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Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 10:53
von EThC
Jochen R. hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 08:54 Die Korken-Qualität hat m. M. noch vor 10-15 Jahren zu Wünschen übrig lassen, was dann bei längerer Lagerung zu deutlichen Varianzen führte - ich meine aber, dass sich das verbessert hat.
...eine -subjektive- Wahrnehmung der Verbesserung sehe ich tatsächlich hinsichtlich TCA, nicht zuletzt wegen der mittlerweile verfügbaren Screening-Technologien, die aber auch nur die Korkoberfläche sensorisch erfassen können, das Korkrisiko wird dadurch nicht gleich "0" (Hofschuster konnte ja. z.B. mal einen Keller-Morstein nicht bewerten, weil er trotz NDTech-Kork verseucht war und er keine Konterflasche hatte...). Ansonsten habe ich persönlich keine Wahrnehmung hinsichtlich einer Verbesserung, woher sollte die auch kommen? Als gewachsenes Naturprodukt unterliegt das Material einfach hohen Streuungen hinsichtlich Zusammensetzung und Struktur, ich wüßte auch nicht, wie man dem Herr werden sollte, denn alle Verfahren zur Sortierung der Korken können mWn nicht unter die Oberfläche schauen.
Kle hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 00:02 Wenn jedenfalls ein Winzer Flaschenviarianzen bewusst in Kauf nimmt, scheint dies zu seinem Stil/ästhetischen Konzept zu gehören.
...scheint mir sehr weit hergeholt zu sein. Allerdings bin ich ein relativ rational denkender Mensch, der sowas zwangsläufig abstrus finden muß. Der allerdings auch weiß, daß er von zunehmend irrationalem Verhalten umgeben ist. Insofern kann man sowas natürlich nicht ausschließen. Gutheißen kann ich's aber nicht...

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 10:59
von Nora
Jochen R. hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 08:54
Jedenfalls danke für die tolle Notiz, den werde ich mir auch besorgen!

Viele Grüße,
Jochen
Vielen Dank, Jochen, für deine freundliches Rückmeldung! Ich hoffe, dir schmeckt der Wein genauso gut wie mir!

VG Nora

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 11:10
von Jochen R.
EThC hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 10:53
Jochen R. hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 08:54 Die Korken-Qualität hat m. M. noch vor 10-15 Jahren zu Wünschen übrig lassen, was dann bei längerer Lagerung zu deutlichen Varianzen führte - ich meine aber, dass sich das verbessert hat.
...eine -subjektive- Wahrnehmung der Verbesserung sehe ich tatsächlich hinsichtlich TCA, nicht zuletzt wegen der mittlerweile verfügbaren Screening-Technologien, die aber auch nur die Korkoberfläche sensorisch erfassen können, das Korkrisiko wird dadurch nicht gleich "0" (Hofschuster konnte ja. z.B. mal einen Keller-Morstein nicht bewerten, weil er trotz NDTech-Kork verseucht war und er keine Konterflasche hatte...). Ansonsten habe ich persönlich keine Wahrnehmung hinsichtlich einer Verbesserung, woher sollte die auch kommen? Als gewachsenes Naturprodukt unterliegt das Material einfach hohen Streuungen hinsichtlich Zusammensetzung und Struktur, ich wüßte auch nicht, wie man dem Herr werden sollte, denn alle Verfahren zur Sortierung der Korken können mWn nicht unter die Oberfläche schauen.
...
Ich spreche hier von den von R. Schnaitmann verwendeten Korken und nicht von Keller´s Morstein.

Ich verfolge die Weine von R. Schnaitmann schon sehr lange. Ich hatte bei keiner Flasche bisher ein TCA-Problem - jedenfalls kann ich mich nicht erinnern. Vielmehr erinnere ich mich bei den Jahrgängen 2008 bis 2012 ca., dass nach einigen Jahren Flaschenreife manche Korken fast vollständig durchsuppt waren, andere wiederum nicht. Und deshalb performte der Flascheninhalt auch unterschiedlich. Das war insbesondere beim grandiosen Riesling GG 2010 (Fellb. Lämmler), von dem ich mindestens 12 Flaschen hatte, sehr schade. Die Qualität der Korken scheint mir inzwischen besser und ich meine R. Schnaitmann hat dies auch mal erwähnt.

Viele Grüße,
Jochen

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 11:24
von EThC
Jochen R. hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 11:10 Ich spreche hier von den von R. Schnaitmann verwendeten Korken und nicht von Keller´s Morstein.
...ahh, danke für den Hinweis! Ist denn erkennbar, welche er verwendet?

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 12:12
von Kle
EThC hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 10:53
Kle hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 00:02 Wenn jedenfalls ein Winzer Flaschenviarianzen bewusst in Kauf nimmt, scheint dies zu seinem Stil/ästhetischen Konzept zu gehören.
...scheint mir sehr weit hergeholt zu sein. Allerdings bin ich ein relativ rational denkender Mensch, der sowas zwangsläufig abstrus finden muß. Der allerdings auch weiß, daß er von zunehmend irrationalem Verhalten umgeben ist. Insofern kann man sowas natürlich nicht ausschließen. Gutheißen kann ich's aber nicht...
ist eine solche (erhöhte) Bereitschaft nicht z.B. bereits mit dem Verzicht auf zugesetzten Schwefel gegeben? Aber das hat jetzt nichts mehr mit Schnaitmann zu tun, ich finde jedenfalls den von Nora beschriebenen Umgang mit dem Thema sympathisch.

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 14:55
von EThC
Kle hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 12:12 ist eine solche (erhöhte) Bereitschaft nicht z.B. bereits mit dem Verzicht auf zugesetzten Schwefel gegeben?
...aus meiner Sicht sicher! Weshalb ich auch bei den Natursachen es sympathischer finde, wenn der Winzer zum Wohle seiner Kundschaft nicht den Schwefelverzichtsdogmatikern angehört...

Re: Weingut Rainer Schnaitmann

Verfasst: So 1. Feb 2026, 15:13
von Jochen R.
Was ist denn jetzt eigentlich das Problem mit Schnaitmann´s Cabernet Franc? Beim einen oder anderen Kommentar muss ich mich echt wundern. Und das ausgerechnet von Usern, die persönlich gleich die beleidigte Leberwurst spielen (oder sogar noch ganz besondere Geschütze auffahren ;-), wenn es die eigene VKN betrifft) :lol: