Den 18er Mosel Riesling im Glas....
und gewissermassen überrascht absolut Nichts seit nunmehr 10a in diesem thread zum Weingut zu finden.
Hab ich da was verpasst?
Julian Haart
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Olaf Nikolai
- Beiträge: 1327
- Registriert: So 23. Jan 2011, 16:01
Re: Julian Haart
Die erste Flasche 23er Haart Riesling hats nun auch hinter sich.
Ja, das passt...und der Preis auch.
Toller Einstieg in das Sortiment. Kaufempfehlung.
Ja, das passt...und der Preis auch.
Toller Einstieg in das Sortiment. Kaufempfehlung.
Re: Julian Haart
Weiß jemand, ob Julian Haart überhaupt noch Wein verkauft? Im Netz ist so gut wie nichts zu finden. Ein Phantom?
Viele Grüße
Detlef
Viele Grüße
Detlef
Re: Julian Haart
Laut seines Insta Beitrags von September 2025 sei die Ernte 2025 zwar klein aber von hoher Qualität gewesen. Soweit ich weiß, verkauft er mittlerweile viel nach Übersee. Bei Pinard de Picard steht "Weine auf Anfrage". Keine Ahnung, ob man dort eine Chance hat.
VG Nora
VG Nora
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Bernd Schulz
- Beiträge: 7621
- Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55
Re: Julian Haart
Kein Phantom, wobei mir ziemlich unklar ist, wer seine Weine kauft. Nicht, dass ich sie für schlecht halte (dazu kenne ich sie letztlich viel zu wenig), aber an der Mosel gibt es viele gute bis hervorragende Winzer, die ihre Rieslinge nicht zu absoluten Mondpreisen anbieten. Unter anderem langjährig anerkannte Spitzenbetriebe wie Fritz Haag oder Schloss Lieser.
Die Kundschaft eines Julian Haart besteht wohl eher aus denjenigen, die etwas kaufen, nicht obwohl, sondern weil es völlig überteuert ist.
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Julian Haart
Auf eine Anfrage beim Weingut letzten Dezember habe ich eine sehr freundliche „Absage“ bekommen. Sinngemäß: Es tut ihnen Leid, aber sie können derzeit keine Neukunden bedienen. Sie werden mir Bescheid geben, sobald sie wieder die Möglichkeit haben Wein an neue Kunden zu verkaufen.
- EThC
- Beiträge: 10719
- Registriert: Fr 27. Feb 2015, 16:17
- Wohnort: ...mal hier, mal dort...
- Kontaktdaten:
Re: Julian Haart
...die werden halt ihre Händler- und vermutlich vornehmlich Gastro-Allokationen versuchen zu erfüllen. Solange man da entsprechend gefragt ist, ist das für den Winzer sicher der angenehmste Weg. Ob ggf. interessierte Neu-Endkunden den Weg auch dann noch in ausreichender Zahl dahin finden, falls irgendwann das Interesse der Allokateure mal wieder etwas abflaut... 
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
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Lars Dragl
- Beiträge: 824
- Registriert: Mo 3. Okt 2016, 23:24
Re: Julian Haart
Hallo!
Bei mir ist es (auch) so, dass ich früher einiges bei PdP gekauft und mit Genuss getrunken habe. Schon vor der Pandemie habe ich ebenso eine Anfrage beim Weingut gestellte und bin ebenso freundlich vertröstet worden.
Das ist aber nicht schlimm, denn wie Bernd etwas weiter oben schreibt, gibt es an der Mosel viele tolle Sachen von Winzern, die sich nicht nur für ihren Wein, sondern auch für ihre Kunden ins Zeug legen.
Ob man wirklich was versäumt? Ich glaube nicht.
Herzliche Grüße
Lars
Bei mir ist es (auch) so, dass ich früher einiges bei PdP gekauft und mit Genuss getrunken habe. Schon vor der Pandemie habe ich ebenso eine Anfrage beim Weingut gestellte und bin ebenso freundlich vertröstet worden.
Das ist aber nicht schlimm, denn wie Bernd etwas weiter oben schreibt, gibt es an der Mosel viele tolle Sachen von Winzern, die sich nicht nur für ihren Wein, sondern auch für ihre Kunden ins Zeug legen.
Ob man wirklich was versäumt? Ich glaube nicht.
Herzliche Grüße
Lars
Re: Julian Haart
Danke an alle für die Einordnung. War mir nicht klar, dass Julian Haart anscheinend noch exklusiver gehandelt wird als Klaus-Peter Keller. Nun ja, es gibt ja offensichtlich günstigere Alternativen...
.
Viele Grüße
Detlef
Viele Grüße
Detlef
-
Niederbayer
- Beiträge: 5
- Registriert: So 6. Nov 2016, 15:41
Re: Julian Haart
Hallo zusammen,
Ich bin hier seit langer Zeit dankbarer Mitleser und Wenigschreiber (sorry und nochmals vielen Dank für den fachlichen Input hier). Ich könnte in diesem Fall als langjähriger Kunde auch ein wenig zur Einordnung des Weinguts Juluan Haart beitragen.
