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Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 15:43
von austria_traveller
Gerald hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 11:40 Es gab damals (wenn ich mich richtig erinnere) die Diskussion auch im Vergleich zu den social media, wo die Suche nach "likes" ja viele Personen quasi in eine Abhängigkeit getrieben hat und negative Auswirkungen auf die Psyche gehabt hat.
Sind wir eine psychiatrische Einrichtung, dass wir darauf Rücksicht nehmen müssen .....
Findest das nicht stark übertrieben Gerald ?

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 15:45
von austria_traveller
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 14:19 Trotzdem komme ich nicht auf die Idee, das Posten von VKNs im Forum komplett einzustellen
Du nicht !
Andere vielleicht schon.
Es macht irgendwie keinen Spaß keine Reaktion zu bekommen.
Passiert ja im echten Leben auch, wenn ich keine Antwort von Personen bekomme, spreche ich irgendwann nicht mehr mit Ihnen

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 16:01
von Dominik Mueller
VKNs sind erstmal eine einseitige Kommunikation. Darauf erwarte ich nicht in jedem Fall eine Resonanz. Das Geben und Nehmen im Forum ergibt sich ja über die Gänze aller Beiträge hinweg. Wenn jemand Likes benötigte, um etwas zu schreiben, nun ja... Ein Like ist schnell gesetzt und somit wertlos. Wie wertvoll ein Beitrag am Ende ist, ist doch nur daran zu erkennen, ob eine Diskussion daraus entsteht. Ob sich andere Nutzer die Zeit nehmen, sich damit weiter auseinander zu setzen. Indes: Falls ein Like-Button kommen sollte, dann bitte auch ein Dislike, damit das "Votum" überhaupt eine Aussagekraft hergibt. Oder mindestens in "Danke" umbenennen; so würde ein etwas anderer Zweck erfüllt und manch Beitragender sich stärker wertgeschätzt fühlen.

Interessante Beiträge im Übrigen. Zum ursprünglichen Thema: Günstige Weine interessieren mich tatsächlich nur noch wenig, überraschen mich aber hin und wieder, worüber ich mich dann sehr freue. Zuletzt zum Beispiel Seckinger und Ziereisen.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 16:54
von Gerald
Habe jetzt einmal die seinerzeitigen Diskussionen zum Thema herausgesucht:

viewtopic.php?p=67623#p67623

und

viewtopic.php?p=165929#p165929

Ich schätze, die Argumente für und wider haben sich ja nicht grundsätzlich geändert. Dazu hätte ich im Moment auch leider kaum Zeit, mich mit dem Einbau eines solchen Tools zu beschäftigen. Nächstes Jahr wird es hoffentlich ein bisschen ruhiger, wenn der Wunsch dann immer noch bestehen sollte, kann man das dann in Angriff nehmen.

Grüße
Gerald

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 17:27
von austria_traveller
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 16:01Wenn jemand Likes benötigte, um etwas zu schreiben, nun ja...
Wenn man nur in schwarz und Weiß denkt, dann ist das natürlich so.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 18:16
von amateur des vins
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 16:01 Ein Like ist schnell gesetzt und somit wertlos.
Das halte ich aber für eine ziemlich steile These, Dominik.
Was schnell geht, ist wertlos? Im Umkehrschluß: Damit etwas wertvoll sein kann, muß es lange gedauert haben? :?
Oder ist das eine exklusive Metrik nur für Aktivität im Weinforum?
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 16:01 Wie wertvoll ein Beitrag am Ende ist, ist doch nur daran zu erkennen, ob eine Diskussion daraus entsteht. Ob sich andere Nutzer die Zeit nehmen, sich damit weiter auseinander zu setzen.
Das halte ich für empirisch widerlegt:
Im Forum sind 3857 Mitglieder registriert. Sagen wir mal, nur 10 % davon sind hier noch unterwegs. Großzügig abgerundet 300. Wieviele von denen schreiben? Sagen wir mal 30. D.h. mindestens 9 von 10 Usern sind still unterwegs, und offensichtlich halten sie das in irgendeinem Sinn für wertvoll, sonst wären sie es nicht.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 18:28
von amateur des vins
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 16:01 Das Geben und Nehmen im Forum ergibt sich ja über die Gänze aller Beiträge hinweg.
Sic!
Und es nehmen erheblich mehr, als geben. Nehmen geht auch total unbemerkt.
Dominik Mueller hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 16:01 Wenn jemand Likes benötigte, um etwas zu schreiben, nun ja...
Auch hier wieder dieses Mißverständnis... :|

Ich stimme Dir ja zu, daß die Gesamtheit betrachtet werden muß. Es ist aber schlicht nicht in Abrede zu stellen, daß vielen statistisch zuwenig Reaktion erfolgt, auch wenn sie im Einzelfall nicht erwartet wird. Das wurde ja auch gerade wieder mehrfach geäußert.

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 18:55
von Alba
Interessante Diskussionen, zur off-topic Sache mit likes / dislikes; brauche ich nicht zu meinem Glück hier im Forum, würde es auch eher nicht aktiv anwenden. Einerseits grundsätzlich weil ich das per se nicht mag alles und jedes mit einem "billigen" Tastenklick bewerten zu sollen /können / dürfen / müssen. Und zweitens, weil ich nicht wüßte wann zu Liken - wenn ich mit der Beschreibung übereinstimme, oder mit der möglichen Punktevergabe oder die Notiz an sich toll geschrieben ist, oder ... (selbes natürlich vice versa wann dislike ich ?).

