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Franken 2018

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stollinger

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Franken 2018

BeitragSo 30. Dez 2018, 15:35

Hallo,
die frühe Lese dieses Jahr macht es möglich, dass die ersten 2018er schon in der Flasche sind. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, den Franken 2018 Faden noch im laufenden Jahr zu erstellen ;) .

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Viel gibt der Wein nicht her, wohl auch keine Rückschlüsse auf den Jahrgang.

Grüße, Josef
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EThC

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Re: Franken 2018

BeitragSo 20. Jan 2019, 16:44

Kein wirklicher 2018er, da der Schäumer nur eine 18er Losnummer trägt, ansonsten jahrgangslos, aber sehr schön gemacht:

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Viele Grüße
Erich


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EThC

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Re: Franken 2018

BeitragSo 24. Mär 2019, 16:28

Damit die Weine nicht nur unter viewtopic.php?f=29&t=5334&start=110 auftauchen, poste ich sie hier nochmal:

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Viele Grüße
Erich


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UlliB

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Re: Franken 2018

BeitragDi 14. Mai 2019, 10:23

Vor kurzem hatte ich meine erste Begegnung mit Franken 2018, und die war nicht so sonderlich erfreulich.

Los ging es mit einer Flasche Randersacker Marsberg Silvaner "Alter Reben" trocken vom VDP-Gut Störrlein Krenig, welche ich einem Restaurant in Randersacker zum Mittagessen ausgewählt hatte. An und für sich hatte ich mit dem Betrieb in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen gemacht, aber diesmal passte es vorne und hinten nicht: der Wein wirkte deutlich süß (wobei egal ist, ob dieser Eindruck tatsächlich etwas Restsüße geschuldet ist, oder aber der Kombination aus 13% Alkohol mit sehr flauer Säure), trank sich unglaublich zäh und passte zum Essen überhaupt nicht.

Hinterher ging es zu einer Kurzprobe beim Zehnthof Luckert in Sulzfeld, wo ich mich im Wesentlichen auf die Silvaner beschränkt habe. Die präsentierten sich etwas erfreulicher als der Wein von Störrlein Krenig, aber auch nur ein wenig. Schon der Literwein (nicht auf der offiziellen Weinliste, und auch nicht zu verkosten) hat 13,0% Alkohol. Der einfache Ortswein (ebenfalls mit 13,0 %Vol.) ist mild und geschmeidig, nicht so fürchterlich zäh wie der Störrlein, aber eben auch säuremild und ziemlich spannungsarm. Der Sulzfelder Silvaner "Alte Reben" mit etwa den gleichen Werten, dichter und tiefgründiger, aber auch nicht gerade trinkanimierend. Einigen Spaß gemacht hat erst der Silvaner "Gelbkalk", der es schaffte, trotz 13,5% leichtfüßiger und deutlich spannender aufzutreten als die beiden anderen Weine.

Abgeschlossen habe ich die Probe mit dem 2018er Riesling Steinriegel: dicht, geschmeidig und gefällig. Not my cup of Riesling.

Apropos gefällig: ein Weinhändler an meinem Wohnort hat einige 18er von Luckert im Sortiment und hat mir berichtet, dass sich die Weine extrem gut verkaufen. Offensichtlich kommt der milde und füllige Stil tatsächlich sehr gut an, nur nicht bei mir. Für mich bleibt es dabei: ich kaufe 18er nicht blind, sondern nur nach Verkostung.

Ich werde bei nächster Gelegenheit noch bei den Trockenen Schmitts verkosten. Ansonsten denke ich, dass das Kapitel "Franken 2018" für mich erledigt ist.

Gruß
Ulli
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Ollie

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Re: Franken 2018

BeitragFr 17. Mai 2019, 11:01

Eine weitere Sicht praesentiert der Schnutentunker in seinem Blogbeitrag. Interessant, wie die Meinungen auseinanderliegen.

Cheers,
Ollie
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EThC

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Re: Franken 2018

BeitragFr 17. Mai 2019, 12:13

...18 ist wohl eher nicht das Jahr für schlanke, klare, fokussierte Weine aus Franken wie z.B. 2014. Ausnahmen wird's sicher geben, aber die muß man erst mal finden. Bin aber auch nicht angestrengt auf der Suche, da ich im Keller aktuell eh nicht bis zur Wand durchschauen kann...
Viele Grüße
Erich


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Ollie

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Re: Franken 2018

BeitragDi 21. Mai 2019, 14:26

Betrachtungen ebenfalls zur Best-of-Gold-Veranstaltung von Matze.