Das Weingut ist sehr klein, rund 5 Hektar, lt. Frau Haart gibt es unter 500 Privatkunden und natürlich Gastro bei nur rund 25 TFlaschen. Alles in Familienhand, Oma, Opa, Hund, Katze, Maus alle helfen mit und es gab keine Ambitionen was zu ändern.
Eigentlich ein Ansatz, den man hier ansonsten als lobenswert erachtet.
Die Preisgestaltung ab Hof ist aus meiner Sicht sehr angemessen, Moselriesling 12,5€ JJ Kabinett 14€, Ortsweine 20€, Lagenkabis und Spätlese 20 bis 35€, Kiste der grossen Lagen 450 €. Da ist wenig bis nichts um zu Lieser (ok die Lieser Kiste is einen 100er günstiger) oder Haag und schon gar nicht Molitor, bzw. Wittmann, Battenfeld, Kühling....
Meine Weinfreunde und ich sind jedes Mal erfreut, wenn ne Flasche J.Haart aufm Tisch steht und wer selbst nur den "einfachen" gereiften Moselriesling aus 16 oder 19 getrunken hat oder die Kabis, bliebe sicher seiner ohnehin nicht üppigen Allokation treu.
...und das scheint nun auch das Problem bei der Neukundenaufnahme zu sein. Da ist einfach nicht mehr.
Die handelnden Personen sind wirklich sehr nett und zuvorkommend, humorvoll und bodenständig. Ich erinnere mich gut daran, als ich in einem Telefonat mit Frau Haart sehr dezent anmerkte, dass der 22er Moselriesling (unüblicherweise)sehr reduktiv mit einem gewissen Naturweintouch sei. Das Thema war wohl schon mal angemerkt worden....deshalb am Abend ein Anruf von Julian Haart persönlich, ne gute halbe Stunde über Weinbereitung, Jahrgang, Philosophie, Lagerempfehlung, uvm, sensationell...Er kümmert sich dann doch schon um seine Kunden.
Der Hype um die Weine und die Sekundärmarktpreise sind für ihn selbst bestimmt kein Schaden und er freut sich sicher darüber und ist stolz (gibt er auch selber zu in" Terroir und Adeletten"), dass seine Weine erfolgreich sind. Wer würde sich da nicht freuen?
Deshalb: sollte einer Mal zufällig in Tölz oder am Tegernsee Urlaub machen und Haart probieren wollen, meldet Euch, dann steht ne Flasche auf Tisch
Ich bin hier seit langer Zeit dankbarer Mitleser und Wenigschreiber (sorry und nochmals vielen Dank für den fachlichen Input hier). Ich könnte in diesem Fall als langjähriger Kunde auch ein wenig zur Einordnung des Weinguts Juluan Haart beitragen.
Das Weingut ist sehr klein, rund 5 Hektar, lt. Frau Haart gibt es unter 500 Privatkunden und natürlich Gastro bei nur rund 25 TFlaschen. Alles in Familienhand, Oma, Opa, Hund, Katze, Maus alle helfen mit und es gab keine Ambitionen was zu ändern.
Eigentlich ein Ansatz, den man hier ansonsten als lobenswert erachtet.
Die Preisgestaltung ab Hof ist aus meiner Sicht sehr angemessen, Moselriesling 12,5€ JJ Kabinett 14€, Ortsweine 20€, Lagenkabis und Spätlese 20 bis 35€, Kiste der grossen Lagen 450 €. Da ist wenig bis nichts um zu Lieser (ok die Lieser Kiste is einen 100er günstiger) oder Haag und schon gar nicht Molitor, bzw. Wittmann, Battenfeld, Kühling....
Meine Weinfreunde und ich sind jedes Mal erfreut, wenn ne Flasche J.Haart aufm Tisch steht und wer selbst nur den "einfachen" gereiften Moselriesling aus 16 oder 19 getrunken hat oder die Kabis, bliebe sicher seiner ohnehin nicht üppigen Allokation treu.
...und das scheint nun auch das Problem bei der Neukundenaufnahme zu sein. Da ist einfach nicht mehr.
Die handelnden Personen sind wirklich sehr nett und zuvorkommend, humorvoll und bodenständig. Ich erinnere mich gut daran, als ich in einem Telefonat mit Frau Haart sehr dezent anmerkte, dass der 22er Moselriesling (unüblicherweise)sehr reduktiv mit einem gewissen Naturweintouch sei. Das Thema war wohl schon mal angemerkt worden....deshalb am Abend ein Anruf von Julian Haart persönlich, ne gute halbe Stunde über Weinbereitung, Jahrgang, Philosophie, Lagerempfehlung, uvm, sensationell...Er kümmert sich dann doch schon um seine Kunden.
Der Hype um die Weine und die Sekundärmarktpreise sind für ihn selbst bestimmt kein Schaden und er freut sich sicher darüber und ist stolz (gibt er auch selber zu in" Terroir und Adeletten"), dass seine Weine erfolgreich sind. Wer würde sich da nicht freuen?
Deshalb: sollte einer Mal zufällig in Tölz oder am Tegernsee Urlaub machen und Haart probieren wollen, meldet Euch, dann steht ne Flasche auf Tisch