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Re: Egon Schäffer
Verfasst: Mi 30. Dez 2020, 22:27
von Ralf Gundlach
EThC hat geschrieben:Ralf Gundlach hat geschrieben:Gühwein
...solang's kein Glühwein ist...

och, manche ernsthaften Weintrinker machen auch Cuvees zur fortgeschrittenen Runde aus ihren Resten, die sich in den Flaschen noch so rumlümmeln..

. Da trinke ich doch lieber einen ernsthaften Gühwein von Herrn Schäffer bei Kälte an der Feuerschale..

Re: Egon Schäffer
Verfasst: Mi 30. Dez 2020, 22:37
von EThC
Ralf Gundlach hat geschrieben:och, manche ernsthaften Weintrinker machen auch Cuvees zur fortgeschrittenen Runde aus ihren Resten, die sich in den Flaschen noch so rumlümmeln..

.
https://www.youtube.com/watch?v=qFFWulXGr-Y
Ralf Gundlach hat geschrieben:Da trinke ich doch lieber einen ernsthaften Gühwein von Herrn Schäffer bei Kälte an der Feuerschale..
...der sei Dir auch herzlich gegönnt!

Ich selbst kann damit nur leider gar nix anfangen; der einzige Glühwein, der bei mir keine negativen Erinnerungen auslöst, ist der Heidelbeerglühwein vom Goslarer Weihnachtsmarkt...
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Do 31. Dez 2020, 13:14
von Lars Dragl
Hallo!
In den letzten 14 Tagen gab es 3 Fl. von dem hier so gefeierten Escherndorf Müller-Thurgau alte Reben 2019 vom Weingut Egon Schäffer bei uns zu trinken.
Schraubverschluss mit Innenkappe, wie bei einem Kronenkorken zur Champagnerherstellung. Helles Strohgelb, kaum Kohlensäure. Riecht stark nach Stachelbeeren und leicht nach Eisbonbon. Vor allem am zweiten und dritten Tag auch nach Ananas und vielleicht sogar Maracuja. Eine leichte Muskatnote blitz auch immer wieder auf, ebenso etwas "Grünes", wie frisch gepflückter Waldmeister. Im Mund Frisch, sehr ausgewogen und mit ordentlich Extrakt. Trocken ohne schmeckbare Restsüße. Gute Länge, frisch bleibend, zudem mit kühlen mineralischen und salzigen Eindrücken. Auch Phenole sind deutlich wahrzunehmen. Durchaus komplex, aber nicht von großer Tiefe. Ist noch nicht ganz trinkreif, sollte aber in den kommenden beiden (+) Sommern ein toller Wein für heiße Tage sein.
Sehr gutes PGV, doch neunzig wären es bei mir nicht ganz.
Danke für den wirklich guten Tipp! Für eine Nachbestellung reicht die Begeisterung bei mir dennoch nicht ganz aus.
Grüße
Lars
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Mo 4. Jan 2021, 21:31
von EThC
...mein erster Schäffer hat geschäumt:

Re: Egon Schäffer
Verfasst: Mo 4. Jan 2021, 21:49
von Ralf Gundlach
EThC hat geschrieben:...mein erster Schäffer hat geschäumt:

Hallo Erich,
den hatte ich vor zwei Wochen getrunken. Hat mich auch nicht restlos überzeugt, etwas zu grob und rustikal gestrickt. Wenn auch eigenständig und ungeschminkt. Habe ich so bei 86 Punkten gesehen.
Gruß
Ralf
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Mo 4. Jan 2021, 22:20
von EThC
Ralf Gundlach hat geschrieben:Hat mich auch nicht restlos überzeugt, etwas zu grob und rustikal gestrickt.
...die Worte "grob" und "rustikal" kommen mir selbst zwar nicht in den Sinn, kann's aber gut nachvollziehen. Für die 14 Euronen aber ein anständiger und vor allem nicht klebriger, auch nicht plakativer Schäumer, den ich meinen ganzen Meedels ungestraft servieren kann. Tatsächlich gibt's aber um den Preis auch deutlich animierendere Sachen, die dann in der Regel weniger fruchtbetont sind.
Mit dem Punktevergleichen ist das ja immer ein bißchen schwierig, aber wenn ich im 50/100er System unterwegs wäre, wär bei mir wahrscheinlich was Ähnliches rausgekommen...
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Di 5. Jan 2021, 16:38
von amateur des vins
Meine Weine sind heute angekommen. U.a. sind Müller-Thurgau und Rivaner¹ jeweils aus '18 und '19 dabei, und ich möchte zwei davon gleich heute gegeneinander probieren.
Ist horizontal oder vertikal spannender?
__________
¹
Ich dachte, das sei dasselbe... 
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Di 5. Jan 2021, 16:50
von Gerald
amateur des vins hat geschrieben:Ich dachte, das sei das
selbe...

hätte ich auch immer gedacht und bei den meisten Erwähnungen im Web werden die Namen synonym verwendet. Nur in wikipedia steht
Wissenschaftler der Deutschen Bundesanstalt für Züchtungsforschung in Siebeldingen/Pfalz konnten dann 1999 mit neuen, erweiterten gendiagnostischen Möglichkeiten die Herkunft der Müller-Thurgau-Rebe noch genauer bestimmen: Sie ermittelten die Rebsorte Madeleine Royale als Vater.[1] Madeleine Royale wurde als eine Züchtung aus dem Formenkreis des Chasselas (Gutedel) angesehen, gilt aber seit einer Untersuchung aus dem Jahr 2009 als eine Kreuzung des Pinot mit dem Trollinger.[2]
Wieder etwas dazugelernt.
Grüße
Gerald
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Di 5. Jan 2021, 16:52
von EThC
amateur des vins hat geschrieben:¹ Ich dachte, das sei dasselbe...
...ist es auch, sind nur Synonyme, ungeachtet der genetischen Verwandtschaftsverhältnisse!
https://www.vivc.de/index.php?r=passport%2Fview&id=8141
Re: Egon Schäffer
Verfasst: Di 5. Jan 2021, 17:07
von Gerald
Lustigerweise schreibt der Winzer selbst auf seiner Website, dass Müller-Thurgau und Rivaner dasselbe ist.

Die unterschiedliche Bezeichnung ist daher wohl mehr als eine Art "Etikettendesign" zu verstehen ...
Ich glaube einmal gesehen zu haben, dass irgendein Winzer getrennt "Spätburgunder" sowie "Pinot noir" angeboten hat, eventuell um einen "deutschen" vom "französischen" Stil abzugrenzen. Vielleicht ist das auch hier der Zweck?
Grüße
Gerald