich wirklich begeistert als einen Cabernet.
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amateur des vins

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Re: Mourvèdre

BeitragFr 5. Jun 2020, 09:28

Hallo Patrick,

wie vielleicht durchklang, mag ich guten Mourvèdre durchaus gerne, wenngleich Spanien nicht meine Baustelle ist.

Ich denke allerdings, daß Marc durchaus nicht die "Rebsorte aufgrund eines Ersteindrucks verrissen" hat. Viel mehr - so las ich es jedenfalls - wies er wie Du darauf hin, daß man in Spanien leicht(er) schlechte Vertreter findet.

Auch wenn wir aufgrund unserer Eßgewohnheiten nicht sehr häufig auf Mourvèdre zurückgreifen, freue ich mich, mehr von Dir zu dem Thema zu lesen!
Besten Gruß, Karsten
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