Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Kle
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von Kle »

Viettis Castiglione habe ich bisher nie richtig verstanden. Ich hatte ihn deshalb hiermal hier über die Suche abgefagt - Enttäuschungen anderer, die meinen ähnelten, schienen dann auch nicht viel mehr Verständnis nötig zu machen. Jetzt habe ich mit dem 2019er zum ersten Mal ein anregendes Erlebnis. Da ist auf den ersten Schluck eine eher leichtfüßige Beerenbrühe mit Holz (nicht zu viel Vanille) unterlegt und Tanninrauch. Da ist nichts, was die sofortige freudige Aufmerksamkeit für diesen Wein greifbar erklärt, aber sie existiert wie aus dem Nichts. Oder, anders gesagt, es wird mit profanen Mitteln, ohne besondere Tiefe, Aromendichte etc. eine fesselnde Leichtigkeit erzeugt - schwebendes Erfreulichsein. Da tut es fast leid, wenn der Wein schon mit wenig Luft eigentlich besser wird, geschlossener, mit dichterer Frucht und schöner Säure, aber auch irdischer. Auch das gefällt mir immerhin besser als alle zuvor probierten Castigliones.
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AmonA
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von AmonA »

Barolo "Castelletto Vigna Pressenda" 2016, Conterno Fantino

Dekantiert, viel Depot. Helles granatrot, orangeroter Rand, im Geruch Veilchen, Gewürze, Beeren, am Gaumen Veilchen, würzig, noch deutliche Säure. Karaffe kühl gestellt. Am nächsten Tag oxydativ im Geruch, Klebstoff, verzieht sich mit der Zeit, dann kommen wieder Veilchen und Gewürze in den Vordergrund. Die Tannine sind feinkörnig, die Säure noch stärker und beissend im Nachgeschmack. Momentan nicht wirklich ein Vergnügen - vor allem zu dem Preis.

Ach ja, ein oder zwei Flaschen Barolo Castiglione von Vietti habe auch noch irgendwo im Keller. Getrunken hatte ich den schon mal, ist mir aber nicht positiv im Gedächtnis geblieben...
Grüße
AmonA (aka Volker)
Kle
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von Kle »

AmonA hat geschrieben: So 25. Jan 2026, 20:58 Ach ja, ein oder zwei Flaschen Barolo Castiglione von Vietti habe auch noch irgendwo im Keller. Getrunken hatte ich den schon mal, ist mir aber nicht positiv im Gedächtnis geblieben...
der 19er sackte dann auch bei mir ab und wurde vor allem ziemlich rußig. Nach zwei Tagen Unlust, ihn weiterzuprobieren, dann eine hinreißende Himbeernote, die den Ruß in Schach hält. Und noch etwas später für Momente (gegen Schweglers Beryll getrunken ;) ) geradezu kühl-feingliedrig. Die letzten Schlucke naja.
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