VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Bernd Schulz
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von Bernd Schulz »

jxs hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:12 Man orientiert sich ja am Burgund.
Na klar, Burgund ist ja bekanntlich alles andere als ein Verbraucherdschungel. In keinem anderen Anbaugebiet der Welt verhindert die Bezeichnung/Klassifizierung und die damit verbundene Preisgestaltung so zuverlässig massive Enttäuschungen wie im Burgund, weshalb es für den deutschen Wein in puncto Abstufungen der Qualität kein geeigneteres Vorbild als das Burgund geben kann :mrgreen: :evil: .
TroisLacs hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:54 Highlights waren
- Nico Rosch in Leiwen
- Katrin Wind in Arzheim in der südlichen Pfalz
- St. Annaberg in der Pfalz
Von allen drei Weingütern habe ich, wie ich ehrlich zugeben muss, noch nie etwas getrunken. Bei Gelegenheit möchte ich das gerne nachholen.

Herzliche Grüße

Bernd
TroisLacs
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von TroisLacs »

Bei Nico Rosch müsstest du nach Josef Rosch suchen. Die Basisweine trocken und feinherb sind schon schöne Weine.
Und Katrin ist wahnsinnig sympathisch. Ihr NackteRiesling ist ebenfalls sehr lecker.

Du wirst lachen, ich habe einen Händler gefunden, der einige Müllen-Weine führt. Habe mir doch gleich 3x2 Flaschen geordert 😃
Gruss, Sascha

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EThC
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von EThC »

amateur des vins hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 21:10 (Kleiner Tip:https://www.meininger.de/wein/politik-u ... hatgpt.com)
...vielen Dank für den Link! Daß ausgerechnet der Regionalverbandsvorsitzende und Grünhaus-Senior von Schubert hier so aus der Reihe tanzt, weist doch auf einen gewissen Leidensdruck bei zumindest einzelnen Betrieben bzgl. ihrer winzerischen Freiheit hin... :mrgreen:
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Udo2009
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von Udo2009 »

Bernd Schulz hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 18:14
Udo2009 hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 14:56 Weingut Lämmlin-Schindler
...
Weingut Graf von Bentzel-Sturmfeder
...
Weingut Wirsching

2022 Iphöfer Kammer Silvaner trocken GG 28,00
2021 Iphöfer Kammer Silvaner trocken GG 29,00
2020 Iphöfer Kammer Silvaner trocken GG 30,00
2021 Iphöfer Kammer Riesling trocken GG 29,00
2020 Iphöfer Kammer Riesling trocken GG 30,00

Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen...
Was mit dieser Auflistung gesagt werden soll, verstehe ich nicht. :? Die genannten GGs liegen doch alle bei mindestens 50 DM.

Viele Grüße

Bernd
Na klar 28,00 € = 50,00 €
oder wo siehst Du in der Aufstellung eine 50?
Aber VDP ist s c h e i ß e, also müssen GG die vom Winzer für 28 € angeboten werden, mindestens 50 € kosten :shock:
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UlliB
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von UlliB »

Udo2009 hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 08:55 Na klar 28,00 € = 50,00 €
oder wo siehst Du in der Aufstellung eine 50?
Aber VDP ist s c h e i ß e, also müssen GG die vom Winzer für 28 € angeboten werden, mindestens 50 € kosten :shock:
Ich würde empfehlen, an Deiner Lesekompetenz zu arbeiten. Bernd Schulz hat in seinen Postings immer von DM geschrieben, nicht von Euro. Deutsche Mark, weißt Du, Du bist doch alt genug, um dich vielleicht zu erinnern, dass es das mal gab und wie der Umstellungskurs war?

Im Übrigen missfällt mir Dein Tonfall, ich empfehle da etwas Mäßigung, besonders weil Du häufiger mal Unfug raushaust.

