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Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: So 8. Mai 2011, 21:16
von drmamue
Bernd Schulz hat geschrieben:Heute gab es Spargel klassisch mit zerlassener Butter, Kartoffeln und Schinken (nach diversen Experimenten in der Vergangenheit bereite ich frischen weißen Spargel nicht mehr anders zu ).
Oh ja!
Ohh jaa!!

...und ich dachte schon fast, ich sei der einzige Spargel-Butter-Kartoffeln-Schinken-Dinosaurier hier. :D

Viele Grüße
Markus

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: So 8. Mai 2011, 21:41
von Weinzelmännchen
Hallo Bernd,
hallo Markus!

Es geht doch kaum etwas über Purismus! Lediglich der Schinken ist für mich entbehrlich. Ich hatte heute zum Spargel einen Grünen Verltliner "Trinkfreude" vom Weingut Hirsch aus dem Kamptal und einen Riesling Steinfeder Ried Klaus von Jamek, beide Weine haben nicht so wirklich gepasst. Für mich waren sie zu säurebetont und zu wenig kräftig.

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: So 8. Mai 2011, 23:16
von octopussy
Dem Spargel-Purismus kann ich zwar grundsätzlich viel abgewinnen. Ich halte ebenso überhaupt nichts davon, den Spargel zur Beilage zu degradieren, indem man ihn einem Schnitzel, Filetsteak oder anderem Fleisch oder alternativ Fisch beistellt.

Aber es gibt finde ich doch so einige sehr schmackhafte Möglichkeiten, den Spargel anders zu genießen, z.B. leicht karamelisiert gebraten und mit nur etwas Butter und mildem Essig als Salat angemacht, was den Spargelgeschmack ganz hervorragend herausarbeitet. Oder die polnische Variante mit Ei und Brokkoli oder Petersilie. Oder Spargel mit Morcheln in Blätterteig (leider, leider sind frische Morcheln so schwer zu kriegen :(). Oder oder oder...

Aber ihr habt schon recht, die klassische Variante ist einfach die beste. Es geht schließlich um den Spargel!

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: So 8. Mai 2011, 23:49
von Weinzelmännchen
octopussy hat geschrieben:Aber es gibt finde ich doch so einige sehr schmackhafte Möglichkeiten, den Spargel anders zu genießen, z.B. leicht karamelisiert gebraten und mit nur etwas Butter und mildem Essig als Salat angemacht, was den Spargelgeschmack ganz hervorragend herausarbeitet. !
Hallo Octopussy!

In Wien gibt es einen, der wiklich guten Essig macht. Er macht Essig eigentlich aus Allem, was sich nur halbwegs dafür eignet. So auch einen Spargelessig. Und ich garantiere dir, einen Spargelsalat mit Gegenbauer's Spargelessig verfeinert, ist der absolute Mega-Hammer.

Wer von euch einmal in Wien sein sollte, muss zu Gegenbauer. Er hat auch einen Stand am Naschmarkt, wo man seine wirklich tollen Produkte verkosten - und natürlich - kaufen kann.

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Mo 9. Mai 2011, 00:40
von Bernd Schulz
Und ich garantiere dir, einen Spargelsalat mit Gegenbauer's Spargelessig verfeinert, ist der absolute Mega-Hammer.
:mrgreen: Aus den Resten von heute mittag (ich kaufe immer zwei Kilo Spargel für zwei Personen - wenn schon, denn schon!) habe ich heute abend noch einen Spargelsalat gemacht. Und in die Vinaigrette kam der Traminer-Balsam-Essig von Gegenbauer. Die Essige von Gegenbauer haben dank K&U inzwischen auch in Deutschland Einzug gehalten und bevölkern eifrig mein Regal!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Mo 9. Mai 2011, 06:44
von Birte
Ihr habt wohl alle noch nie ein mehliertes Kalbschnitzel, neue Kartoffeln, Spargel und eine perfekte Hollandaise gegessen? Habe ich Samstag gemacht. So ein zartes Kälbchen nimmt dem Spargel gar nix, im Gegensatz zu Schinken. Ich kann auch gut einen nahezu restzuckerfreien Riesling dazu trinken, bitte nicht Pfirsich lastig. Und dann wird hier über Purismus gesprochen und im selben Atemzug wird ein furchteinflößendes polnisches Rezept genannt. Mit polnischer Küche war ich schonmal länger konfrontiert. Bei allem Respekt, ich hätte da noch einige schaurige Rezepte auf Lager...

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Mo 9. Mai 2011, 09:33
von olifant
drmamue hat geschrieben:
Bernd Schulz hat geschrieben:Heute gab es Spargel klassisch mit zerlassener Butter, Kartoffeln und Schinken (nach diversen Experimenten in der Vergangenheit bereite ich frischen weißen Spargel nicht mehr anders zu ).
Oh ja!
Ohh jaa!!

...und ich dachte schon fast, ich sei der einzige Spargel-Butter-Kartoffeln-Schinken-Dinosaurier hier. :D

Viele Grüße
Markus

... :D :lol: :P ...

Ich habe mich hier auch schon in einem anderen Thread als Anhänger des 'klassischen' Weiss-Spargel-Purismus geoutet. Einfach einfach und immer gut.

