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Sven Leiner

Verfasst: Mo 4. Mai 2026, 22:22
von Bernd Schulz
Nachdem Produkte vom Ilbesheimer Weingut Leiner bislang immer unter "diverse Winzer" abgehandelt wurden, habe ich mich jetzt doch entschlossen, einen eigenen Thread für den Betrieb aufzumachen, denn dieser 2023er überzeugt mich ganz ungemein:

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Von den PIWI-Sorten Sauvignac Blanc und Calardis Blanc habe ich bislang so gut wie nie etwas gehört, aber offenkundig kann man aus ihnen sehr erfreuliche Weine erzeugen, wie Sven Leiner hier zeigt. Sein 2023er ist knochentrocken (1 Gramm RZ pro Liter), aber trotzdem verflixt würzig und dazu noch ungewöhnlich leicht im Alkohol. Laut Händlerangabe wurde er zudem nur minimal geschwefelt, wobei er nicht besonders "naturweinig" wirkt - jedenfalls fehlen ihm jedwede Noten, die einen direkt an an angeschlagene Äpfel erinnern.

Hinzu kommt der Kurs von gerade mal 8 Euro. Dafür erhält man ganz schön viel Wein mit einem individuellen und (vor allem in Anbetracht der unbekannten Sorten) erstaunlich reichen Geschmack. Hut ab - und zwar ziemlich tief!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Sven Leiner

Verfasst: Di 5. Mai 2026, 09:57
von EThC
...den Sauvignac kenne ich bisher auch nur aus einer PétNat-Cuvée -Bitches Brew- von Sven Leiner, in der noch Scheurebe und Silvaner drin waren. War mir damals aber zu karg, um Begeisterung zu wecken. Worauf ich aber hinaus will: viele der PiWi-Weine sind Cuvées, was an sich nix Schlimmes ist. Aber ich würde mir schon ein breiteres Angebot an reinsortigen PiWis wünschen, um die Sorten an sich besser einordnen zu können...

Heißt das Weingut eigentlich mittlerweile offiziell "Sven Leiner" oder firmiert das noch unter dem Namen des Vaters Jürgen Leiner?

Re: Sven Leiner

Verfasst: Di 5. Mai 2026, 18:30
von Bernd Schulz
EThC hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 09:57 Aber ich würde mir schon ein breiteres Angebot an reinsortigen PiWis wünschen, um die Sorten an sich besser einordnen zu können...
Am wichtigsten ist mir, dass aus den PiWis richtig gute Weine entstehen. Und bei der gestern getrunkenen Cuvée handelt es sich für meinen Geschmack um einen richtig guten Wein, der eindrucksvoll demonstriert, dass den beteiligten Sorten durchaus ein Teil der Zukunft gehören könnte...
EThC hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 09:57 Heißt das Weingut eigentlich mittlerweile offiziell "Sven Leiner" oder firmiert das noch unter dem Namen des Vaters Jürgen Leiner?
Auf der Mitte des Rückenetiketts steht in etwas größerer Schrift "Leiner". Und darüber ist noch "Abfüller Sven Leiner" zu lesen, während vom Vater nichts mehr zu sehen ist.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Sven Leiner

Verfasst: Di 5. Mai 2026, 18:43
von EThC
Bernd Schulz hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 18:30 Auf der Mitte des Rückenetiketts steht in etwas größerer Schrift "Leiner". Und darüber ist noch "Abfüller Sven Leiner" zu lesen, während vom Vater nichts mehr zu sehen ist.
...ahh, danke! Dann scheint der Generationswechsel also vollständig vollzogen zu sein...

Und gegen Cuvées habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden, ich könnte manche nur mehr würdigen, wenn ich die Einflüsse der einzelnen Cuvéepartner besser -oder überhaupt- erkennen könnte...