Cheers,
Ollie
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stollinger

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Re: Franken 2018

BeitragSo 26. Mai 2019, 18:23

Hallo,

letztes Wochenende habe ich bei der Durchreise kurz Station bei den Trockenen Schmitt's gemacht. Ich war etwas in Eile, deshalb habe ich aus 2018 nur sporadisch verkostet, ein paar Silvaner. Nichts was mich unmittelbar zum Kauf animiert hat. Alles nicht schlecht, aber ich bevorzuge 2017er, oder den Frühburgunder aus 2016, den fand ich besser. Interessant fand ich, dass der Spätburgunder aus 2016 versektet wurde, weil er den Ansprüchen als Spätburgunder nicht genügt hat (bei Störrlein-Krenig ist ja auch GG Spätburgunder in 2016 gemacht worden).
Schnell eingepackt, und gestern getrunken habe ich den Müller-Thurgau aus 2018:

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Ja, das ist sicher nicht der Gradmesser für den Jahrgang. Schlank und frisch war der aber schon. Ich mag ja Müller, und der Wein hat mir als solches gefallen.

Was aber irgendwie alle 2018er, die ich bis jetzt getrunken habe, inne hatten: Im ersten Moment, im Antrunk, wirken die Weine recht voll. Dann fallen sie schnell im Mund ein und haben keine wirkliche Länge.

Das schreibe ich, weil ich natürlich meinem Wesen als notorischer Nörgler nachkommen muss. Vielleicht bin ich da überkritisch. Es waren ja auch nur Guts- und Ortsweine. Vielleicht ist es aber auch eine Charakteristik des Jahrgangs.

UlliB hat geschrieben:Vor kurzem hatte ich meine erste Begegnung mit Franken 2018, und die war nicht so sonderlich erfreulich.

Los ging es mit einer Flasche Randersacker Marsberg Silvaner "Alter Reben" trocken vom VDP-Gut Störrlein Krenig, welche ich einem Restaurant in Randersacker zum Mittagessen ausgewählt hatte. An und für sich hatte ich mit dem Betrieb in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen gemacht, aber diesmal passte es vorne und hinten nicht: der Wein wirkte deutlich süß (wobei egal ist, ob dieser Eindruck tatsächlich etwas Restsüße geschuldet ist, oder aber der Kombination aus 13% Alkohol mit sehr flauer Säure), trank sich unglaublich zäh und passte zum Essen überhaupt nicht.

Gruß
Ulli


Meine letzten Erfahrungen mit Störrlein-Krenig waren recht durchwachsen. Teilweise sehr schöne Weine, teilweise lasches, langweiliges Zeug. Ich fand das Sortiment irgendwie durchwachsen, die Handschrift des Weinguts ist mir nicht so ersichtlich. Ich hatte das Gefühl, dass sie ein sehr breites Publikum bedienen wollen.

Grüße, Josef
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Gerlach

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Re: Franken 2018

BeitragSo 26. Mai 2019, 18:46

Ich teile Josefs Eindrücke sowohl von 2018 wie von Störrlein-Krenig. Von lezteren hatte ich ein 2017-er Probepaket mit auch unterschiedlichen Erfahrungen, die von kernigen Weinen (die ich aus früheren Zeiten vom Senior Störrlein kannte) bis zu beliebig-gefällig reichten. Im fränkischen Weinguts-Wettbewerb reicht das nicht, um meine Aufmerksamkeit zu erhalten.
Mir ist es mit den bislang getrunkenen 2018er-Weinen auch so wie Josef ergangen: der erste Schluck stößt auf Wohlgefallen, das sich nachfolgend auflöst: Anfänger-Charme ohne Tiefgang, der Extrakt scheint extrem niedrig zu sein, grosse Erntemenge mit wenig Substanz, vor allem mit massivem Säure-Defizit. Kellertechnisch gut hinbekommen und vor allem auf einer crowd-pleasing-Ebene interessant in Konkurrenz zu des Deutschen liebsten Weinlandes: Italien. Mit diesen Weinen holt man die Masse der Weintrinker zurück in heimische Gefilde -aber eben nicht die Freaks; das hat der VdP-Vorsitzende bei der Weinbörse in Mainz in seiner Rede zutreffend beschrieben. Heutiges Beispiel im Glas: Schloss Lieser Kab. trocken - ein so seriöses Weingut zeigt an der Mosel einen mit 12,5 % hochreifen, unter akutem Säuremangel leidenden, breit-konturlosen Wein, der bei mir im Ausguß landet. Keine Hoffnung mehr für diesen Jahrgang.

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