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Sa 14. Mai 2011, 21:09
von Bernd Schulz
Man muss ja nicht immer kochen, wenn man Freude am Essen haben will: Auf meinem Teller lagen gerade Scheiben von einer stracken Wurst aus Hessen, Südtiroler Karrespeck, Schafskäsewürfel, Kalamata-Oliven und leicht mit Olivenöl beträufelte sowie mit Meersalz bestreute Gurkenscheiben. Alleine der Anblick war schon ein Vergnügen; dazu gab es ein richtig gutes Baguette - und crossovermäßig ein trockenes Möselchen, nämlich Müllens 09er Kabinett trocken aus dem Kröver Paradies (mir mangelt es nämlich an mediterranen Weißen, und zudem möchte ich, da ich morgen vor Publikum meine Tröte schwingen muss, keinen 13- oder 14-Ender in mich hineingießen).

Der Wein war vielleicht einen kleinen Hauch zu zart, hat aber ansonsten mit seiner leicht salzigen Mineralität und seinen eher pflanzlichen Aromen erstaunlich gut zu diesem "rustikalen Teller" gepasst! Hier erweist es sich einmal mehr als vorteilhaft, dass der Winzer auf jegliche Fruchtschminke mittels Enzymen, Hefen und Kaltvergärung verzichtet. Ich glaube, ich hole mir jetzt noch einmal Nachschlag von allem und fülle auch das Glas wieder auf..... bei lediglich 10,5% kann die Flasche notfalls auch leer werden, ohne dass ich Gefahr laufe, morgen etliche falsche Töne zu produzieren....

Beste Grüße

Bernd

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Mo 16. Mai 2011, 10:38
von Caddi
Bernd Schulz hat geschrieben:Man muss ja nicht immer kochen, wenn man Freude am Essen haben will: Auf meinem Teller lagen gerade Scheiben von einer stracken Wurst aus Hessen, Südtiroler Karrespeck, Schafskäsewürfel, Kalamata-Oliven und leicht mit Olivenöl beträufelte sowie mit Meersalz bestreute Gurkenscheiben. Alleine der Anblick war schon ein Vergnügen; dazu gab es ein richtig gutes Baguette - und crossovermäßig ein trockenes Möselchen, nämlich Müllens 09er Kabinett trocken aus dem Kröver Paradies (mir mangelt es nämlich an mediterranen Weißen, und zudem möchte ich, da ich morgen vor Publikum meine Tröte schwingen muss, keinen 13- oder 14-Ender in mich hineingießen).

Der Wein war vielleicht einen kleinen Hauch zu zart, hat aber ansonsten mit seiner leicht salzigen Mineralität und seinen eher pflanzlichen Aromen erstaunlich gut zu diesem "rustikalen Teller" gepasst! Hier erweist es sich einmal mehr als vorteilhaft, dass der Winzer auf jegliche Fruchtschminke mittels Enzymen, Hefen und Kaltvergärung verzichtet. Ich glaube, ich hole mir jetzt noch einmal Nachschlag von allem und fülle auch das Glas wieder auf..... bei lediglich 10,5% kann die Flasche notfalls auch leer werden, ohne dass ich Gefahr laufe, morgen etliche falsche Töne zu produzieren....

Beste Grüße

Bernd
1. Wirklich leckerer Teller, soetwas muss ich auch mal wieder "kochen", da kann mir wenigstens auch nichts verbrennen :D
2. 10,5 % ist wirklich sanft fürs Hirn

grüße Klaus

Re: Heute auf dem Teller ..... und dazu im Glas

Verfasst: Mo 6. Jun 2011, 13:17
von olifant
Am Vatertag war's ja so richtig feucht-kühl, zumindest in meiner Region.
Also wurde der Tag dazu genutzt ein eher herbst-winterliches Essen zu zu bereiten, mit Zutaten, die 'Rumlagen und Fort mussten ' ;) .

Lammhaxe in Chianti
- für die Sauce benötigt man 1 Flasche Chianti, (sonst nichts fast nichts - na gut, bei mir waren noch etwas Knoblauch, Schalotten, Lauchzwiebel und ein Bund Rosmarin /Thymian drin, uns am Ende noch 400gr Champignons mit geschmort, abgeschmeckt mit Pfeffer und Salz), in diesem Fall war es ein (korkiger) Vigna del Capannino 2005 Chianti Classico Riserva, Tenuta Bibbiano. Um sicher zu gehen, dass der Korkton verschwindet, habe ich den Wein in einem offenen Topf aufgekocht, bis alle Fehlaromen verschwunden waren. Das Ergebnis war eine exzellente Sauce. Als Beilage Polenta mit Steinpilzen.

Dazu im Glas ein Brunello 1995 - Talenti, der für Sich genossen nur noch für Sangiovese-Liebhaber ein Genuss war (stramme Säure, etwas karg, geradlinig), jedoch in der Marriage mit Lammhaxe und Pilz-Polenta nochmal richtig aufdrehen konnte - sehr empfehlenswerte Kombination, die beweisst, dass vorallem hochwertige Korker ihren letzten Weg in der Küche antreten sollten.