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Bernhard Huber

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amateur des vins

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Re: Bernhard Huber

BeitragSo 27. Mai 2018, 19:41

Bernhard Huber, Chardonnay Alte Reben 2014

die dritte. Ich versteh' diesen Wein einfach nicht.

Sehr schöne Nase: Maßvoller Ausbau, dicht und intensiv. Zitrus und gelbe Steinfrucht. Ein wenig frisches Heu. Sehr stimmig. Am Gaumen dann etwas disjunkt. Leicht cremige Vanillenoten werden von kräftiger, grünapfeliger Säure dominiert.

Nach einer halben Stunde erscheint mir die Säure zwar immernoch knackig (was ich derzeit eigentlich mag), aber nicht mehr bissig oder aggressiv. Kurze Zeit später ist sie mir dann schon wieder zuviel. Nicht absolut, da ist sie gerade noch ok. Aber bei einem Chardonnay für mich einfach nicht ganz passend - und ich habe keine Ahnung, warum ich das so empfinde.
Besten Gruß, Karsten
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Der Wein-Schwede

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Re: Bernhard Huber

BeitragSa 16. Jun 2018, 23:34

Hallo amateur des vins,

Ich habe heute Abend auch einen Huber Ch Alte Reben 2014 geöffnet - parallell mit einer Flasche Ziereisen Ch Hard 2014.
Geschmecker sind verschieden aber bitte meine Notizen in meinem Chardonnay Thread anschauen:
viewtopic.php?f=17&t=5134&p=112896#p112896

Viele Grüsse
Rolf
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amateur des vins

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Re: Bernhard Huber

BeitragSo 17. Jun 2018, 21:58

Rolf, danke für den Querverweis. Hubers Chardonnays haben sicher tolle Anlagen, aber wie ich an anderer Stelle schrieb, ist da für mich einfach jede Menge Krawall im Glas, die Bestandteile wirken verstreut und ergeben einfach kein stimmiges Bild. Vielleicht wird das ja irgendwann nach vielen Jahren...

Ganz im Gegensatz zu Knewitz' Reserve übrigens...
Besten Gruß, Karsten
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AmonA

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Re: Bernhard Huber

BeitragSo 24. Jun 2018, 21:36

Spätburgunder "Alte Reben" 2014. In der Nase zuerst Kuhstall, dann Toasting. Am Gaumen etwas rote Frucht, das Toasting ist zurückhaltender, endet etwas säuerlich nach Kirschen.
Die "Toasterei" nervt mich zunehmend, da ich das von den Burgundern, die ich in den letzten Monaten getrunken habe, gar nicht kenne!
Gestern z.B. einen 2015er Bourgogne "Les Grands Chaillots" von Thibault Liger-Belair. Günstiger im Preis als der Huber Wein, kein maskierendes Toasting und eine konzentrierte Kirschfrucht zum Reinlegen.
Beim Kauf bin Ich künftig etwas zurückhaltender bei deutschen Spätburgundern (die gerne Burgunder sein möchten... :roll: ).
Grüße
AmonA (aka Volker)
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AmonA

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Re: Bernhard Huber

BeitragMo 30. Jul 2018, 20:50

In den letzten Tagen haben wir einige Weine entkorkt:
SB "Schlossberg" GG 2010:
keinerlei Alterserscheinung in der Farbe, im Geruch sehr viele Gewürze, Holz gut eingebunden, am Gaumen etwas Sauerkische, sehr kurz und endet bitter.

Müller-Thurgau 2016:
Kork! Die zweite Flasche mit korkigem Kork, diesmal hat es auch den Wein erwischt.
An sich ein sehr guter MT, mineralisch und mit Zug, allerdings ist der Preis auch happig für einen MT - muss ich nicht mehr haben!

Chardonnay "Alte Reben" 2014:
Nach dem Knewitz Chard. Hozfass 2017 war ich sehr gespannt. Der Wein offenbarte hier wieder seine "ambivalente Natur": ziemlicher Stinker, das veränderte sich auch nicht nach weiterer Belüftung und gleichbleibender Temperatur. Etwas Orangenzeste, am Gaumen zitronig und mineralisch, genug Säure für ein langes Leben :D . Insgesamt wirkte der Wein etwas eleganter als der Knewitz. Allerdings habe ich meine Zweifel, dass sich der Wein noch groß verändern wird (den Stinker blenden wir mal aus). Der Knewitz hatte am Gaumen mehr zu bieten. Ich bin gespannt wie sich beide Weine entwickeln werden.
Grüße
AmonA (aka Volker)
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Der Wein-Schwede

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Re: Bernhard Huber

BeitragSo 12. Aug 2018, 23:00

AmonA hat geschrieben:Spätburgunder "Alte Reben" 2014. In der Nase zuerst Kuhstall, dann Toasting. Am Gaumen etwas rote Frucht, das Toasting ist zurückhaltender, endet etwas säuerlich nach Kirschen.
Die "Toasterei" nervt mich zunehmend, da ich das von den Burgundern, die ich in den letzten Monaten getrunken habe, gar nicht kenne!
Gestern z.B. einen 2015er Bourgogne "Les Grands Chaillots" von Thibault Liger-Belair. Günstiger im Preis als der Huber Wein, kein maskierendes Toasting und eine konzentrierte Kirschfrucht zum Reinlegen.
Beim Kauf bin Ich künftig etwas zurückhaltender bei deutschen Spätburgundern (die gerne Burgunder sein möchten... :roll: ).

Weingut Bernhard Huber Spätburgunder Alte Reben 2014
Zuerst muss ich erwähnen dass ich ein grosser Fan von den Huber Weinen bin. Die SB Alte Reben 12er und 13er habe ich über 10 Mal gehabt, und beide finde ich sehr gut, den 13er sogar fast grandios. Die kühle, komplexe, Beerenfrucht unterstützt von feiner Säure, Tannin und Barriqueausbau. Alles Schön abgewogen, vor allem die Komplexität macht diesen Wein gross.
Dann mit grosser Erwartung die erste Flasche 14er gestern aufgemacht:
Direkt nach dem Öffnen riecht der Wein Paprika und Staub. :?: Am Gaumen ist der Wein sehr trocken, staubig/holzig und adstringierend - null Frucht. Naja, gerade geöffnet und noch zu kalt.... aber ich weiss dass der 13er auch in dieser Situation seine schöne Beerenfrucht schon zeigen kann.
Zwei Stunden Luft und die richtige Temperatur erreicht, noch ein bisschen Paprika, staubiges Holz, jetzt auch würzig mit mehr Komplexität, und im Hintergrund kann man ein wenig Frucht ahnen. Der Wein bleibt am Gaumen würzig, holzig, staubig….. und leider adstringierend. Was ist hier falsch gelaufen? Kann der Wein noch kommen?
Vielleicht zu viel Holz für die Fruchtkonzentration des Jahrgangs? Ich finde dass der Wein im Moment vom Holz "gequält" ist.
Ich habe mitbekommen dass Weingut Huber ab Jahrgang 2016 weniger Neuholz benutzt. Sollte nur ca. 30% nun sein, wird spannend bei der Jahrgangspräsentation im November zu probieren.
Ich mache keine Punktenbewertung - bin zu enttäucht - 28 Euro muss mehr bringen.

Möchte gerne andere Erfahrungen hören - wer hat schon den Wein probiert?

Gruss
Rolf
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