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ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 08:01
von susa
Sorry, ich habe gestern vor lauter Fussball und häuslichen Pflichten vergessen, darauf hinzuweisen: Um 23:15 lief im ZDF
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... -Weinprobe
Wer es verpasst hat, kann sich den Beitrag noch in der Mediathek ansehen.
Dazu die ersten Stellungnahmen des Direttore
http://lagazzettadelvino.blogspot.de/20 ... probe.html und von Dirk Würtz
http://wuertz-wein.de/wordpress/2012/11 ... weinprobe/.
lieben Gruß
susa
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 15:25
von Weinschlumpf
und wer genau hinschaut, der sieht bei der Verkostung mit S.Pigott im Hintergrund (zugegeben) etwas unscharf unseren Martin (Berlin Kitchen)..
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 18:21
von sociando
erkannt

. weisse hose - schwarzes hemd...
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 18:57
von Weinschlumpf
sociando hat geschrieben:erkannt

. weisse hose - schwarzes hemd...
BINGO..
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 19:03
von Birte
Seid Ihr alle farbenblind oder was? Die Hose ist beige. Der war doch nicht als Pinguin verkleidet.

Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 20:18
von sociando
Birte hat geschrieben:Der war doch nicht als Pinguin verkleidet.

brüller, wieder!

Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 20:39
von Gerald
So, habe mir die Sendung auch in der Mediathek angesehen. Meiner Meinung nach wieder eines der vielen recht plumpen / einseitigen Filmchen gegen "Industriewein".
Zum Beispiel wird - wie schon gewohnt - die SCC als "Frankenstein-Gerät" dargestellt, obwohl sie rein physikalisch die Komponenten trennt. Bei einem Whiskybrenner ist das Ganze hohe Kunst, hier dasselbe Verfahren (nur viel schonender wegen niedriger Temperaturen) eine Ausgeburt aus dem Horrorkabinett.

Dass aber auch "handwerkliche Winzer" sehr viele naturfremde Substanzen - besonders verschiedenste Pestizide - auf ihre Weinreben aufbringen, die sich dann natürlich auch im Wein wiederfinden, scheint hingegen niemanden zu stören.
Sorry, aber seriöser Journalismus sieht für mich anders aus ...
Grüße,
Gerald
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Do 22. Nov 2012, 22:24
von Weinfreund
"Sorry, aber seriöser Journalismus sieht für mich anders aus ..."
Das Ganze war auch eher ein Parforce-Ritt durch diverseste Weinthemen, unübersichtlich und wirr in 30 min. untergebracht.
Stuart Pigott lässt sich auf so eine Blindprobe ein .. erstaunlich ..
Conetech: Aus völlig ungenießbaren 15%-Alkohol-Wein wird allein durch Entzug von Alkohol ein perfekt schmeckender 12-Prozenter ?????
Der Sieger aus der Blindprobe von Stuart Pigott (Gallo Chardonnay) hat dann am Ende in Geisenheim plötzlich einen Schwefelböckser, der durch die Zugabe von Kupfer eliminiert wird ...
... muss man das verstehen ..
Grüße
Sascha
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 06:49
von WoFu
Moin, moin,
verstehen muß man das wohl nicht. Wie wäre es mit nachprobieren? Also am besten gleich alle zum Laden und den Gallo kaufen. Leider haben diese Massenweine mich schon mehrfach so enttäuscht, daß mir auch die 5 € viel zu teuer wären. Und über 10 € für einen plumpen Wein auszugeben, nur damit der Winzer auch leben kann? Na ja. Fazit vielleicht: Man muß Profikritikern nicht immer blind folgen, sollte aber auch die Scheuklappen ablegen und seinen eigenen Geschmack entscheiden lassen. Der muß sich ja nicht nur im Gaumen zeigen, auch das ganze drumherum von Handwerk mit greifbarenen Persönlichkeiten bis zur anonymen Massenware. Insgesamt irgendwie interessant aber alles nicht wirklich neu.
Es bleibt nur die Frage, hatten alle Gallo-Flaschen den Böckser oder nur die in Geisenheim geöffnete? Waren der Profi und die Partygäste nicht in der Lage, den Fehler zu schmecken, der WEin war ja Sieger der Proben, oder warum wurde nicht darauf aufmerksam gemacht, daß Flaschenfehler vorkommen können?
Was soll's 30 min. nicht wirklich schlecht verbracht und wer's verpaßt hat hat auch nicht viel versäumt.
Grüße
Wolfgang
Re: ZDF Weinreportage
Verfasst: Fr 23. Nov 2012, 16:19
von Kle
Gerald hat geschrieben:So, habe mir die Sendung auch in der Mediathek angesehen. Meiner Meinung nach wieder eines der vielen recht plumpen / einseitigen Filmchen gegen "Industriewein".
Zum Beispiel wird - wie schon gewohnt - die SCC als "Frankenstein-Gerät" dargestellt, obwohl sie rein physikalisch die Komponenten trennt. Bei einem Whiskybrenner ist das Ganze hohe Kunst, hier dasselbe Verfahren (nur viel schonender wegen niedriger Temperaturen) eine Ausgeburt aus dem Horrorkabinett.
Gerald
nach meiner Erinnerung hat die Journalistin ihren subjektiven Eindruck ("ist es nicht wie bei Frankenstein?") offen gegenüber den Betreibern geäußert und ihnen damit Gelegenheit zur Replik gegeben. Finde ich seriös – die meisten Laien hätten bei Ansicht der Maschinen einen ähnlichen Eindruck. Gerade, wenn es um den kulturhistorisch "vergötterten" Wein und nicht um Whisky geht. Gut klar wurde nach meiner Ansicht: Es gibt billige Weine, die ähnlich wie Limonade produziert werden und akzeptabel schmecken können, es aber nicht mehr erlauben, an Wein als Ausdruck einer bestimmten Kultur und Natur zu glauben. Alle Aufregung um "Frankenstein"-Methoden hat der Film damit gerade beruhigt. Wer gern teure Terroir-Wein trinkt – gut, wer lediglich leckeren alkoholisierten Traubensaft auf der Zunge spüren will, auch gut.
Wofu schrieb
.
Also am besten gleich alle zum Laden und den Gallo kaufen. Leider haben diese Massenweine mich schon mehrfach so enttäuscht, daß mir auch die 5 € viel zu teuer wären
Deswegen war ich über Pigotts Verkostung sehr überrascht. Bei meinen letzten, allerdings länger zurückliegenden Selbstversuchen hatte ich den Eindruck, die Ware sei erkennbar "billig". Vielleicht hat sich durch welche Verfahren auch immer einiges geändert seither und dem Terroir-Wein ohne Terroir gehört bei den Discountern die Zukunft.
Gruß, Kle