Gruß
Ulli
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EThC
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von EThC »

+1

...im Übrigen gibt's natürlich schon deutliche, preisliche Unterschiede bei den VDPlern. Lämmlin-Schindler und Bentzel-Sturmfeder kenne ich jetzt nicht, aber wenn die GGe von Letzterem bei Wein.plus allesamt zwischen 87 und 89 Punkten rumdümpeln, wundert mich eher, daß das um den Preis dennoch gekauft wird.
Wirsching macht dagegen qualitativ schon -für mich- sehr schöne Sachen und ich freue mich, daß das immer noch vergleichsweise günstig hergeht. Aber Franken und Silvaner sowie fränkischer Riesling haben halt auch ein vielfach geringeres Gewicht als die westlicheren (Riesling-) Regionen, da lassen sich höhere Preise wohl nur schwer durchsetzen, auch wenn's einzelne Häuser geschafft haben (May und Knoll in erster Linie...)
Viele Grüße
Erich

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Udo2009
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von Udo2009 »

EThC hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 09:27 +1
...im Übrigen gibt's natürlich schon deutliche, preisliche Unterschiede bei den VDPlern. Lämmlin-Schindler und Bentzel-Sturmfeder kenne ich jetzt nicht, aber wenn die GGe von Letzterem bei Wein.plus allesamt zwischen 87 und 89 Punkten rumdümpeln, wundert mich eher, daß das um den Preis dennoch gekauft wird. ...
Wieviel Punkte - von wem auch immer - für irgendeinen Wein vergeben werden, interessiert mich herzlich wenig, solange mir der Wein schmeckt. Es kommt auf den persönlichen Geschmack an - nicht auf Punkte.
Und das mit den DM habe ich tatsächlich nicht registriert. Die Währung in D ist der €, das ist inzwischen im Kopf "automatisch"...

Nach 25 Jahren immer noch in DM zu rechnen...
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UlliB
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von UlliB »

Udo2009 hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 10:14 Nach 25 Jahren immer noch in DM zu rechnen...
Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Ich würde empfehlen, noch einmal den Post von Bernd Schulz zu lesen, auf den du erstmals reagiert hast, und dabei zu realisieren, auf welchen historischen Kontext er sich bezogen hat.

Gruß
Ulli
jxs
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von jxs »

Bernd Schulz hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 23:18
jxs hat geschrieben: Do 11. Dez 2025, 22:12 Man orientiert sich ja am Burgund.
Na klar, Burgund ist ja bekanntlich alles andere als ein Verbraucherdschungel. In keinem anderen Anbaugebiet der Welt verhindert die Bezeichnung/Klassifizierung und die damit verbundene Preisgestaltung so zuverlässig massive Enttäuschungen wie im Burgund, weshalb es für den deutschen Wein in puncto Abstufungen der Qualität kein geeigneteres Vorbild als das Burgund geben kann :mrgreen: :evil: .
Da widerspreche ich dir nicht :mrgreen:
Es wundert mich nur, dass beim VDP noch niemand auf die Idee der Climats kam und Lagenweine unterhalb der Ersten Lage anbietet (halbe Schriftgröße für den Lagennamen in Relation zum Ortsnamen)
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UlliB
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Re: VDP-Klassifikation - Sinn und Unsinn

Beitrag von UlliB »

jxs hat geschrieben: Fr 12. Dez 2025, 10:55 Es wundert mich nur, dass beim VDP noch niemand auf die Idee der Climats kam und Lagenweine unterhalb der Ersten Lage anbietet (halbe Schriftgröße für den Lagennamen in Relation zum Ortsnamen)
Schreib doch den VDP einfach mal an und mach denen diesen Vorschlag. Die haben ihr Klassifikationsmodell inzwischen so häufig modifiziert und ergänzt, dass es auf eine weitere Facette im System jetzt auch nicht mehr ankommt :lol:

Ich denke allerdings, dass da inzwischen gar kein Interesse an zusätzlichen Lagennamen mehr besteht. Der VDP hat inzwischen dermaßen viele Lagen und Parzellen innerhalb von Lagen klassifiziert, dass es für jeden Winzer reichen sollte. Schaut man sich die vom VDP selber kommunizierten Statistiken an, ist klar, dass schon jetzt ein Teil der Ortsweine und wahrscheinlich auch der Gutsweine mit Traubenmaterial aus klassifizierten Lagen produziert wird, weil sich so viele GGs und EGs zu den geforderten Preisen gar nicht verkaufen lassen und die großen Volumina in den Kategorien darunter verkauft werden.

Gruß
Ulli
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