Bordeaux 2016

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
TOM
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von TOM »

TOMLA hat geschrieben:Da ihr eh so oft den Lobenberg erwähnt, was haltet ihr denn von dem "Seguin". Da singen Gerstl und Lobenberg doch Lobeshymnen drauf (bspw. Gerstl: "So oder so ist klar, dass hier eine Weinlegende heranreift.") und vergeben 20 bzw. 100 Punkte. Selbst Gabriel sagte zu dem 2014er: "wer mir diesen Lobgesang nicht glaubt, der soll ihn in 10 Jahren gegen Haut-Bailly und Smith-Haut-Lafitte blind verkosten" und vergab 18/20.

Ich selbst habe letztes Jahr den 2010er probiert und war so angetan, dass ich eine ganze Kiste 2015er gesubst habe. Mittlerweile will Lobenberg aber stattliche 29 Eur. Habe auch gesehen, dass man beim Chateau selbst für 18 Eur subsen kann. Müsste man nur noch in 2019 Urlaub in Bordeaux machen, um den Wein abzuholen :-)
Und zu den 2015er und 2016er Seguin hat wirklich niemand eine Meinung?
Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut. (Eduard Mörike)
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ledexter
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von ledexter »

Ollie hat geschrieben: Ich wuerde ja Preis gegen Durchschnittspunkte plotten und die Ausreisser nach unten sortieren nach "Entfernung von der mittleren Kurve" (ggf. mit Gewichten, z.B. quadratischer Abstand oder so). Dann siehst du sofort, welche Weine unterbewertet sind, und die wuerde ich dann subsen.
Ich habe ja tatsächlich so etwas ähnliches gemacht und eine Formel entwickelt zum Wertentwicklungspotential der einzelnen Weine. Ich habe zuerst die Weine grob vorsortiert in dem ich die Wertentwicklung angesehen habe, danach habe ich meine Favoriten selektiert die mir schmecken. Mit den ausgewählten Weinen ging ich dann ins Detail und zwar wurde dabei berücksichtigt wie die durchschnittliche Wertentwicklung in 2005, 2010 und 2015 von Primeurpreis zu Marktpreis war. Dazu der Durschnittspreis am Markt aller Jahrgänge und die Durschnittspunkte aller Jahrgänge und Wertung in 2015 (Winesearcher Daten) mit der Relation der Punkte in 2016 aus den Liv-Ex Daten und den Daten aus Bordoverview. Daraus habe ich mir dann die Über- oder Unterperformance des Chateaus berechnet.

Das alles habe ich in eine Formel gepackt und es kam ein Preis heraus der mir die ungefähre zu erwartende kurzfristige Preissteigerungen der Weine zeigt. Daneben habe ich den Preis gesetzt den die Händler wirklich für 2016 gerade aufrufen. Folglich hat zB meiner Rechnung nach Batailley übertrieben und es wird schwierig damit in den kommenden Jahren eine Wertsteigerung zu erlangen. Hingegen haben Ormes, Labegorce und Armailhac gutes Potential zu steigen oder anders gesagt, Sie sind preiswert auf den Markt gekommen :D

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Segla
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Segla »

Tertre Roteboeuf scheint gut zu laufen bzw. wird wohl teilweise nur unter dem Ladentisch gehandelt... :shock:
War letztes Jahr ähnlich.
Trotz inzwischen stolzer Preise, der ist fast jedes Jahr Top!
Matthias Hilse
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Matthias Hilse »

ledexter hat geschrieben: Wisst ihr ob es einen Unterschied gibt zwischen Capbern und Capbern Gasqueton? Viele Händler wie zB Herr Hilse führen unter Capbern den Capbern Gasqueton, aber ich hab auch folgenden Wein bei Winesearcher gefunden:

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Edit: Es scheint hier eine Umbenennung gegeben zu haben oder? "The 2015 Capbern (formerly Capbern Gasqueton)"
Guten Abend,
das Problem bei Capbern, das bis einschließlich 2012 Capbern Gasqueton hieß (in 2006 war die Eigentümerin, Madame Gasqueton, zwar hochbetagt, aber noch "quietschlebendig"), ergibt sich, wenn man sowohl Capbern als auch Capbern im Sortiment hat. Daher die Verwirrung.

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
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ledexter
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von ledexter »

Matthias Hilse hat geschrieben: das Problem bei Capbern, das bis einschließlich 2012 Capbern Gasqueton hieß, ergibt sich, wenn man sowohl Capbern als auch Capbern im Sortiment hat. Daher die Verwirrung.
Bedeutet das, dass es 2016 zwei Capbern (Marken) gibt, oder dass es zB von 2006 Cabern Gasqueton, aber von 2016 daraus Capbern wurde?
Matthias Hilse
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Matthias Hilse »

ledexter hat geschrieben:
Matthias Hilse hat geschrieben: das Problem bei Capbern, das bis einschließlich 2012 Capbern Gasqueton hieß, ergibt sich, wenn man sowohl Capbern als auch Capbern im Sortiment hat. Daher die Verwirrung.
Bedeutet das, dass es 2016 zwei Capbern (Marken) gibt, oder dass es zB von 2006 Cabern Gasqueton, aber von 2016 daraus Capbern wurde?
Das bedeutet, dass es so richtig heisst:
Capbern-Gasqueton 2006....
Capbern-Gasqueton 2012
Capbern 2013...
Capbern 2016

Das Weingut hat mit dem Eigentümerwechsel den Namen verkürzt. Dass dies auch massive stilistische Veränderungen mit sich gebracht hat, wird im Allgmeinen wenig thematisiert.

Im WA stimmt die Benennung halt auch nicht, bzw. im Text ist es richtig, in der Kategorie aber falsch.

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
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innauen
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von innauen »

UlliB hat geschrieben:
Olaf Nikolai hat geschrieben:@ Palmer: sehe da durchaus Alternativen (Merlot betont fleischig.....sehe Palmer jetzt nicht als Ausdruck des Finessewein....),
Deine Einschätzung, dass Palmer kein Finessewein ist, teile ich übrigens ganz und gar nicht.

Gruß
Ulli
Palmer ist für mich die großartigste Melange aus Finesse und Power, die Margaux zu bieten hat.

Grüße,

wolf
„Es war viel mehr.“

Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Olaf Nikolai
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Olaf Nikolai »

Sorry aber das kann ich bei aktuellen Jahrgängen allenfalls in Bezug auf 99 und 04 nachvollziehen.
00, 05 sowie 09 und 10 hatte ich da etwas Anderes im Glas. 91 -98 war da keine Power, 03 keine Finesse......
Nun wird es mit den Jahrgängen aber eng.......
Es fällt mir halt schwer den qualitativen Gegenwert im Glas zu erkennen.
Olaf Nikolai
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Olaf Nikolai »

.....die Kombination von Power und Finesse finde ich in der Apellation Margaux in Perfektion tatsächlich nur im namensgleichen Chateau......
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UlliB
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von UlliB »

Clerc Milon @ 50,40 € ex nego, ca. 69 € EVP. Das sind +17% ggü. 2015, +5% ggü. 2010. Die Preissetzung für Clerc Milon hatte in der Vergangenheit immer einen gewissen Leitcharakter für den Rest der Kampagne, und das befürchtete Drama (Preise = 2010+x) nimmt nun ersten Anlauf.

Gruß
Ulli
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