Zum eigentlichen Thema Preis - Qualität:
Also grundsätzlich sehe ich da schon im Normalfall - den Weinen die kenne - eine klare Korrelation Preis - Qualität (oder besser für mich Genuss !). Wie hier schon von manchen beschrieben ist es auch bei mir so, dass ich tendenziell weniger, dafür aber noch gezielter Wein genieße und das sind in der Regel auch durchaus "teurere" Weine.
Side note - nur ein Weingut oder eine Weinsorte ginge für mich gar nicht, bin aber auch nicht (mehr) auf ständiger Suche nach Neuem, wenn sich was aufdrängt (z.B. in einer Verkostung bei Freunden) und wirklich gefällt kauf ich da gerne auch neues Zeugs ein. Meistens dann aber auch nicht wirklich super günstige Sachen (denke da an den mir vorher unbekannten Kodolitsch T.M.S.).
Die Erwartungshaltung wenn ich eine Flasche öffne oder Coravin ziehe ist dann einfach hohen bis höchsten Genuss ins Glas zu bekommen, gegen Durst trinke ich Wasser oder alkoholfreies Bier :).
Es gibt viele Tage (über das Jahr zumindest die Hälfte) die ganz bewusst alkoholfrei bleiben, hat auch gesundheitliche Aspekte ohne jetzt ein Problem zu haben. Daher, wenn ich was alkoholisches trinke (eigentlich ohnehin nur Wein) soll's was richtig Gutes sein, und ja dafür gebe ich (oder gab ich, der Keller ist gut gefüllt) dann auch gerne mehr aus. Mit günstigen Weinen habe ich (natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel) selten die wirklich großen Genussmomente.
Was jetzt bzw. ab welchem Betrag eine Flasche "teuer" ist muss jeder für sich entscheiden, denke da gibt es, auch hier im Forum, wohl sehr unterschiedliche Ansichten. Aber wenn ich so überlege gibt's schon vieles so im Bereich 50 - 100 Euronen, gerade in rot (weiß eher vieles 30 - 80), manches geht da auch darüber. Alles oberhalb, sagen wir der bordelaiser super Seconds, ist aber auch bei mir out of range (und da spreche ich eher von Montrose als von Palmer :P ). Darüber ist meine Schmerzgrenze erreicht und ich sehe da nur mehr minimale und seeeehr teuer erkaufte Genußsteigerung. Ist übrigens ein Grund warum ich mich mit voller Absicht von Burgund weitgehend fern halte, die Dinge die mir da richtig schmecken ... no way. Aber wie alles natürlich nur mein sehr subjektiver Zugang zum Thema Weinpreis vs. Genuss..
LG
Manfred

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 19:42
von Kle
Alba hat geschrieben: ↑Mo 19. Okt 2026, 18:55 Interessante Diskussionen, zur off-topic Sache mit likes / dislikes; brauche ich nicht zu meinem Glück hier im Forum, würde es auch eher nicht aktiv anwenden. Einerseits grundsätzlich weil ich das per se nicht mag alles und jedes mit einem "billigen" Tastenklick bewerten zu sollen /können / dürfen / müssen. Und zweitens, weil ich nicht wüßte wann zu Liken - wenn ich mit der Beschreibung übereinstimme, oder mit der möglichen Punktevergabe oder die Notiz an sich toll geschrieben ist, oder ... (selbes natürlich vice versa wann dislike ich ?).
Mich haben die like buttons immer befremdet, weil ich nicht verstand, was da eigentlich gemocht wird. Ob das Thema, die Schreibweise, die individuellen Erfahrungen anderer, für die mir der Begriff unpassend erscheint. Wenn es meine Aufgabe wäre, in einem Forum mehr Resonanz durch weniger Hemmschwelle zu erzeugen, würde ich grübeln, wie sich dies mit einem Ticken mehr Inhalt als beim Like verbinden ließe .
Z. B. durch Nachfrage-Stichwörter unter den Beiträgen: Danke, habe den Wein/ den Jahrgang ähnlich/ ganz anders empfunden.
Schmeckte mir/nicht
Wie findest du das PLV?
Würde gern mehr erfahren
Was dazu essen?
Wie hast du gelüftet/ gekühlt etc.etc.

Ist Blödsinn, aber auf diesem Weg würde ich wohl öfter reagieren als jetzt…

Re: Preis und Qualität

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 20:34
von OsCor
Wenn ich einen Button wollte, dann war das zuletzt sehr häufig ein „Danke”-Button. Das war beispielsweise der Fall, wenn ein Hinweis auf einen bisher unbekannten/unbeschriebenen Winzer mir gefiel. Ich habe schon häufig Bestellungen aufgrund von Beschreibungen z.B. von Bernd Schulz oder Ralf Gundlach oder von Italien-Spezialisten getätigt.
Dieser Button wäre simpler als ein Beitrag mit dem Inhalt „Den habe ich jetzt auch bestellt.” und der Schreiber hätte ein kleines Feedback.

Ich schreibe auch in einem Sportforum, wo wesentlich mehr Leute häufig wesentlich emotionaler zugange sind. Da gibt es 5 Buttons, die trotz aller Emotionalität sehr sparsam genutzt werden. Wenn da ein Beitrag mal mehr als 10 Reaktionen bekommt, ist das schon selten.
Es geht ja auch darum, einen Beitrag würdigen zu können, ohne einen Antwort zu schreiben - und ein „Dislike” ist allemal besser als eine in der Hitze geschriebene Antwort.
Einen Button kan man in dem Forum auch wieder zurücknehmen, wenn man gemerkt hat, dass man sich in der Intention des Schreibers getäuscht hat.

Zu guter Letzt: Mein Weinbudget ist auch sehr knapp und ich schätze es sehr, wenn aus einem Beitrag erkenntlich wird, dass da ein Winzer einen guten Wein auf die Füße gestellt hat, den ich mir leisten kann. Da waren schon einige wahre Trouvaillen dabei.

Gruß
Oswald